Beiträge von Friesin

    ich war nur so erstaunt, weil ich es sehr mühsam finde, den Hintergrund mit Stiften farbig zu machen. Wenn man den zuerst als Grundierung aufs Bild gibt (evtl. auch wässriger, dann kommt der Unterschied zu den deckend aufgetragenen Farben gut raus!), kann man den Baum (deckend) draufsetzen.
    War nicht kritisierend gemeint ;)

    hallo Gonzales,
    als ich 2006 ins Ref. ging, war auch eine Kollegin, die aus religiösen Gründen nicht schwören wollte.
    Der Seminarleiter rief sofort beim KuMi an, um sich schlauzufragen, und die Kollegin bekam dann einen anderen Text zum Nachsprechen. Hat das Ganze ein bisschen hinausgezögert, war aber völlig unproblematisch ;)
    Bundesland war NDS

    ich unterstreiche Griffins Ausführungen voll und ganz.
    Zu deiner anderen Frage:
    klar kann es dauern, Verhaltensweisen zu ändern, aber wenn du nicht damit anfängst und das nicht konsequent durchziehst, was dann? Dann wird sich nicht nur nichts zum Besseren ändern, dann werden die Schüler ihre Unlust und ihr störendes Verhalten noch verstärken.

    Du brauchst halt einen langen Atem, aber den hast du ja bestimmt ;)

    Das große Problem an allem ist halt, dass immer nur hintenrum darüber geredet wird, denn keiner traut sich das Problem offen anzusprechen. Denn wie das so ist: Solange ich Chef in meinem Klassenzimmer bin, ist mir der Rest egal. <- Diese Ansicht teile ich nicht, aber sie wird leider gelebt.

    Und genau das unterstützt du mit deinem Verhalten.
    Gerade wenn die Schüler jedes Mal nach dem Unterricht der Kollegin so aufgedreht sind, ist es doch in deinem ureigenen Interesse, mit der Frau zu reden.
    Man sollte immer beide Seiten hören (und jaa, ich verkneife mir jetzt das berühmte lateinische Zitat :D )

    Doch nun ist das Kind ja schon irgendwie in den Brunnen gefallen. Was würde ich tun?
    Ich würde evtl. noch mal die Kollegioj ansprechen und sagen, wie es gelaufen ist: die Kinder haben Dinge erzählt, von denen du nicht weißt, ob du sie so glauben kannst und dass du die Kinder deshalb zum Klären des Sachverhalts an den SL verwiesen hast.
    Dass du denkst, das sei vll doch ein wenig voreilig gewesen und mal nachhaken wolltest, was draus geworden sei.
    Und dann könnetst du ihr z.B. eine Zusammenarbeit anbieten, damit künftig mehr Absprache herrscht und solchen Klagen der Boden entrissen wird.

    Wär das denkbar?

    Mir ist auch nicht ganz klar, warum die nicht mehr sooo weit entfernte Pensionierung ein Gespräch verhindern sollte.
    Auch den Schülern gegenüber kann man das doch schlecht vermitteln: "Das läuft jetzt halt so, wartet mal noch 3 Jährchen, dann geht Frau XY eh in Pension und gut ist"-- soll das so rüberkommen??
    Abgesehen davon, dass ich ein Nichtansprechen für unkollegial halte: was sollen denn die Schüler lernen? Dass man Probleme besser stillschweigend totschweigt und "durchhält", bis sie sich biologisch erledigt haben? Drei jahre sind eine lange Zeit für ein Schülerleben.

    Mir ist auch nicht ganz klar geworden,warum die ersten Schüler, die sich beschwert haben, in deine Gruppe übernommen hast. Es sind wissbegierige Schüler, schreibst du; nun entseht bei mir der Eindruck, du wolltest diese Schüler vor der unfähigen Kollegin schützen, indem du sie selbst (besser) unterrichtest. Hm. Ist das kollegial? Ging das überhaupt so einfach mal so?

    Zitat

    Insgesamt bin ich von meinem Studium enorm enttäuscht worden. Neun Semester Regelstudienzeit, und ich habe explizit nicht gelernt, wie man SuS Lesen, Schreiben oder Rechnen beibringt, nichtmal im Ansatz.

    Ich weiß nicht, wie das in anderen Schulformen ist, aber bei Lehramt auf Gymnasium ist das auch nicht geplant. Da absolvierst du ein fachwissenschaftliches Studium, und das hat mit Schule und Unterricht herzlich wenig zu tun. Daran ändern auch die Schulpraktika nicht viel. Im Ref erst lernst du wirklich dein Handwerk.

    Umso schwieriger stelle ich es mir vor, wenn man dann ohne Anleitungins kalte Wasser und vor die Schüler gerät. Würde ich für meine Kinder auch nicht wirklich toll finden :(

    Zitat

    Ich bin der Meinung, dass guter Unterricht sicherlich nicht vom fertigen Abschluss abhängt

    nicht unbedingt zwingend, aber im Ref lernt man doch viel Handwerkszeug, das nur den Allerwenigsten in die Wiege gelegt worden ist.

    Zitat

    wieviele haben denn den und machen eh nur Unterricht nach dem Lerbuch oder gar der Lehrerhandreichung?

    das halte ich doch für eine so nicht haltbare, allerdings weit vebreitete Mär unter denjenigen, die über einen mangelnden Abshcluss hinwegtäuschen wollen. Ich kenne in 3 Kollegien niemanden, der seinen Unterricht vorbereitet. Dann wäre wohl auch Burn Out unter Lehrern nicht so weit verbreitet.
    Ein Ref,mögen davon auch durchaus manche Bereiche umstritten sein, ist eine Ausbildung. Wie jede andere Ausbildung auch. Und nein, nicht jeder, der warmherzig Hand aufzulegen vermag und gut nähen kann, ist ohne abgeschlossene Ausbildung wirklich ein guter Arzt.
    Das Gerücht, dass Ungelernte oft die besseren Lehrer sind, und dass sie näher an den Schülern seien, halte ich in dieser Verallgemeinerung nicht für haltbar. Bitte mit Vorsicht genießen!

    ich finde es ungeheuer schwer, im Voraus allgemeine Tipps zu geben.
    Wenn konkrete Fragen kommen, kann man leichter antworten.Ob du dein Schreibmaterial vor Refbeginn oder immer bei anfallendem Bedarf kaufst, halte ich für absolut nebensächlich. Das handnahbt jeder, wie er mag, und da gibt es auch kaum eine Pro- und Kontraseite.

    Wichtig fände ich es, gut organisiert zu sein. In meinem Ref (Ende war 2008) wurde dir extreme Flexibiltät abverlangt. Das begann beim Stundenplan, der nicht 2 Wochen gleich war wegen interner Verschiebungen und hörte bei kurzfristigen Besprechungs- und Referatsterminen noch lange nicht auf. Wer gewohnt ist, alles auf den letzten Drücker zu erledigen, wird mit Sicherheit manche Nachtschicht einlegen müssen, und andererseits muss man oft genug irgendwelche Unterrichts- und sonstigen Planungen umwerfen.

    Mein Tipp: suche dir einen richtig schönen Ausgleich, Sport, Kunst, Kontakte, der dir einen schulfreien Raum zum Abspannen ernmöglicht! ;)

    Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist, wieso Kleinschreiben einen Geschwindigkeitsvorteil bringt. Diese Begründung ist mir völlig rätselhaft.

    Nele

    Du sparst dir die Großstelltaste zu drücken :D

    Und ich gebe Nele Recht: Kleinschreibung und fehlerhaftes Deutsch sind zweierlei Paar Schuhe. Ja, wenn jemand seine Beiträge so daherschleudert, ohne bzw. mit stark fehlerhafter Kommasetzung, und dann noch inkonzinn schreibt oder arg verkürzt, ja, dann frage ich mich in der Tat, warum ich dem antworten sollte. Er nahm sich nicht die Zeit, vernünftig zu schreiben, warum sollte ich sie mir dann nehmen zum Antworten? Gerne sieht man solche Rechtschreibfragmente in Erstlingsposts, gerne auch verbunden mit einer Art Forderung hier ans Forum.
    Das Argument :Ich bin hier in einem Forum, da achte ich nicht auf Rechtschreibung, empfinde ich als Armutszeugnis für einen Lehrer.

    P.S.

    Zitat

    Ich habe an mich selbst den Anspruch, meine Gedanke auf eine elegante, abwechslungsreich zu lesende Weise zu verfassen. Sprache ist für mich ein Spielzeug und rhetorische Stilmittel eben nicht nur ein abzufragender Schulstoff.


    Nele, ich hoffe, du siehst es mir nach: weder passte eine Alliteration in meinen Text -- noch bekam ich einen schicken Chiasmus hin-- mea culpa 8)

    mir gehts wie Jotto:
    Kleinschreibung gerne,
    keine Absätze und vor allem fehlende/ falsche Interpun ktion finde ich gruselig, weil es die Lesbarkeit erschwert.
    Und "dass/ das" erschwert oftmals auch kurz das Verständnis :(

    Wer sich über fehlende Großschreibung mokiert: ist euch auch schon aufgefallen, dass nominalisierte Verben (z.B."beim Lesen") oft durchgängig klein geschrieben werden? Eine neue Kann-Bestimmung??

    meine hatten auch immer mal Phasen, in denen sie schlecht ein- oder auch durchschlafen konnten *arrrrg*
    Ich bin eigentlich selten auf Trinkwünsche o.Ä. eingegangen, zur Toilette sind sie dann leise selbst gegangen (hatten jahrelang nur ein Kinderzimmer für mehrere Kinder).
    Als sie lesen konnten, besserte sich die abendliche Ruhe schlagartig, denn lesen durften sie immer bis ultimo. Irgendwann sind sie dann eingeschlafen, und ich habe mir immer gesagt, solange sie ruhig im Bett liegen und gemütlich lesen, werden ihnen schon irgendwann die Augen zufallen.Der Körper erholt sich dann schon. Noch heute sind sie rückblickend angetan davon, dass ihnen das erlaubt war.
    Lange Rede kurzer Sinn:
    es wird besser !!! :D

    Zitat

    Wem es egal ist, ob ein Schüler eine Aufgabe löst, weil er sie selbst schafft oder weil er sie einfach beim Nachbarn abschreibt, kann auch Plagiate zulassen.


    ...... der braucht sich über mangelnde Nachhaltigkeit (wie ich dieses Wort HASSE :sauer: ) nicht zu wundern.

    Es geht weder darum, Sicherheitsbeamte aufzustellen während einer Klassenarbeit noch darum, anschließend knartschig oder nachtragend zu sein. Sondern darum, auf das Einhalten der Spielregeln zu achten und die ehrlichen Schüler vor einem verzerrten Gesamtergebnis zu bewahren.
    Im Sport möchte ich auch nicht gegen den Dopingkönig verlieren :daumenrunter:

    ich hab da ein anderes menschenbild. ich brauch keine "gehorsamsprüfungen", meine schüler lernen freiwillig und nachhaltig. wieviel bleibt denn haften, wenn man für ne prüfung lernt mit oder ohne spickzettel? fast nix. bulimie-lernen nennen experten das. darüber sollte man sich eher mal gedanken machen...

    ja. Theoretisch schön und gut.
    Aber sie tun es eben nicht: freiwillig und nachhaltig lernen.

    In einer Überprüfung sehe ich auch keine "Gehorsamsprüfung", sondern schlichtweg eine Überprüfung des Gelernten. Des Trainierten. Aber so eine Diskussion führt mal wieder auf ein Nebengleis.

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