Das passiert in vielen Fällen auch. Es kommt aber auch vor, dass über die jeweiligen LKs berichtet wird - diese Beiträge unterliegen oft nicht einer Rückkopplung mit Schulleitung oder betroffener Lehrkraft. Das ist dann mitunter für die anderen KollegInnen zum Fremdschämen und für die betroffene Lehrkraft eine öffentliche Demütigung.
Dem kann man begegnen, indem man dann konsequent reagiert, z.B. dass man die Veranstaltung konsequent verlässt. Das habe ich nur noch nie erlebt, weil man ja den anderen SchülerInnen nicht den Abend verderben möchte.
Im Zweifelsfall muss die betroffene Lehrkraft dann damit umgehen.
Ich habe mir geschworen, nachdem ich einmal vor 400 Personen runtergemacht wurde, dass ich dann wahlweise kommentarlos die Bühne verlassen werde und im Anschluss gehen werde, oder dass ich je nach Situation darauf professionell, aber deutlich reagiere. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.
Was die Abizeitung betrifft, so ist das der einzige Ort, wo die SchülerInnen sich in der Regel ohne Konsequenzen mal so richtig auskotzen können über das, was ihnen aus ihrer Empfindung nach an Unrecht widerfahren ist. Zu viele SchülerInnen haben hier noch nicht die notwendige Reife, die Folgen ihres Handelns zu überblicken, andere erachten das als "gerecht" oder ihnen geht infolge der asozialen Medien jegliches Gespür verloren...