Beiträge von Friesin

    Ich liebe mein Fach Latein sehr. Ich liebe überhaupt Sprachen.

    Und wenn gegen Ende der Ferien mir jemand berichtet, er habe festgestellt, dass... und ich mich ertappe, den Satz automatisch ins Lateinische übersetzt zu haben...nun, dann nehme ich das als Zeichen dafür, dass Schule wieder anfangen darf ;)

    Offenbar merken meine Schüler, dass ich dieses Fach sehr verinnerlicht habe. So nannten Abiturienten mich sogar "Muttersprachlerin":lach:

    Aber: das geht mir mit anderen Sprachen auch. Und: ich brenne nicht dafür. Ich kann auch gut ohne.

    Ich habe Hobbies und andere Interessen. Ich lebe nicht (nur) für die Schule, ich kann auch gut ohne. Ich langweile mich nie.

    Den Schülern einen guten Eindruck von meinem Fach zu vermitteln, ist mir wichtig. Und in vielen Fällen scheint mir das zu gelingen. Was will man mehr:klatsch:

    Klari, von außen mögen alle Berufe romantisch, abenteuerlich, glamurös, spannend wasauchimmer aussehen.

    Von nahem betrachtet haben ALLE, aber wirklich ALLE, etwas Negatives, Langweiliges, Routiniertes, Unspektakuläres.

    Und weißt du was? Das ist auch gut so! Weil nichts und niemand 100%ig sein kann.

    Mach jetzt das, was für dich JETZT Passend ist, wooit du dir auch die nächsten 10-20 Jahre vorstellen kannst klarzukommen.

    Auch ein Beruf ist keine unwiderrufliche Entscheidung, und denke nicht von vornherein, man könnte "immer noch was Besseres verpassen".

    Fragen stellen, ist völlig in Ordnung. Nur wird es nicht die berühmte Eilerlegendewollmilchsau geben.

    Erfahrungen kann nur jeder selbst machen. Was für mich super ist (mein Beruf), wäre für Andere der Horror. Und umgekehrt. So what.

    Mach es dir nicht ZU schwer :liebe:

    Mir geht es darum, dass ich bis dahin noch kaum Geld verdient habe und auch keine Familienplanung ect.

    Die Entscheidung kann dir eh niemand abnehmen.

    So, wie es für dich passt, so entscheidest du.

    Wie andere das finden, betrifft ja dich nicht.

    Immerhin gibt es unter Lehrern unendlich viele Wege, die zum Lehramt geführt haben. Jeder ist für sich und für die Person in der Situation richtig.

    Go your own way!

    Als ich von NDS nach Bayern kam (2008), gab es die Vorgabe, dass man, aus einem anderen BL kommend, in Bayern ab einer bestimmten Examensnote keine Planstelle mehr bekam; ich meine, die habe bei 3,5 gelegen.

    Das dürfte sich mittlerweile erledigt haben, weil die Stellenlage in BY am Gym extrem dünn ist und auch bessere Absolventen Probleme haben, eine Planstelle zu ergattern.

    Ich musste bei meiner Bewerbung übrigens genau notieren, wie das Ref in NDS ablief, wieviele Monate es umfasste, wieviele Unterrichtsbesuche wir hatten, welche Themen im Hauptseminar behandelt worden waren u.Ä.m.

    Ich fand es sehr merkwürdig, weil für mich damit der Begriff "Staatsexamen" irgendwie an fragwürdig geworden war.

    Vll hat sich diese Abschottung mittlerweile geändert?

    Das Totenfest in Mexiko.

    Überhaupt Land und Leute: wo wird alles spanisch gesprochen? Eine virtuelle Rundreise in diese Länder organisieren.

    Um welche Altersgruppe handelt es sich denn?

    Bei uns ist Spanisch immer DER Selbstläufer. Die machen eher Gegenwerbung, damit die Fremdsprachengruppen nicht zu groß werden

    Ich vermisse sie schon sehr ?( . Kennt ihr das auch?

    Nö.

    Ich habe auch schon Klassen gehabt, in die ich extrem gerne gegangen bin und die ich bis zum Abschluss unterrichtet habe.

    Aber damit war dann deren Weg bei uns an der Schule beendet, und sie haben Neues begonnen.
    Ich als Lehrerin wiederum habe wieder neue Klassen bekommen, neue Herausforderungen, neue Aufgaben.

    Alles hat seine Zeit, das gilt für Schulklassen wie für vieles Andere.

    Was nicht heißt, dass es mich nicht sehr interessieren würde, was jede/r Einzelne jetzt so macht.

    Aber vermissen? Nein. Das ist mir viel zu persönlich und auf der Stelle tretend ;)

    wichtig bei Grundschullehrern, über "ich kann gut mit jüngeren Kindern" hinaus, wäre zu wissen:

    du bist Mama/Papa plus Lehrer in einem. Das heißt, die Kinder hängen an dir und erwarten auch emotionale Nähe. Du musst nicht nur einen Morgenkreis duchrführen, sondern auch trösten, wenn der Hamster gestorben ist, Knie verpflastern, je nach Klientel es aushalten, dass Kinder vernachlässigt in die Schule kommen, ganz viel Erziehungsarbeit leisten, im Unterricht differenzieren und differenzieren, bei allem nichts zu nah an dich herankommen lassen und last not least:

    mit den Eltern zurecht kommen. Die können, wiederum je nach Klientel, zwischen fordernd, helikoptermäßig, besserwisserisch, gewaltsam, desinteressiert sein.

    "gut zurechtkommen" ist also viel zu wenig. ;)

    Ich bin als Nordlicht nach Bayern und dann nach Thüringen gekommen.

    In allen Schulen wurde ich mit offenen Armen aufgenommen.

    Ich sage auch: schau es dir an! Live kann man immer viel mehr erkennen als wenn noch so viele User hier schreiben.

    P.S: Muss es unbedingt eine Beamtenstelle sein?

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