Beiträge von Friesin

    Wirklich?

    Wenn ich wüsste, dass mein Vorgesetzte da schmunzelt, würde ich mich unter Druck fühlen.

    Aber mein aktueller Dienstvorgesetzter nimmt seine Fürsorgepflicht (zu) sehr ernst.

    wenn ich es wüsste, würde ich denken:

    da schau her, er/sie weiß schon, warum ich die Notiz geschaltet habe und findet das richtig

    Oder ich würde einfach gar nichts denken :lach:

    so unterschiedlich reagieren Menschen auf ein und dieselbe Ausgangssituation. Wichtig sich vor Augen zu halten im Gespräch z.B. mit Eltern

    Insbesondere verspüre ich kein Bedürfnis, mich für die Auswahl meines Verkehrsmittels zu rechtfertigen. Ich fahre mit dem Rad, weil’s Spaß macht. Die Energiebilanz nehme ich in Kauf. Aber ich spare Zeit, weil ich mit dem Weg zur Arbeit auch schon täglich etwas Bewegung bekomme. Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit meine Gesundheit ruiniere. Meine Zeitbilanz ist mir wichtiger und ich werde nicht aufs Auto umsteigen.

    :lach: tausche Fahrrad und Auto, dann hast du genau die Argumente derer, die das Auto nehmen müssen :lach:

    An unserer Schule müssen wir Urlaubskarten einreichen.

    Wenn ich Urlaub eingetragen habe, richte ich mir tatsächlich eine Abwesenheitsnotiz ein. Dann arbeite ich aber auch nicht-- keine Korrekturen, keine Planung- nix Schule.

    Zu allen anderen Ferienzeiten, wenn ich weiß, dass ich Korrekturen habe, reiche ich keinen Urlaub ein.So wusste ich, dass jetzt im April Klausuren anstehen, Vorabi und Kursarbeiten. Also bin ich auch erreichbar und lese und beantworte Mails.

    Liegen SekII Klausuren, die zentral geplant werden, vor irgendwelchen Ferien, für die ich Urlaub eingericht hatte, korrigiere ich dann nicht --Höchstens am WE, wenn ich sonst auch arbeite. Je nach Zeitplan korrigiere ich dann alles vor den Ferien weg oder setze mich nach meinem Urlaub dran.

    War anfangs ein bisschen ungewohnt, sich selbst zu disziplinieren, aber diese klaren Regeln brauche ich für mich einfach als Schutz vor Selbstausbeutung ;)

    ich staune immer, wenn ich im Netz die "Tipps" zum Energiesparen lese, z.B. zum Stromsparen.

    Das sind alles Dinge, die wir zu Hause "immer" schon so handhaben und die ich für selbstverständlich hielt.

    auf dem Schulweg erledige ich, die ich auf einem Dorf wohne,viele private Dinge gleich mit: Einkäufe im Supermarkt/ in der Drogerie/ Klamotten, Schreibzeug/ Pakete wegbringen (große Familie, meist außerhalb). Immerhin. Das werden wohl die meisten Pendler so handhaben. Manchmal geht es eben nicht ohne Auto, und nein, mein Leben dreht sich ganz bestimmt NICHT ums Auto (solange es fährt :D)

    Wozu zählen denn Rechtschreibfehler? Zur sprachlichen Richtigkeit? Zur äußeren Form?

    Meines Erachtens weder noch.

    Es sei denn, Wörter sind dermaßen verdreht geschrieben, dass sie unverständlich werden.

    Sprachliche Richtigkeit bedeutet für mich Satzbau, Ausdruck, Aktiv/Passiv, korrekt gesetzte Konjunktionen ("obwohl " statt "trotz dessen"), deindeuitge Beziehungen (wer ist mit "sie" gemeint), innerer Aufbau von längeren Sätzen, Interpunktion.

    Äußere Form:

    wurden Absätze gemacht?

    ist der Text lesbar:

    a. Wurde viel durchgestrichen und wieder darüber geschrieben, so dass sich ein Wortknäuel ergibt?

    b. kann man die Schrift entziffern?

    c. Rechtschreibung: s.o.

    :lach:

    Ihr seht, ich korrigiere gerade Geschichteklausuren

    Zitat

    Die Noten trage ich in das Notenmanagement ein, die Lernenden können die Noten dort online einsehen - das reduziert die Aufregung bei der Rückgabe ganz erheblich

    wir wurden gebeten, die Noten dort erst einzutragen, wenn wir sie mit den Schülern besprochen haben, besonders bei jüngeren Klassen.

    Beiden Argumenten kann ich etwas abgewinnen.

    Klassenarbeitsblätter (in BY: die "Angaben" :D ) verteile ich immer in so, dass man von außen nichts einsehen kann, d.h. in linierte Blätte eingelegt. Die Schüler lassen sie dann so liegen, bis ich das Startsignal gebe.Klappt in 99,5 % der Fälle.

    Im Übrigen kommen bei mir, wenn, dann Beschweren über mündliche Noten. Bei KA höchstens von Eltern aus Klasse 5 in die Richtung:" Mein Kind hat aber das gemeint, was gefordert war, auch wenn es das nicht hingeschrieben hat."

    Okayyyy...

    Ich finde es ebenfalls sehr umsichtig von deiner SL, dich da ein wenig rauszunehmen.

    Als Lehrer geht man immer einen schmalen Grat zwischen Engagement und Selbstausbeutung, und offenbar sieht die SL dich zu Letzterem tendieren.

    Ich finde es toll, was du alles in Bewegung gebracht hast, aber --auch wenn es hart klingt -- niemand ist unersetzlich.
    Und wenn du an der Schule bleibst, wirst du "deine" Kids doch trotzdem weiter sehen und vll als Fachlehrer auch begleiten.

    umgekehrt gefragt:

    warum solltest du die Rechtschreibleistung aus solch einem Beispiel denn bewerten?

    Der Schüler schrieb einen ganzen Satz, statt dir nur die 9 Euro oder gar nur die 9 vorzusetzen.

    Man kann, wie schon jemand schrieb, die Worte erkennen.

    Er sollte rechnen, er hat richtig gerechnet.

    Dass sich jemand um die RS Probleme kümmern sollte, steht auf einem ganz anderen Blatt ;)

    Leider nennst du deine Fächer und den Jahrgang der Schüler nicht.

    Aus meiner Sicht als Sprachen- und Gesellschaftswissenschaftenkollegin kann ich dir bei freieren Aufgabenteilen nur raten, einen sehr ausführlichen Erwartungshorizont anzufertigen plus die genaue Bepunktung jeder einzelnen möglichen Antwort. Das erleichtert die Korrektur und erstickt solche Diskussionen wie bei Plattyplus zum größten Teil

    Soll dann irgendjemand auf Verdacht in irgendetwas angelernt werden? Merkste selbst oder

    wenn ich als Vertretungslehrkraft irgendwo eingestellt werde, erwarte ich nicht, dass ich angelernt werden muss. Ich bewerbe mich doch nicht als Vertretungslehrer und sage dann "nun zeigt mir mal, wie ich unterrichten soll". Entweder ich bin bereit, mich in die Materie hineinzufuchsen oder ich lasse die Finger davon, wenn ich mir das (oft durchaus zu Recht) nicht zutraue.

    Ich kann indidis Irritation schon verstehen

    Aber alle, die eine andere politische Meinung vertreten (und nein - ich meine nicht "AfD" oder Ähnliches), anzufeinden - das kann es doch nicht sein.

    soweit ich es verstanden habe, hat niemand davon gesprochen, politisch Andersmeinende anzufeinden. Maskentragen sollte im Übrigen keine politische, sondern eine medizinische, eine infektiologische oder eine soziale, kurz eine vernünftige Angelegenheit sein.

    Mir z.B. ist wurscht, warum jemand in meiner Nähe keine Maske trägt. Ich unterscheide da nicht sensibel zwischen "der hat Wehwehchen, wenn er sie trägt", "der steht auf Seiten der Partei XY" oder auch "Er hat keine Lust mehr auf Maske". Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man, nur weil es politisch erlaubt, ist, auf Vernunft pfeift.

    Es ist ja auch erlaubt, ohne Verhütung Sex zu haben. Aber ganz ehrlich: (je nach Zusammenhang):will ich das? Neee. Ist das vernünftig? Eben. Mach ich das ? ...neee. Eben.

    P.S. in meinen Klassen heute trugen ca. 70% die Maske. Vll lag es an den bevorstehenden Osterferien? Ich habe nicht gefragt.

    In der Klasse, in der die meisten Schüler eine Maske trugen, habe ich wieder eine Maskenpause gemacht mit den einführenden Worten: "Viele von euch tragen eine Maske, was ich persönlich übrigens sehr begrüße. Daher machen wir jetzt eine kurze Maskenpause".

    So viel eigene Meinung muss schon sein dürfen ;)

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