Beiträge von Friesin

    Abgesehen von Prüfungsaufgaben habe ich auch noch nie einen "Erwartungshorizont" erstellt. Für mich wäre das Zeitverschwendung.

    mache ich immer. Für mich selbst.
    Und zwar bei anspruchsvolleren Interpretationsaufgaben und bei Quellenarbeit in Geschichte.
    Für mich ist das jedoch keine Zeitverschwendung, sondern eine Arbeitserleichterung.
    Aber vll hängt das einfach auch vom Fach ab :gruebel:

    Die Zeit, die dafür drauf geht, ist meine Arbeitszeit - das bedeutet, dass der Unterricht entsprechend weniger aufwendig vorbereitet ist, dass Klausuren länger liegen bleiben und dass ich mich eben in anderen Arbeitsgruppen nicht (oder nur eingeschränkt) einbringe.

    so handhabe ich das auch, allerdings immer in dem unangenehmen Bewusstsein, dass die Klausuren sich ja nicht von selbst korrigieren, nur weil ich die Korrektur aufschiebe. Und schwupps- liegt die nächste Klassenarbeit auf dem Tisch.
    Ich plane meine Klassenarbeiten immer komplett für das ganze Schuljahr am Schuljahresanfang. Und natürlich richte ich mich dabei in erster Linie nach meinem eigenen Korrekturtempo. (Ausnahme: die zentral festgelegten Sek II KLausuren)
    Aber aufschieben bringt dann kaum etwas, denn irgendwann staut es sich dann doch massiv. :daumenrunter:

    ich brauche ja selbst ein wenig Zeit, um mein Zeug aufs Pult zu legen. Soll es dann mit dem Unterricht losgehen, läute ich mit meinem Glöckchen. Einmal. Ansonste stehe ich still, schaue die Dauerquassler streng an, drehe demonstrativ Däumchen und als Letztes, in ganz hartnäckigen Fällen, notiere ich die verstrichene Zeit an der Tafel. Die wird dann addiert und bei Bedarf an einem Freitag nach Unterricht und nach Vorankündigung bei den Eltern nachgeholt.
    War allerdings noch nie nötig ;)

    ich würde gar nicht erst fragen "wer war das?" Was soll denn dabei herauskommen?
    Entweder beredtes Schweigen
    oder aber, falls sich doch jemand outen sollte, der Held des Tages?

    Ich würde klar machen, dass mit dem Gepfeife Unterricht nicht möglich ist, dass du deinen Schulabschluss hast und sie ihren noch möchten. Wer ihn nicht will, soll bitte gehen.
    Ansonsten Unterricht machen und z.B. TÜs einführen. Ab der nächsten Stunde ohne große Ankündigung.

    Aber um Himmels willen nicht das Detektiv-Spielchen anfangen,
    und unter gar keinen Umständen die Aktion: Der Lehrer, der sich schneller umdreht als sein Widersacher spielen. Dabei kannst du nur verlieren. An Zeit, an Ansehen, an Professionalität!

    Das vielleicht nicht, ein Erziehungsmittel ist das aber dennoch. Und als solches kann es zwar bei Fehlverhalten einzelner Schüler auf diese angewandt werden, aber nicht auf die ganze Klasse.

    das ist keine Erziehungsmaßnahme für die ganze Klase, sondern ein Entgegegenkommen des Lehrers, der ALLEN Schülern ermöglichen möchte, den Unterrichtsstoff zu lernen ;)

    ich weiß gra nicht, warum hier so schwarz gemalt wird.
    Wer weiß schon im Voraus über alle negativen Aspekte Bescheid, die der gewählte Beruf mit sich bringen könnte?
    Wer von uns hatte mit 17 alles auf dem schirm, was mit dem gewünschten Beruf zusammenhing?

    Ich wollte immer Lehrerin werden, seit ich klein war. warum auch immer.
    Und natürlich kann Nachhilfe ein erster Schritt in die Praxis sein. Freilich gibt es einen Mammut-Unterschied zwischen Nachhilfe geben und Unterrichten vor einer Klasse, aber wie soll ich als Schülerin mir denn Letzteres vorstellen? Wie soll ich als Schülerin erste Erfahrungen sonst sammeln?
    Was macht jemand, der Arzt werden will, denn im Vorfeld?
    Praktika kommen während des Studiums, bestenfalls nach der Schulzeit (was ich übrigens für recht früh halte, wenn man gerade selbst den Schülerstatus hinter sich gelassen hat)

    Potenzial verschwenden hört sich für mich ziemlich arrogant an, so als ob Lehramt keine fachlichen und menschlichen Qualitäten verlange.

    mein Rat an Intenta sum:
    mach es.
    versuche dir vorzustellen, für welches Fach du brennst und welches du dir langfristig als Dauerthema in deinem Leben vorstellen kannst.
    Aber auch das kann sich innerhalb des Studiums durchaus ändern.
    Und eine Einstellungsprognose kann man so viele jahre im Voraus eh nicht geben ;)

    Intenta es, ergo facias! :prost:

    wer sich kurz vor der Klassenarbeit /Klausur krank meldet, geht zum Arzt.
    Dann gibt es einen Nachschreibtermin.

    Wem plötzlich während der Arbeit schlecht wird, muss die Arbeit gelten lassen.

    In dem eingangs geschilderten Fall verstehe ich die Kollegen absolut nicht. Was soll man mit einem ko.... Schüler anfangen? Dass er sich während der Klausur noch mal übergeben muss? Womöglich noch auf die Arbeit? Und evt. noch alle anderen nicht nur nervös macht, sondern sie auch noch ansteckt?
    Versteh ich nicht.

    Oder gehen die Kollegen davon aus, dass der Schüler das Erbrechen absichtlich hervorgerufen hat? Fakekotzen?

    In Bayern, Sachsen und weiteren ländlichen Regionen finden sich die weniger Begabten eben damit ab, einen Beruf zu machen, bei dem man eben gesellschaftlich kein Ansehen (oder das eines Deppen) hat - notfalls Aushilfe auf dem Bauernhof.

    nein. die weniger intellektuell Begabten entscheiden sich, einen technischen Beruf zu erlernen. Sie machen eine gut bezahlte Ausbildung, werden heutzutage übernommen, verdienen recht schnell recht gut und haben mit Sicherheit ein gehobeneres Ansehen als ausgerechnet wir Lehrer :pfeif:

    Gilt für Bayern, kleinstädtisches Gebiet

    "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."


    na, wer schreib das?
    Richtig: Sokrates. Vor 2000 Jahren.


    Ich sehs mit Gelassenheit. Zumindest was das Benehmen "der" Jugend von heute betrifft.

    "Man lebt nur von Klassenarbeit zu Klassenarbeit".

    kann ich nicht unterschreiben.
    bei einem dreistündigen Fach (bei uns Sprachen in der SekII ab Kl.8)
    schreibe ich pro Schuljahr drei Arbeiten.

    Plane ich die gleich zu Schuljahresbeginn, kann ich entspannt arbeiten.
    Da ich mit voller Stundenzahl trotzdem ca.20 KA im Jahr schreibe, mag es sich für mich tatsächlich so anfühlen, als stehe dauernd eine Arbeit an. Für die einzelnen Klassen fühlt sich das sicherlich ebenso an, auf die Gesamtheit der Arbeiten und Tests gerechnet.

    Aber ich lebe nicht von KA zu KA in den einzelnen Lerngruppen.

    ich kann nur wiederholen:
    sprich dich innerhalb der Fachschaft ab.
    Das ist sehr viel sinnvoller, als hier Antworten aus 16 Bundesländern und unzähligen Schulen zu bekommen ;)

    Solltest du die Fachschaft sein:

    Sprich mit artverwandten Fachschaften, vll Biologie.

    Du musst das Rad nicht neu erfinden, und du solltest auch keinen Alleingang starten.

    Im Übrigen kann man einen Prozent-Schlüssel nicht auf jedes Fach anwenden; in der Oberstufe wird es damit oft schwierig.

    DAs Problem mit dem Lesen ist, dass Bücher Geld kosten

    so ein Quatsch!
    In jeder kleineren Stadt gibt es Stadtbibliotheken, deren Benutzung für Jugendliche bis 18 Jahren frei ist.

    Ich lese sehr viel, kaufe aber kaum Bücher. Wo sollte ich sie auch lagern? Und das Geld für all die Bücher, die ich in meinem Leben zur Unterhaltung gelesen habe, hätte ich nicht bezahlen wollen.

    Zugang zu Büchern hat, rein technisch gesehen, wohl jeder.
    Es ist vielmehr die Bedeutung, die im Elternhaus dem Lesen beigemessen wird:

    Toller Zeitvertreib
    oder mühsamer und damit überflüssiger Luxus?

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