Tommi: A12 etc. kann ich in dem Zusammenhang gut verstehen. Aber das mit den Betreuungsstunden und anderes nicht. (Die übrigens zu Recht nicht wie eine regulre Unterrichtsstunde zählen, da die Vor- und Nachbereitung entfällt.)
Aber noch einmal der Hinweis, bevor du dich hier weiter echauffierst:
Die Kollegin hat mindestens 11 Stunden weniger Unterricht.
- Zuzüglich (ähm, abzüglich) 0.7 Stunden pro Stelle
- Zuzüglich (auch hier: eher abzüglich) 1 Wochenstunde für die OGS
- Sollte es eine kleine Grundschule sein, hat sie noch eine Stunde zusätzlich Leitungszeit.
An meiner kleinen Grundschule habe ich 17 Schulleiterstunden.
Damit kann man auch jetzt eine kleine Grundschule recht gemütlich leiten. Bei einer größeren hätte ich noch ein paar Stunden mehr.
Wenn sie diese pi mal Daumen 11 + 1 + mind. (geschätzt) 3 = 15 Stunden nicht hat oder nimmt, ist da irgendwas anderes schief gegangen.
kl. gr. frosch
P.S.: "wütend sein" hilft in der Situation übrigens nicht. Sorry, klingt platt. Ist aber so. Tief durchatmen, rangehen und es als Chance und Abwechslung sehen.
Nachtrag: noch ein paar konstruktive Tipps, wenn das passiert.
- Mut zur Lücke: Als ich von einem Tag zum nächsten übernommen habe, habe ich meinen Kolleginnen gesagt: "Ihr wisst, was ich bisher machen musste. Mein Arbeitsbereich war begrenzt. Ich muss mich mich da jetzt auch einarbeiten - gebt mir die Chance."
- Vernetzt euch: es gibt in der Umgebung noch andere Schulen. Die haben auch Schulleiter, die darf man fragen. Die helfen auch gerne. Garantiert. (Schulleiter sind nämlich nicht immer automatisch doof.)
- Nutzt das Schulamt: das Schulamt weiß um eure Situation. Die sind euch dankbar - wirklich dankbar - dass ihr übernehmt. Sie lassen euch nicht alleine.
- Schämt euch nicht: ihr seid keine Schulleiter und habt nicht die Erfahrung. Es ist okay, wenn nicht alles rund läuft.
Und ganz wichtig: werdet selber nicht nervös. Schulleitung ist keine Hexerei. Glaubt mir.