Ja, da sollte ich mich als Mensch mit Migrationshintergrund oder PoC nicht so anstellen und eine Nummer kleiner denken.
Sarkasmus ist jetzt inwiefern produktiv, inwiefern eine angenessene Reaktion, inwiefern eine hinreichende Legitimation, um direkte Parallelen zwischen der AfD und der NSDAP, ja Völkermord und Weltkrieg zu ziehen? Ist doch exakt das, was ich kritisierte (und als Politologe und Historiker rollen sich mir da die Zehennägel auf... selbst der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. dementiert diese Parallelen).
Anders: Welche parteiprogranmatischen Inhalte, welche Worte und Taten relevanter Parteipolitiker, welche konkreten oder absehbaren (hinreichend belegten) Pläne, welche vermeintl. Lücken in unserer Verfassung etc. etc. etc. nähren deine Vergleiche, Befürchtungen u.ä.? Welchen Ersatz für einen nüchtern-sachlichen, daten-, fakten- und argumentbasierten Diskurs, fürdie Negierung vob Belegbringschuld bietet der Umstand deines Migrationshintergrunds oder dass du(?) PoC (iirc hast du türk. Migrarionshintergrund?) bist? Bitte keine Phrasen, kein Stamntisch, kein Hörensagen, keine Bauchgefühle o.ä., sondern substantiierte Aussagen: Was befürchtest du konkret und warum?
Angst essen Seele auf...
EDIT:
Etwas diplomatischer: Schau, Ich verteidige nicht die AfD, sondern eine gewisse Form von Diskursivität (und wer mir fehlsam anderes vorwerfen wollte, der demonstrierte das, was ich kritisiere), namlich den erwähnten nüchtern-sachlichen, daten-, fakten- und argumentbasierten Diskurs. Der bedingt u.a., dass bspw. geprüft wird, ob eine Behauptung bzgl. der AfD faktisch zutreffend ist und auch, ob die postulierten Konsequenzen, die sich aus faktischen Positionen u./o. Handlungen der Partei ergeben, triftig, d.h. keine logischen Fehlschlüsse o.ä. sind. Ist eine Behauptung nicht zutreffend u./o. eine Konsequenz nicht logsch resp. nicht (ohne weiteres) zwingend, muss das benannt werden. Gem. derselben Prämisse muss tatsächlich Problenatisches aber natürlich auch provbematisietbar sein. Alles andere ist m.E. bestenfalls gar nicht, schlimmstenfalls kontraproduktiv - die Wahlerfolge der AfD geben dem z.T. recht, Angst- und Panikwahlkampf, Feindmarkierungen und ehrlicherweise aich ein gewisses Maß an regelmäßiger Unredlichkeit hat ja offenbar nicht geholfen (NSDAP-Synonymisierungen; Warnungen vor einer WR 2.0 mit gleichem Ende; Dekontextuslisierungen von Äußerungen zur vermeintl. 'Deportation' von Staatsbürgern, "Windrädetn der Schande", "wohltemperierte[r] Grausankeit", statistische Tricks und Wortspielereien ggü. Daten - z.B. zur Kriminalität - die die AfD zum Wahlkampf nutzt, in Talkshows u.ä. eine aggressiveModeration der Hosts mit den anderen Gästen gg. die AfD, inkl. Nichtausredenlassen etc. etc. etc. - alles gerne verklärt, man habe es ja versucht, die AfD inhaltlich zu stellen, klappe aber nicht...). Das wird 'uns' nicht noch auf die Füße fallen, das hat seinen Absatz bereits in die Füße getrieben und dreht ihn nun darin rum.........