Beiträge von Saruman

    ... wie infantil. Du bist 50+, SL, hast studiert - peinliches Verhalten, peinliche Replik und für unseren Berufstand beschämende Attitüde. Ein Mod, der in seinem eigenen Forum trollt. Ich glaube nicht, dass du so irl bist, das Echo wäre verheerend. Aber hier geht's? Und jetzt? <mod>? Tu quoque? Lachsmiley? Debiler Oneliner? Phöse PN? Oder mal was inhaltlich-sachliches, redliches auf Augenhöhe? Schon vergessen?

    Dafür gebannt, lol? Wirkt jetzt nicht gerade souverän auf mich.

    Ach, diese weltfremden Ausbildungen, wo man die Azubis fordert und fördert.

    Den fußkranken Vergleich mal außer Acht gelassen: Es wäre durchaus schön, wenn Referendare eine solche fördernde und fordernde Ausbildung auch bekämen. In der Realität ist es leider Glücksspiel, welche Schule und welche Fachleiter man bekommt. Ich kann für meinen Teil nur versuchen, es bei meinen Refis besser zu machen.

    Das sehe ich etwas anders. Von allen Anwärtern, die ich so sehen durfte, war zumindest bisher weder jemand dabei, der zwar durchgängig top Unterricht durchgeführt hat, aber nur mit "ausreichend" bewertet war oder gar durchgefallen wäre und auch niemand, der bei wenig lernwirksamen Unterricht mit "sehr gut" bewertet worden wäre. Aber vlt. hast du da andere Erkenntnisse.

    Klar, innerhalb des Refs kann man schon lange vorher sagen, wer gut und wer wohl weniger gut abschneiden wird. Da die Umstände in diesem Ausbildungsabschnitt aber nur in Spurenelementen mit dem Tagesgeschäft als "echter Lehrer" übereinstimmen, würde ich ein gutes Ref nicht zu hoch hängen. Und bei einem schlechten nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

    Hätte ich die Erfahrungen der Wehrdienstzeit vorher gehabt, hätte ich verweigert. Vorher dachte ich: Wird schon nicht so schlimm sein. Ich war dann aber vom Ausmaß der Sinnlosigkeit und dem Verhalten der Vorgesetzten echt entsetzt.

    Tja, ich würde heute lieber Wehrdienst machen. Oder noch besser auf unzurechnungsfähig.

    Ich mir nicht. Ich habe den Fehler gemacht, Wehrdienst zu leisten und habe diese Zeit vor allem so in Erinnerung, dass viele - so schien es - ihr Denken am Kasernentor abgegeben hatten. Und das zeigte sich dann auch in der Fülle komplett sinnloser einfacher(!) Aufgaben, die sehr häufig in sich völlig widersinnig waren. Sie dienten vor allem dazu, die Wehrdienstleistenden zu schikanieren, weil sich viele daran aufgeilten, ein kleines bisschen Macht zu haben.

    Die Erfahrungen dort waren gerade nicht geeignet selbständig zu werden, sondern erzogen zu einem stoischen Abarbeiten sinnloser Tätigkeiten.

    Ja, kann sein. War im Zivildienst aber auch nicht anders. Sich dem Betrieb (oder der Schule) anpassen zu können ist aber für nicht wenige Kinder eine nahezu unmögliche Aufgabe. Diese Freigeister immer...

    Interessant, zum Thema "Selbständigkeit" wäre mir die Bundeswehr ja als allerletztes eingefallen.

    Kann ich mir hingegen gut vorstellen. Viele Kinder sind gerade deshalb so unselbstständig, weil sie nie gezwungen wurden einfachste Aufgaben zu übernehmen.

    Finde die Themen überhaupt nicht exotisch. Das sind Sachen, die schon in der 8. Klasse (zumindest hier) mal durchgenommen werden, weil sie recht typisch für das Mittelalter sind. Investiturstreit und Pest ist doch klassische Mittelalterthemen, das Lehnswesen sowieso, und die Benediktiner stehen doch für das Mönchtum schlechthin. Die räumliche Eingrenzung auf Schwaben und Bayern bei der Grundherrschaft ist etwas speziell, aber da dein Bundesland Bayern ist, wundert mich das auch nicht.

    Ich hatte zum Glück keine zentralen Prüfungen. In meinem Examen war vorher recht eindeutig was drankam, da man sich die Prüfer aussuchen musste und deren Forschungsschwerpunkte durch die Seminare kannte. Dadurch gab es keine böse Überraschungen, man musste sich aber in der Tiefe der Themen gut auskennen. Und vorher natürlich einen Platz im Seminar ergattert haben.

    Überbegriff sind Klassenarbeiten.

    Und unsere 10. schreiben auch 90 Minuten und das korrigierst du in 10 Minuten inkl. Eintragung der Noten?

    In Mathe könnte ich dann nur noch Endergebnisse abhaken, Schreibfehler? Pech gehabt.

    Aber zum Glück sieht es unser Arbeitgeber auch anders, sonst müsste der Englischlehrer in Sek. I 50 Stunden pro Woche unterrichten.

    Für die Einzelkorrektur vieler 5/6/7er Klassenarbeiten brauche ich sicher weniger als 10 Minuten pro Arbeit. Muss ich dazu wirklich erwähnen, dass ich für 10er Klassenarbeiten und Klausuren mehr Zeit brauche? Oder kann man sich das vielleicht sogar denken?

    Diskutieren wir auf dem Niveau?

    Warum? Ist es denn verwunderlich, wenn kaum noch Uhren mit analogem Zifferblatt irgendwo hängen? Smartwatches können eingestellt werden. Ist in der Lebenswelt der Kids kaum von Bedeutung und daher völlig logisch, dass diese Kompetenz verschwindet.

    Für mich könnte man auch die Bedienung des Rechenschiebers in der Abi-Prüfung drannehmen. Ich würde scheitern.

    In jedem Klassenzimmer und an jedem Bahnhof hängen analoge Uhren.

    Also Saruman Englischlehrer am Gymnasium unterrichten in Zukunft 30 Deputatatstunden, damit Chemielehrer nur noch 20 unterrichten müssen. Einverstanden.

    Du liest und korrigierst 16 Seiten Klausur in 10 Minuten?

    Wie einfach sind denn deine Arbeiten? Oder unterrichtest du nur Unterstufe und lässt nie länger als 30 Minuten schreiben?

    Gut, dann planen wir für dich dann aber 8 Zeitstunden extra ein, damit du die Sachen aus dem Schrank räumen kannst. Albern, oder?

    Aber den Unterschied zwischen Klassenarbeiten und Klausuren sollte auch ein Nebenfachlehrer kennen.

    Englisch Sek I am Gymnasium ist vermutlich auch unschlagbar unaufwändig, weil einfach die Bücher durchgejallert werden und wenig bis gar nicht differenziert wird (hab ich seinerzeit jedenfalls nicht gemacht). Das geht notfalls auch mal in 3 Minuten oder auf der Türschwelle. "Hübsche" Stunden sind das dann allerdings meist nicht unbedingt.

    Ob das auf andere Fächer und Stufen so übertragbar ist, weiß ich nicht.

    Wird die Stunde "hübscher", wenn ich das Material selbst erstellt aber dafür wenig geschlafen habe?

    Genau deswegen verstehe ich die Verfechtung der Zeiterfassung nicht wirklich. Du wirst für alles Zeitvorgaben bekommen, es wird sich schön gerechnet, dass das alles in die AZ rein passt und wieso dieses und jenes dann auch noch eben gemacht werden kann. Es wird zu einer zusätzlichen Aufgabe werden, die AZ zu erfassen. Das eingeführte System wird maximal unkomfortabel sein. Vielleicht geht die Zeiterfassung aus Datenschutzgründen auch nur in der Dienststelle vor Ort. Ich habe viel Fantasie, wie es damit nur nerviger werden kann.

    So würde es nämlich aussehen. Und die Lisa-Simpson-Kolleginnen würden sich freuen noch eine zusätzliche Hausaufgabe zu haben.

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