Beiträge von Friesin

    wozu braucht eine 7.Klasse eine Kennelernfahrt?

    Mach dich nicht so verrückt.
    Du bist nicht ihr Kumpel, den sie gerne haben.
    Du bist in deinem Unterricht das Alphatier.
    Du wirst nie nur angenehme Entscheidungen fällen können, wie soll denn das werden, wenn du Angst hast, die "mögen dich dann nicht mehr"?
    Sie sollen von dir lernen, fachlich und natürlich auch einen respektvollen Umgang.
    Mehr aber auch nicht.
    Da braucht es kein Lagerfeuer tralala, keine Übernachtungsaktion und schon gar keine Kennenlernfahrt.
    Ihr habt so und so viel Stunden Unterricht gemeinsam, da lernen sie dich durchaus kennen. Untereinander kennen sie sich ja schon länger.

    Und natüüüüüürlich versuchen alle Schüler, einzelne Lehrer gegeneinander auszuspielen.
    Wenn ich dem Glauben schenken wollte, hätte ich nur Kollegen, die
    - keine HA geben
    - keine 5 en und 6en geben
    - in einer KA nur bekannte Wiederholungen abfragen
    - selbst im Unterricht Tee/ Kaffeee trinken
    - Mädels reihenweise gemeinsam zur Toilette gehen lassen
    - keine fliegende Flaschen einkassieren
    - selbst den Klassenraum fegen
    - im Sommer draußen unterrichten
    - sich nie an die Eltern wenden... noch was vergessen? :gruebel:

    Ich bin ich, und Herr/ Frau X/Y sind Herr und Frau X/Y.
    Fertig.

    Glaub mir, damit kommen sie prima klar.
    Warum auch nicht?

    natürlich müssen Kinder aushalten können, dass andere Menschen etwas anderes glauben als sie selbst.
    Jedoch "Wer an Gott glaubt, glaubt an eine Lüge" ist in der Tat unsachlich und diskriminierend, und genau das kann man allen Kindern auch klarmachen.

    "Christen glauben an Gott. Andere glauben nicht, dass es Gott gibt. Jeder darf glauben, was er will/ gelernt hat. Mit Lügen hat das aber gar nichts zu tun. Keiner, der an etwas glaubt, ist deshalb ein Lügner. Das Wort Lüge hat nichts mit Glauben zu tun, sondern ist in diesem Fall eine Kränkung. Wir an dieser Schule lassen Kränkungen nicht zu."

    so etwa in der Art.

    Und dann könnte man vll darüber sprechen, dass man sich nicht lustig macht über Dinge, die anderen wichtig sind.

    So mache ich das im Großen und Ganzen auch - nur, dass ich die Arbeiten vor der Besprechung schon herausgebe. Die meisten meiner Klassen wären mir sonst zu hibbelig und aufgeregt, und einige würden sicher anfangen, zu diskutieren, warum sie nicht gleich Ihre Note sehen dürfen ;).

    in dieser Reihenfolge müsste ich 20mal dieselben Fehler erklären ;)
    Natürlich fragen die Kinder auch jedes Mal, ob ich nicht erst die Arbeit herausgeben und sie dann besprechen kann, aber dann erkläre ich ihnen meine Gründe und bleibe dabei. Gehört bei den Klassen, die mich schon länger kennen, offenbar zum Ritual :D

    Bekommen alle deine Kids eine Note? Bei uns gäbe es da große Probleme, wenn die muslimischen Kids Noten für ev. Religionsunterricht erhalten sollten.

    wieso denn das?
    Religionsunterricht an den Schulen ist doch keine Missionsierungskampagne oder ein Abtesten der persönlichen Glaubensintensität (ich sage nur "Gott sei Dank"), sondern ein Unterrichtsfach wie andere auch, z.B. Geschichte oder Sachunterricht. Ein Unterrichtsfach, in welchem Kompetenzen und Wissen vermittelt werden. Und auf der Basis dessen kann doch jeder Teilnehmer benotet werden.

    So gebe ich keine Noten im Vorfeld bekannt, weil dann keiner mehr an der Besprechung interressiert ist.

    wenn die Noten vor der Besprechung bekannt sind, erlischt schlagartig das Interesse an einer korrekten Lösung.


    Wenn das ein Problem wäre, dürftest du ja auch die Arbeit erst am Ende der Stunde (Besprechung) zurückgeben.

    ja, ich z.B. handhabe das so. Eine Berichtigung entfällt.

    Warum sollte ich Einzelne so berhandeln? Weil sie so "dreist" sind, per mail nachzuhaken?
    Da käme ich mir ziemlich unprofessionell vor :gruebel:
    Ich bespreche die Arbeiten bei der Rückgabe mit der ganzen Lerngruppe.
    Gemeinsam erarbeiten wir eine Musterlösung. So gebe ich keine Noten im Vorfeld bekannt, weil dann keiner mehr an der Besprechung interressiert ist.
    Meine Schüler wissen nach einer gewissen Zeit auch, dass ich nicht schülerweise, sondern quer korrigiere. Von daher erübrigen sich Fragen wie "Haben Sie meine Arbeit schon fertig?"

    ich denke, an dem Tag wird dir Grundsätzliches zum Thema PKV/GKK und Beihilfe erzählt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann allerlei Versicherungsvertreter Einzelberatungen machen werden :gruebel: .

    Warum kümmerst du dich nicht initiativ darum? Bis zum 1.11. ist es ja tatsächlich nicht mehr lang......

    Wie bist du denn bislang versichert?

    dass Schüler behaupten nicht zu wissen, was sie machen sollen, ist oft leider nur Bequemlichkeit :neenee:

    Und je öfter man ihnen diese "Denkarbeit" abnimmt, desto mehr verstärkt sich die Bequemlichkeit.
    Heißt: Aufgabenstellung der HA im Unterricht erklären, oder auf bekannte Formate zurückgreifen, dann muss es aber auch gut sein.
    "Ich wusste nicht, wie es geht/ was ich machen sollte" kann dann keine Entschuldigung mehr sein.

    HA sollten genausowenig automatisch auf sein wie sie generell abzulehnen sind. Allerdings habe ich aus meiner persönlichen Erfahrung den Eindruck gewonnen, je seltener man HA aufgibt, desto seltener werden sie auch gemacht :heul:

    Und Vokabeln müssen immer gelernt werden, gründlich gelernt werden-- da geht kein Weg* dran vorbei

    *falls jemand so einen Weg kennt, bitte her damit :fluester:

    ich gehe auch rum und schaue, ob die HA gemacht sind. Aber so lange dauert das nicht, ca.5 Minuten bei einer großen Klasse von 27 Schülern.
    Redest du während des Kontrollgangs mit den Schülern über die HA?
    Oder musst du immer so lange warten, bis sie ihr Zeug rausgeholt haben?
    Einen richtigen Rat habe ich (noch) nicht, weil sich mir im Moment noch kein klares Bild zeigt ;)

    Gerri, ich habe fast den Eindruck, du gehst ein bisschen sehr arg verkopft an die Sache heran, wägst alle möglicherweise auftretenden Probleme bereits im Vorfeld ab.
    Das kann man machen, aber vieles weiß man einfach vorher nicht, kann man nicht wissen. Absolute Sicherheit gibt es nicht, im Beruf genausowenig wie im Privatleben ;) Schon gar nicuht, wenn man alles nur theoretisch durchgeht ;)

    Hast du denn nun schon mal versucht, ein Praktikum machen zu können?

    wenn jemand seine benotete Arbeit nach einer gewissen Zeit nicht von den Eltern unterschrieben wieder mitbringt, bekommen die Eltern eine mail von mir. Der ist der sogenannte Bummelzettel beigefügt, für den Fall, dass die Arbeit tatsächlich verlorengegangen sein sollte. Die Eltern dokumentieren damit, dass sie die Arbeit mit der Note XY zur Kenntnis genommen haben.

    bei den Kindern, die mehr als zweimal säumig sind mit ihren Arbeiten, werden die Arbeiten nicht mehr mit heimgegeben. Mail an die Eltern wegen der Note, Aufforderung, an die Schule zu kommen und zu unterschreiben.
    Sollte jemand dann immer noch nicht reagiert haben, wird ein Vermerk mitsamt einer Kopie des Mailverkehrs angeheftet, so dass ich irgendwann den Klassenstapel archivieren lassen kann.

    Ab einem bestimmten Punkt haben wir Lehrer dann auch mal unsere Informationspflicht erfüllt.....

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