Beiträge von Friesin

    das entspricht 1:1 meinen Erfahrungen im Ref.
    Monatelang keine Note erfahren nach den UBs, sondern nur beschreibendes Feedback. Das klang oft in meinen Ohren positiver als es dann irgendwann als Note erschien. Keine Transparenz, um eine konkrete Aussage wurde nur herumgeeiert, egal wie sehr ich versucht habe, etwas genaueres zu erfahren.

    Dann kamen die Vornoten, und die sahen dann "normal" aus, aber nicht wirklich gut.

    Entweder ich habe mir die Beschreibungen schöngeredet, oder man vermied tatsächlich eine konkrete Aussage.Wahrscheinlich bedingte das eine das andere.

    Bei uns (extrem konservativer Schulleiter, selber täglich im Anzug unterwegs) wurde im Sommer explizit darauf hingewiesen, dass kurze Hosen und Röcke, offene Schuhe, andere Hemden als die klassischen etc. unterwünscht sind.

    man muss sich auch nicht alles geben lassen.

    Heißt:

    hinweisen kann er ja auf vieles.....:pfeif:

    Das nimmt doch wohl niemand von euch ernst, oder? *Übles befürchte*

    wer bei uns die volle Gymnasialfacultas hat, wird auch in beiden Stufen eingesetzt.
    In einer Zeit, in der Schulen immer mehr Quereinsteiger einstellen, wird jemand mit SekI und II sogar verstärkt in der Oberstufe eingesetzt, weil das die Quereinsteiger nicht dürfen (Zumindest nicht in den sogenannten LKs)

    Deine Wahrnehmung von Unterrichtsgestaltung ist tatsächlich arg eingeschränkt.

    Wenn du dennoch bei dem Sek I Wunsch bleibst, warum dann nicht gleich Lehramt für Sek I studieren`?

    Okay, du bist seit über zehn Jahren nicht mehr in Bayern, setzt die damaligen Maßstäbe aber nach wie vor für gegeben und wirfst den bayerischen Lehrkräften Überheblichkeit vor? Wie kommst du darauf?

    was mich noch heute zu dieser Meinung bringt: Das Auftreten unserer vielen im bayrischen Ref sozialisierten Kolleg*innen, die Berichte von bayrischen Eltern und über meinen ehemaligen Einsatzort.

    Es ist ein ganz anderes Verständnis von der Rolle eines Gymnasiallehrers. Sicherlich teilweise anekdotisch.

    Doch ich hatte durchaus mehr erwähnt, was im bayrischen Schuldienst sehr speziell ist ;)

    Das bayrische System ist schon skurril.

    Das beginnt bei den verschiedenen Einsatzorten im Ref und hört bei Begriffen wie "Unterschleif" noch lange nicht auf.
    Dazu nehme man eine ordentliche Prise Hierarchiedenken, viel Auswendiglernen und das ständig vorhandene Gefühl, "die" Schüler seien faul, respektlos und überhaupt ein Feind der Lehrerschaft --voilà. Nein: ecce!

    Im Übrigen finde ich es schon erstaunlich: Ich werde als Lehrer zweiter Klasse bezahlt, aber es wird für selbstverständlich gehalten, dass ich genau die gleichen Aufgaben erfüllen muss wie die Lehrer erster Klasse. Meines Erachtens muss der, der erheblich mehr verdient, auch mehr Aufgaben übernehmen. Freunde, die in der freien Wirtschaft arbeiten, können diese Ungleichbehandlung immer nicht fassen, wenn ich das erzähle... Nur um das klarzustellen, ich habe ein Einser-Examen, wurde nicht deswegen nicht verbeamtet...

    Find's immer toll, wenn viele Lehrer selbst so unsolidarisch sind, sorry...

    1. du prangerst Umstände an, für die die Forenuser nichts können.

    Hier wurde dir lediglich Antwort gegeben auf deine Fragen. Ganz ohne Wertung.

    2. Nichts war hier persönlich gemeint.

    3a. "In der freien Wirtschaft ist aber xy viiiel besser als an Schulen." Ja. Ist es bestimmt. Aber was soll der Vergleich?

    3b. Wieso kommt mir gerade der Spruch meines Vaters in den Sinn: "Dann geh doch nach drüben,(=DDR), wenn es dir hier nicht passt" ?

    Hat jemand Erfahrungen damit, direkt nach dem Referendariat das Bundesland zu wechseln?

    -Stellt eine Anrechnung des Referendariats in anderen Bundesländern ein Problem dar?

    -Macht man sich mit diesem Vorgehen bei Schulleitern/Vorgesetzten/Schulamt/etc. in dem Bundesland des Referendariats unbeliebt?

    ja, ich. Ist aber schon wieder 15 Jahre her. Ich wwollte von Norddeutschland nach BY

    Frage 1: ja, das tat es. Ich musste schriftlichndarlegen, wie mein Ref organsisiert und strukturiert war, welche Klasenzu unterrichten vorgeschrieben war, in welchen ich eingesetzt gewesen war mit eigenvenantwortlichem Unterricht, wie die Seminare abliefen.

    Hinzu kam, dass es meine Kombi damals in BY nicht gab.
    Bayern erteilt Bewerbern mit Ref aus anderen BL einen Malus. Damals zumindest.


    Ja, ich denke schon. Ist aber persönliche Erfahrung.Einer meiner Fachleiter äußerte sich sehr abwertend über eine ehemalige Referendarin, die nach BY habe wechseln wollen. Die habe man ja nicht ernst nehmen können. :) Aber wie gesagt, poersönlcihe Erfahrung.

    Haubsi, in genau derselben Situation war ich letztes Jahr auch.

    Ein Kurs wurde in der Schule unterrichtet, der andere bekam für zu Hause Aufgaben/Material, und das im wöchentlichen Wechsel.

    War sch..., ging aber personell nichts anders.

    Und ja, es waren doppelte Korrekturen, in jeder Hinsicht.

    Aber in diesem Jahr hatte ich sozusagen einen Bonus, d.h. ich wurde weit weniger vollgepackt. Ganz ehrlich: mir hätte im letzten Jahr eine höhere Vergütung nichts gebracht, wohl aber 28 statt 24 Std/Tag. Oder so :)

    Natürlich müssen in einer Fremdsprachen Vokabeln aufgegeben und -so spiegeln es mir Klassen immer wieder- auch abgefragt werden.
    Ich persönlich habe dafür ein bestimmtes System entwickelt, das für mich und meine Schüler gut passt.

    Da ich die Vokabeln immer in ganzen Sätzen abfrage, handelt es sich hierbei um ein schriftliches System, denn im Prinzip läuft es auf eine kleine Übersetzung hinaus.

    In Geschichte jedoch würde ich im Leben nie eine mündliche Abfrage zu Beginn einer Stunde machen. Wie soll differenziert werden, wenn mehr als AF I abgefragt wird?

    Wir hatten Kollegen (aus BY :teufel:), die solche Abfragen zu Beginn einer jeden Unterrichtsstunde durchführten. Die Schüler, die noch nicht dran waren, hatten Angst, dranzukommen und vor der ganzen Klasse zu versagen. Sie fühlten sich vorgeführt.
    Mehr als das, in den Stunden vor den Abfragestunden waren die Schüler dermaßen aufgeregt, dass sie dem aktuellen Unterricht kaum folgen konnten, schlimmer als vor einer KA.

    Und in großen Klassen kam eh jede(r) nur einmal dran. Dann konnte man sich bequem zurücklehnen.

    Ähnliches trat in BY auf, wenn ich zweimal in dichterer Folge jemanden mit Vokabeln abfragte; empörter Aufschrei: "Aber ich war schon dran!"

    Nein, so möchte ich nicht arbeiten.

    Antimons Ausdrucksweise würde ich nicht wirklich unterstützen, aber im Prinzip stimmt es schon:

    In der Oberstufe sitzen die Schüler freiwillig.

    Wenn ihnen in der Zeit alles wurschtegal ist, ist das ihr Problem. Genau daraus resultierende schlechte Noten. Sie sind für ihren Lernprozess selbst vernatwortlich.
    Natürlich unterstütze ich als Lehrer, biete verschiedene Möglichkeiten an.

    Aber irgendwo sind unsere Möglichkeiten auch begrenzt. Das gilt übrigens genauso für Pubertierende:

    wenn sie partout sich nicht anstrengen wollen, dann eben nicht.

    Letztendlich kann ich nichts in sie hineintrichtern.
    Und für einen gescheiten Schulabschluss muss man evt auch etwas tun.

    Das führt allerdings von der Frage weg,ob Notenangst zum Lernen beflügelt. Vordergründig vielleicht.

    An "meiner" Schule wurde lange dafür gekämpft, unangekündigte Tests abzuschaffen.
    Undenkbar für die Kollegen, die aus BY kamen. Das Argument war: Dann lernen die Schüler nicht mehr.

    Hat sich nicht bewahrheitet. Anekdotische Evidenz hin oder her

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