Beiträge von Friesin

    Da bin ich ja bei dir, aber das ist ein Extremfall. Ein solcher Schüler wird - insbesondere in Fächern, in denen die Diskussion im Plenum eine große Rolle spielen - wohl eher nicht "sehr gut" in der sonstigen Mitarbeit sein. Er wird aber auch nicht zwingend "mangelhaft" oder gar "ungenügend" sein, nur weil er nicht von sich aus aktiv mitwirkt. Daher ist es m.E. unabdingbar, die Beurteilung der sonstigen Mitarbeit auch auf die Mitarbeit in (schriftlichen) Übungsphasen, Gruppenarbeiten usw. zu stützen. Es ist auch in diesen Phasen recht gut beurteilbar, wie gut jemand mit den aktuellen Inhalten klar kommt, ob - womöglich auch komplexere - Übungen selbständig bearbeitet werden können oder ob Hilfestellungen nötig sind und ob diese i.d.R. weiterhelfen oder nicht.

    ja klar, das zählt alles mit zu den mündlichen Noten.

    Meist schätzen sich die Schüler übrigens selbst ganz gut ein, oft sogar schlechter als der Lehrer

    Spielraum für verschiedene Arten der mündlichen Mitarbeit ist auf jeden Fall vorhanden.

    Zitat

    Allerdings leben manche Fächer vom mündlichen Miteinander. In Geschichte gibt es kein "richtig" oder "falsch". Da werden Ideen entwickelt, Fragen gestellt, Vermutungen geäußert, Parallelen bzw. Bilder beschrieben, Kontraste herausgestellt, Texte (vor)gelesen, Rollenspiele gemacht uvm,

    So müsste jede/r genügend Möglichkeiten finden, sich zum Thema einzubringen. Wer nie etwas sagt, sich nie meldet, nur auf Aufrufen von seiten des Lehrers reagiert, trägt nicht viel zum Unterrichtsgeschehen bei. Warum sollte so ein/e Schüler/in genauso bewertet werden wie jemand, der sich einbringt und den Unterricht bereichert?

    Zitat

    Bei uns legt jede Fachkonferenz die Leistungskriterien fest. Eine gleiche Regelung in allen Fächern halte ich aufgrund der fachspezifischen Besonderheiten für nicht möglich.

    das finde ich sehr sinnvoll.

    Wir hatten das bislang auch in die Fachschaften gegeben.

    Nun möchte die SL jedoch vom Konzept der mündlichen Noten ganz abkommen. Vll hatte ich das nicht deutlich genug gemacht.

    Bei uns an der Schule kocht es gerade hoch:

    Die SL, Naturwissenschaftler, möchte, dass in allen Fächern einheitliche Kriterien zur Gewichtung von mündlicher Mitarbeit gelten.

    Tenor:

    Ich kann doch jemanden, der schüchtern ist, nicht schlecht benoten, wenn er/sie im Unterricht aufpasst, mitdenkt, aber sich nicht traut, sich zu melden. Warum gibt das auf diese Art von Mitarbeit in manchen Fäöchern keine 1 oder 2, sondern eine 3 oder gar eine 4?

    Als Geschichtslehrerin sehe ich das ein bisschen anders. Es gibt Fächer, die leben vom kommunikativen Miteinander. Mag sein, dass die mündliche Beteiligung in Mathe oder Physik nicht so entscheidend ist, aber in den Geisteswissenschaften geht es nicht voran, wenn jeder nur stumm seine Quelle schriftlich bearbeitet.

    Auch die modernen Fremdsprachen leben von der Kommunikation.

    Darf die dann nicht bewertet werden?

    Natürlich haben wir Kriterien für die mündliche Mitarbeit in den Geisteswissenschaften festgelegt, natürlich wird nicht nur die reine Mitarbeit, das reine Sich-Melden bewertet. Transparenz finde ich da ganz wichtig.

    Aber keine Gleichschaltung.

    Ich persönlich bin der Meinung, Schüler kommen ganz gut damit zurecht, dass in Fach A Klassenarbeiten gerschrieben werden, in Fach B nicht und in Fach C wird am Barren geturnt und das benotet.

    Wie handhabt ihr das?

    Zur Ergänzung: die Thüringer Schulordnung macht keine speziellen Vorgaben nach Fächergruppen-

    ich bin zwar nicht Susannea, aber ich würde tatsächlich sowas sagen wie:

    "Tut mir Leid, aber um die Zeit kann/mag ich am liebsten arbeiten. Ich erwarte natürlich nicht, dass du sie sofort liest und schon gar nicht, dass du mir sofort antwortest. Mach dir keinen Kopf"


    P.S: Bevor ich mir einen shitstorm einhandele:

    Ich arbeite NIE zu nachtschlafender Zeit. Ich lese dann auch weder mails noch V-Pläne noch sonst was. Nur noch in den Augen meines Liebsten:liebe:

    Und ich wundere mich oft tatsächlich, zu welchen Zeiten manche Kolleginnen arbeiten. Mein alter Chef schrieb auch seine mails nie vor 22 Uhr. So what, wurden eben erst am nächsten Werktag gelesen. Auch Schüleranfragen lese ich nie kurz nach ihrem abendlichen/Nächtlichen Erscheinen

    Das hast Du falsch verstanden. Ich lese sie später und habe dann das Gefühl, ich hätte eher reagieren müssen.

    DAS ist allerdings ist tatsächlich dein Gefühl, Sissymaus. Das liegt in deiner Verantwortung, nicht in der dessen, der dir geschrieben hat.

    Viele Lehrer sollten tatsächlich dahingehend an sich arbeiten, sich nicht in der Pflichzt zu sehen, immer und rund um die Uhr parat stehen zu müssen.

    Das ist ein Lernprozess, der nicht immer ganz einfach ist. Ich wage zu behaupten, bei Frauen aufgrund ihrer Sozialisation noch mal mehr.

    Viele von uns Lehrern/FRauen habe tatsächlich einen Sprachfehler: sie können das Wort "Nein" nicht aussprechen.

    Daran kann man arbeiten.

    Es lohnt sich.

    Übrigens auch im privaten Bereich :)

    Zur Wochenarbeitszeit möchte ich noch ergänzen, dass durch die Ferien ein Teil der unterm Jahr zu Hause angefallenen Überstunden tatsächlich eingeplant sind. Aber vll mag das niemand hören:flieh:

    Nun lachen wir als Lehrer darüber. Wer arbeitet denn nicht auch sonntags? Bei uns an der Schule ist es zumindest üblich, dass Kolleg_innen sich auch sonntags per Mail austauschen und auch die Schulleitung liest und beantwortet Mails am Sonntag. Dass man das Vorbereiten von Unterricht nicht überprüfen kann, ist ja klar, aber die Arbeitszeiten sind anhand der Mails ja durchaus nachvollziehbar.

    ich bin wirklich dafür, auf die Arbeitszeiten bei Lehrern zu achten, aber mails am Sonntag zu lesen ist doch wohl das allerkleinste "Problem". Lass es einfach

    dass ich aus meiner eigenen Erfahrung im gemischten Kollegium und begrenzten Erfahrung im Ref, nicht annehme, dass eine Lehrkraft, die das Ref absolviert hat, besseren Unterricht macht als eine, die gleich lange unterrichtet hat, aber das Ref nicht absolviert hat.

    und spätestens hier bin ich raus.

    Schon wieder jemand, der gescheitert ist (tut mir leid, deine vita wirkt auf mich so, daher die harten Worte) und nun meint, so begnadet zu sein für den Beruf, dass er die Ausbildung nicht nötig hat.


    So wirkt das auf mich nach vielen Jahren im Beruf. mit Ref, und immer noch dazulernend. Nicht nur hier :)

    ich liege unter/über der Altersgrenze, aber da ich als Kind Masern durchgemacht habe, aber das nirgends fetsgehalten war, habe ich letztes Jahr interessehalber den Titer bestimmen lassen.

    Wie der Stand bei den Schülern ist? K.A. Vor 2 Jahren mussten sie zu Schuljahresbeginn ihre Impfausweise vorlegen

    Die sind jetzt ALLE auf ihrer Seite, obwohl die Eine nächste Woche im Altenheim alte Menschen physiotherapiert. Das darf die gar nicht. muss unterschreiben, dass sie 14 Tage keinen Kontakt hatte. Die spinnt jetzt auch.

    wenn das aktuelle Thema sich aus Zeitgründen erledigt hat, könnte man mal dran gehen, die Dynamiken innerhalb dieser Frauenclique zu untersuchen. :gruebel:

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