Beiträge von Friesin

    Bei mir 'scheitert' es bei der Angabe der Punkte manchmal eher daran, dass ich vor der Klassenarbeit keine Zeit oder keinen Nerv habe, den Bewertungsbogen zu erstellen und mir über die Punkteverteilung Gedanken zu machen.

    das kann nicht sein!
    Das gehört doch zum Erstellen einer Klausur, das kann doch keine Frage von Zeit sein. Eher eine der Planung ;)


    Ich weiß, WAS ich erwarte. Ich weiß aber nicht immer, ob meine Erwartungen nun 5 oder 10 Punkte der Gesamtpunktzahl ausmachen.

    dazu erstellst du im Vorfeld einen Erwartungshorizont. Mit den denkbaren und möglichen Antworten, die du abgestuft hast. Wieviele Punkte du dann im Einzelnen gibst, bleibt dir überlassen.


    Oder aber ein Schüler beißt sich an einer Aufgabe fest und löst Anderes nicht und beißt sich an einer für mich gar nicht so bedeutenden Aufgabe fest, für die er gar nicht viel Punkte bekommen soll.

    Damit genau das nicht passiert, gibt man die Punkte im Vorfeld an.... :pfeifen:

    Im Ernst, ich würde mich freuen, wenn die die Deklinationen hinbekämen und Vokabeln lernen. Aber du hast Recht, wir Lateinlehrer könnten (und sollten) noch ein paar mehr Dinge beanspruchen.

    vielleicht sollte man es auch nicht übertreiben mit den Ansprüchen, die "man" als Lateinlehrer anlegen sollte ;)

    Insofern muss und sollte ich ihnen sehr deutlich machen, wo ihre Grenzen sind, wenn sie weiter so ein Lernverhalten an den Tag legen.

    Das tust du doch sowieso. Indem sie für ihr Nichtstun schlechte Noten kassieren. Es wird ja schon Probleme am Schulajhresende geben, wenn Zeugnisse anstehen.

    Was willst du denn jetzt? Dass sie Latein abwählen, oder dass sie lernen und weitermachen (können)?

    Wie ist denn die allgemeine Disziplin im Unterricht?

    wenn sie das Fach unbedingt abwählen wollen, wirst du es nicht verhindern können.
    Und warum sollten sie ein Latinum bekommen, wenn sie eh nichts können?
    Das Latinum ist dann auch nicht dein Problem, du hast deines ja :teufel:

    Wenn keine Lernbereitschaft vorhanden ist, kannst du sie nicht zu ihrem Glück zwingen.


    Im Übrigen ist es nicht so ungewöhnlich, dass Latein und Französisch nach Klasse 9 oder 10 abgewählt werden.


    Den Umgang mit einem Wörterbuch müssen sie natürlich auch erst mal lernen, das geht (leider) nicht von selbst.

    Welche Klasse, welches Lernjahr?

    (falls Kl.7 und L -- ein magerer Trost: das undankbarste Lernjahr überhaupt!! Pubertät und nix anderes-- ist halt so ;) )

    Überprüfe deine Erwartungen. Oft sind sie tatsächlich viel zu hoch ;)
    Auch wenn natürlich das Übersetzen die Königsdisziplin und das Hauptziel des Lateinunterrichts ist, sind die anderen Aspekte, die du weiche Aspekte nennst, dennoch wichtig. Im Idealfall stehen die Schüler auf beiden Seiten sicher da.

    und ansonsten:
    Wiederholen, wiederholen, wiederholen.
    Lass sie die Deklinationstabellen lernen, erst die Substantive, anschließend Pronomina, dann die Zeiten. Lass sie die Fotrmen immer auch übersetzen!
    verzichte darauf, eigenständiges Formenbilden zu erwarten. Sie müssen in erster Linie ja ins deutsche übersetzen, nicht andersherum.
    Gib ihnen die Wiederholungen in kleinen Häppchen auf, überprüfe den Lernerfolg mit kleinen, angemessenen Tests.
    Wieviele Stunden hast du pro Woche? Vll könnte eine davon zum Wiederholen genutzt werden.
    Wenn du merkst, ein Teil deiner Kandidaten nimmt dein Angebot an und lernt -- wunderbar.
    Dem Rest und ihren Eltern würde ich auf einem Elternabend klarmachen, dass sie die Verantwortung für ihren Lernerfolg selbst haben. Du kannst ihnen nichts eintrichtern! Sie müssen schon auch mitmachen. Tun sie das nicht, müssen sie die Konsequenz anhand der Noten eben ausbaden.

    Gerne auch Einzelheiten per PN ;)

    Du schüttelst Dir also alle Erwartungshorizonte ohne Sekundärliteratur aus der Hand?

    Ich übernehme doch keine fertigen Klausuren.1. weil ich die Klausuren auf den behandelten Stoff ausrichte
    2. weil ich vermieden will, dass die halbe Lerngruppe die Dinger schon vor dem Klausurtag kennt.
    Und natürlich erstelle ich die Erwartungshorizonte beim Konzipieren der Arbeit. Ich weiß doch, was ich von den Schülern wissen/ lesen will.

    Und wenn ich dazu tatsächlich eine Lehrerhandreichung benötigen sollte, kaufe ich sie mir. So wie oben beschrieben, als Privatvergnügen.

    Im übrigen ging es im Ausgangspost um Materialien, die der Lehrplan vorgibt. Ich wüsste nicht, dass ein Lehrerhandbuch dazugehört.

    Kann sein, dass das in Kunst und Latein einfacher ist. Gerade in Biologie sind die Aufgaben in der Oberstufe oft sehr umfassend und es braucht schlicht enorm Zeit sich den Erwartungshorizont selber zu schreiben. Wenn man da ein Lösungsbuch hat, hat man auf einen Blick schon einmal einen Abriss, was in der Aufgabe alles verlangt ist. Meist ergänzt man den dann eh selber noch, weil einem noch weitere Aspekte einfallen.

    Oh Firelilly, wenn du doch nur ansatzweise eine Vorstellung von Textinterpretationen, Philosophiethemen und Quellenarbeit hättest, um nur ein paar Aspekte (nicht nur) des Oberstufenarbeitens anderer Fächer hättest, würdest du hier nicht so rumjammern müssen...
    Ansonsten hat Willi G schon alles zu diesem flachgequirlten Quark geschrieben 8)

    Hallo!
    das Gerichtsurteil bezog sich aber nur auf die Schulbücher, die die Schüler auch haben. Nicht auf die Handreichungen (auf die sich Primarlehrer bezieht).

    Stimmt. Primarlehrer sprach von Handreichungen. Das hatte ich überlesen. mea culpa :(

    Bei handreichungen würde ich gar nichts aussitzen, die kaufe ich mir selbst, wenn ich die gerne haben möchte. Die gehören in meinen Augen auch nicht zum notwendigen Handwerkszeug für einen Lehrer;
    nice to have, kein must have

    Wie soll man denn ordentlich arbeiten können, wenn man nicht in die Bücher Notizen machen darf und auch beispielsweise kein Lösungsbuch zum Schulbuch hat.

    Lösungen sollte ich doch als Lehrer selbst finden können, es sei denn, ich unterrichte fachfremd.

    Notizen kann ich auch mit Klebezetteln machen.
    Ich schreibe aber eh nie in Bücher hinein, auch nicht in meine eigenen.

    Da der Kollege aber im nächsten Jahr das Buch "erben" könnte, darf man natürlich auch nicht drin kritzeln oder so

    das ist in meinen Augen auch kein Problem. Dürfen die Schüler ja auch nicht, und die hätten es oft nötig :P


    Sollte es sich um Handreichungen usw. handeln muss man es sich, wenn man eine scheiß Schule hat, leider über die Steuer wiederholen -

    dann muss man auch schon mal deutlich werden, mit dem Gerichtsurteil wedeln und fragen, wie man ohne Buch denn wohl unterrichten soll.
    Ich würde das aussitzen. Ehrlich

    nicht jetzt zum Thema Bücher, aber mein spontaner Gedanke war:

    könnte er vielleicht mit anderen Kindern aus der Klasse (wenn es sich einrichten lässt, vll mit besonders schnellen Kindern?)ein Gesellschaftsspiel spielen? Kartenspiele?

    Dadurch käme er auch ein bisschen mehr in Kontakt zu den Gleichaltrigen. Un dvielleicht gibt es ja auch Spiele, die deinen schächeren/stärkeren Schülern auch gut täten?

    Konfirmation war/ist halt nunmal auch der Start ins Erwachsenenleben und da ist es wohl noch Tradition, dass man den Start möglichst gut werden lassen will und einen Grundstock für den späteren Wohlstand setzen möchte.

    doch heute nicht mehr! Welcher 14 Jährige startet denn sein Erwachsenenleben? Das haben ja manche 30Jährige noch nicht mal geschafft :staun:

    Dass ein guter Start ins Erwachsenenleben von ganz anderen dingen abhängt als von der Höhe des Konfirmationsgeschenks, wissen wir doch hier sicher alle.
    Von daher finde ich diese traditionellen Begründungen doch recht unpassend, der gesellschaftliche Rahmen hat sich in den letzten 60 Jahren komplett geändert.

    Bolzbolds Beitrag mit der Nummer 13 kann ich gar nicht oft genug "liken" :top:

    @blabla: du hast ja völlig recht, aber wie du schon schreibst, haben auch Kinder Probleme mit genauem Hinschauen, die keine LRS diagnostiziert haben.
    Das genaue Hinschauen ist eine Trainingssache, und Wörter nur nach dem Prinzip zu lernen: hinschauen -- zuhalten --raten bringt niemandem etwas.

    Da müssen andere Übungsstrategien her, auf die du als Lehrer zwar hinweisen, auf die du aber im Unterricht normalerweise aufgrund der Zeitknappheit nicht groß eingehen kannst.

    ich komme aus einem anderen BL als du, aber in Deutsch handhaben wir es immer so, dass neue Rechtschreibregeln, die im Unterricht behandelt werden, (z.B. das vs dass), mit in die wertung einbezogen werden.
    Das gilt auch für E, F, Sp.

    In dem von dir beschriebenen Fall würde also ein chercher statt cherchez in die Wertung mit einfließen. damit haben auch Schüler Probleme, die keine LRS haben, sie müssen es lernen. es ist ein grammatikalischer Unterschied, keine orthographische Angelegenheit. Und genau als solche ist das auch von LRS-Kindern zu lernen. LRS hebelt ja die Grammatikregeln nicht aus

    Zumindest wird es bei uns so gehandhabt. Es wird auch in dem Beschluss der Klassenkonferenz zum Ausgleichsnachteil schriftlich festgehalten, die Eltern werden darüber informiert.

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