Beiträge von helmut64

    Man verwendet einen kleinen ebenen Taschenspiegel. Dieser wird vollständig mit dünnem undurchsichtigem Karton abgedeckt. Der Karton besitzt ein Loch von etwa 5mm Durchmesser. Damit hat man also einen sehr kleinen Spiegel.


    Mit diesem reflektiert man das Licht der Sonne über eine Strecke von etwa 10m in einen ein wenig abgedunkelten Raum, z.B. auf die innere Rückwand einer Garage oder in ein Klassenzimmer auf ein Blatt weißes Papier. Dort erhält man ein Bild der Sonne von etwa 10cm Durchmesser bei dem die Abdeckung durch den Mond sehr gut zu beobachten ist. Ein größerer Spiegel ergibt ein helleres Bild, das aber weniger scharf ist.


    Wichtig: Man kann den Spiegel nicht ruhig genug in der Hand halten. In der Physiksammlung sollte sich eine geeignete Halterung finden. Am einfachsten ist es aber, den Spiegel auf dem Boden gegen einen Stein zu lehnen.

    Ich verstehe die ganze Aufregung (schweres Dienstvergehen usw...) nicht. Das Mathematikabitur war doch schon geschrieben!


    Die Aufgaben samt Musterlösungen kann man immer nach dem Abitur beim Stark Verlag erwerben. Oder sollte dem Verlag das Geschäft nicht verdorben werden?

    Bei mir war das so:


    Beförderung nach A14. Dafür Übernahme der Physiksammlung. Die eine Stunde Ermäßigung hat nicht im entferntesten gereicht. Also wenig Mehrverdienst, viel Mehrarbeit.


    Beförderung nach A15. Abgabe Physiksammlung, Übernahme Fachbetreuung Physik. Weiter normaler Unterricht mit Klassleitung und Aufsichten etc. Eine Stunde Ermäßigung. Sonst normaler Unterricht mit Klassleitung und Aufsichten etc. Dafür Respizienz aller Physikschulaufgaben. Organisation der Fachsitzungen. Betreuung junger Kollegen. Bearbeitung von Elternbeschwerden (lange Gutachten). Nennenswerter Mehrverdienst, aber schwierige, teils unangenehme Mehrarbeit.


    Fazit: Beförderung ist keine Belohnung für bisher geleistete gute Arbeit, sondern teilweiser Ausgleich für Mehrarbeit.


    Übrigens: Ein junger Kollege (Studienrat A13) mit drei kleinen Kindern verdient mehr als ich jemals bekommen habe. Er hat aber auch eine Frau, die ihm den Rücken freihält.

    Ein halbes Jahr vor meiner Pensionierung fand ich in meinem Fach einen Zettel, der offensichtlich nicht für mich bestimmt war, sondern für die Leiterin einer Klasse, in der ich auch unterrichtete. Ich legte ihn also der Kollegin ins Fach. Am nächsten Tag war der Zettel wieder in meinem Fach. Die Kollegin war nicht da, also ging ich dorthin, woher der Zettel gekommen war, nämlich ins Sekretariat. Und da erfuhr ich, dass man mich zum Klassleiter gemacht hatte.

    ... mit Ziffernnoten so bequem! Hier einige Beispiele aus meiner fernen Vergangenheit (Anhang).


    Damals gab es noch keine Grundschulempfehlungen. Nach der 5. Klasse Volksschule kam die Aufnahmeprüfung zur Oberrealschule, dann die Probezeit, dann 9 Jahre bis zum Abitur.

    Dateien

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    Man darf keinen formalen Fehler machen, d.h. alle Termine müssen peinlich genau eingehalten werden. Die Unterrichtsstunden sind pünktlich zu beginnen und dürfen nicht vorzeitig beendet werden. Aufsichten sind immer wahrzunehmen, usw...


    Man sollte nur sehr selten krank sein. Andernfalls schickt einen der Schulleiter zum Amtsarzt. Das endet dann mit einer Verlängerung der Probezeit um ein Jahr!


    Und wo kann man sparen?


    Ganz einfach: An der Qualität des Unterrichts. Die interessiert nämlich niemanden, solange sich weder Schüler noch Eltern beschweren. Für den Fall eines überraschenden Unterrichtsbesuches durch den Schulleiter hat man natürlich immer eine ordentlich vorbereitete Stunde in der Tasche.

    Auf keinen Fall zum Schulleiter gehen! Erstens kann der auch nicht helfen und zweitens ist er ja ständig auf der Suche nach Tatsachen, die er bei der nächsten Beurteilung verwenden kann, um nicht nur gute Noten vergeben zu müssen.


    Auch bei Kollegen ist Vorsicht angebracht. Ein Schulleiter hat immer "Horchposten", die ihm alles, was sie irgendwo aufschnappen, hinterbringen. Man sollte sich eine vertrauenswürdige Kollegin sorgfältig aussuchen, um sich von ihr Tipps geben zu lassen.

    "Stimmt, ich verdiene einen Haufen Geld und habe auch noch genug Zeit, es auszugeben"


    "Hättst was gescheites gelernt" (Dieser Spruch ist auch manchmal im Lehrerzimmer zu hören, wenn mal wieder jemand jammert)



    Im übrigen:


    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.

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