Beiträge von Friesin

    als Mutter von 4 Kindern frage ich mich, wozu sollte ein Schüler denn alle ABs aufbewahren? :ka:
    Den Inhalt sollten die Kinder ja kennen, wenn sie vernünftig gearbeitet haben. Falls Stoff nachgeholt werden muss, kann es natürlich hilfreich sein, wenn man auf die ABs zurückgreifen kann.

    Wenn ihr die Heftchen, die ja etwas Besonderes zu sein scheinen, in der Schule aufbewahrt und am Ende des Schuljahres austeilt, reicht das doch. Was dann wer damit macht, ist nicht mehr Sache der Lehrer.

    Ansonsten sammelt sich ja unendlich viel Zeug an, das auch nicht alles zur Erinnerung aufbewahrt werden kann. Ein Heft pro Fach und GS -Schuljahr pr Kind, mehr wurde dann unübersichtlich- Das bekommen sie später mal ausgehändigt, wenn sie mögen. Zusammen mit ihren Photoalben (ja, sowas Altmodisches gabs damals noch :pfeif: )

    ich kann ja nur für mein Fach sprechen, und das ist keine im Unterricht aktiv gesprochene Sprache, aber das, was dort als Beispiel einsehbar ist, steht in unserem Lehrbuch sowieso. Auch mit Zeichnungen.

    Ob der Lernwert beim Beispiel des schwarzen Schafs für die Grammatikregel wirklich höher ist??

    Da finde ich Zeichnungen als Zusammenfassung von Textinhalten wesentlich sinnvoller,
    oder aber für die Grammatik Raps oder Merkverse.

    "Es gibt sogar Kollegen, die mündliche Noten an Schüler vergeben wollen, die es in der betreffenden Klasse gar nicht gibt oder die ganz anders heissen und so weiter. Habe ich schon desöfteren erlebt."

    Das spricht nicht gegen das System, sondern gegen deine Kollegen.

    "Ich konzentriere mich im Unterricht darauf meinen Stoff bestmöglich zu vermitteln. Da kann ich mir unmöglich merken, wer sich genau wie oft gemeldet hat."

    Langsam frage ich mich, wie du deinen Unterricht gestaltest. Du musst doch wissen, ob sich Fritzi 10 mal die Stunde, Hansi jede Stunde einmal und Fränzle nie meldet.
    Führst du nie Buch?
    Du musst doch wissen, wer in Diskussionen gute, dürftige oder gar keine Beiträge beisteuert. Wer kluge Fragen stellt.
    Wer bei Partner- oder Gruppenarbeit gut mitarbeitet und wer sich zurücknimmt.
    Bei den Ruhigeren musst du natürlich stärker dafür sorgen, dass sie zeigen, was sie können.
    Gerade in Latein hast du doch ruckzuck heraus, wer gut mit (lateinischen) Texten umgehen kann. Wer nur still, aber fit ist. Indem du herumgehst, schaust, wie sie arbeiten, Tipps gibst, Fragen beantwortest.
    Und all die andere Leistungskontrollen, die ins Mündliche zählen außer dem reinen Sichmelden?

    In Reli müsste das m.M. nach ähnlich laufen wie in Geschichte.

    ich frage mich, wie du dann deinen Unterrichtsstoff vermittelst, wenn du keinerlei Eindruck von deinen Schülern gewinnen kannst?

    Ich stimme Meike zu. Auch bei uns gibt es nicht dieses "bei Lehrer X wird dieselbe Leistung mit 4 bewertet, die ein anderer mit 2 bewertet". Ebensowenig wie die berühmten Deutschaufsätze, die man nach dem persönlichen Geschmack des Lehrers schreiben muss, um eine gute Note zu bekommen.

    Es gibt für mündliche wie für schriftliche Leistungen Kriterien, die bekannt sein müssen.
    Und im Kollegium, bzw. in den Fachschaften spricht man sich ab, was wann wie verlangt wird. Das beginnt beim Stoffverteilungsplan und hört beim abgestimmten Methodentraining für jede Klassenstufe noch lange nicht auf.

    Lehrer X würde die mündliche Mitarbeit von Fritzchen mit 2 bewerten. Lehrer Y würde exakt dieselbe mündliche Mitarbeit höchstens mit 4 bewerten. Das ist doch so. Und welche Bewertung nun "richtig" ist, kann man objektiv gar nicht sagen.

    Wie ich schon sagte: mündliche Mitarbeit muss differenziert werden.
    "Die mündliche Miatrabeit" gibt es ja nicht, da fließt ganz viel zusammen. Wie ich oben schon schrieb.
    Und Quantität von Qualität zu unterscheiden, traue ich jedem Kollegen zu, der einigermaßen weiß, wie man einen Erwartungshorizont erstellt.
    Welche Gewichtung zwischen mündlichen und schriftlichen Leistungen herangezogen wird, legen die einzelnen Fachschaften fest. Da kann es auch kein "Bei Herrn XY zählte im letzten Jahr das Mündliche viel weniger" geben. (Ess ei denn, die Gewichtung ändert sich zwischen Mittel- und Oberstufe)
    Dass also die mündliche Mitarbeit ein solcher beliebiger Mythos ist, halte ich für ein (Schüler) Gerücht.

    Dein Engagement in allen Ehren, aber du kannst nicht die ganze welt beglücken. Damit meine ich: die Eltern haben eine Pflicht, in irgendeiner Form erreichbar zu sein.
    Letztendlich bist nicht DU allein für die Zukunft des Kindes verantwortlich. Das sind zum allergrößten Teil immer noch die Eltern!

    Wie gesagt, es gibt ja auch noch das Telephon und die Briefpost (die ja wohl nicht ewig streiken wird :pfeifen: ).

    Wenn du jedoch egal auf welchem Wege für die Eltern erreichbar sein willst, warum fragst du dann, ob du ihnen die Kommunikation per whats app anbieten sollst? Dann mach es einfach!

    Ein noch grösseres Prioblem besteht bei den Noten für die mündliche Beteiligung am Unterricht. Und da gebe ich auch ganz ehrlich zu, dass ich mich nicht in der Lage sehe bei einer Klasse mit 25 bis 30 Schülern jeden Schüler und seine Leistung wirklich täglich im Blick zu haben und das wirklich gut bewerten zu können.

    Ist wirklich nicht ganz einfach!
    Allerdings bin ich der Meinung, ich muss nicht jeden Schüler jeden Tag mündlich benoten. Schüler müssen auch mal einen schlechten Tag haben dürfen.
    Und zum Glück gehören zur mündlichen Mitarbeit auch noch Dinge wie Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Präsentationen, kleinere Dialoge in den modernen Fremdsprachen, kleinere Leistungsnachweise wie Vokabelabfragen usw.
    Dann kann man doch einen recht guten Gesamteindruck gewinnen. Ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit :D

    Wichtig finde ich, dass den Schülern die Kriterien von Anfang an klar sind, nach denen sie bewertet werden. Und dass das immer wieder neu thematisiert wird, denn auch das gerät sehr schnell in die Vergessensschublade ;)

    Nun bin ich auf die Möglichkeit der Feuerwehr gestoßen, die auch einige Freunde von mir wahrgenommen haben, denen kein Ref-Platz zugeteilt wurde.
    Allerdings habe ich keine Ahnung davon wie es bei so einer Stelle aussieht mit Bezügen vom Staat.
    Um überhaupt für so eine Stelle in Frage zu kommen, darf ich prinzipiell gar keinen anderen Job haben, weil ich immer verfügbar sein muss.
    Wie allerdings soll man finanziell die Freiräume zwischen solchen Feuerwehreinsätzen überbrückenLg ?(

    meine Güte, da dachte ich, es handle sich tatsächlich um einen Job bei der Feuerwehr :lol:

    du meinst wahrscheinlich, eine Stelle als mobile Reserve, bzw. als Lehrkraft. Hier in Bayern ist es so, dass du als Mobile Reserve einer Schule zeitlich begrenzt zugeteilt wirst und dann dort eingestezt wirst, wo es nötig ist. Handelt es sich um eine größere Schule, bist du dort fest. Zwischen den "Einsätzen" ist meist nicht viel Zeit, du hast mal die eine oder andere Freistunde, mehr aber auch nicht. Zumindest ist es das, was ich kenne.

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