Beiträge von Friesin

    Die "Schulaufgabe" zählen in Bayern deutlich mehr als in anderen Bundesländern. Wer da einen schlechten Tag erwischt, kann das nur mit Mühe wieder ausgleichen.

    In vielen kleineren Fächern werden in der Sek I keine Klassenarbeiten/Schulaufgaben geschrieben. Aber es gibt -- in allen Fächern -- Abfragen. Abfragen in meinem Fach Geschichte z.B kannte ich gar nicht, bevor ich nach Bayern kam. Ich finde das System immer noch befremdlich: es dürfen nur punktuell Noten erhoben werden. Das kannte ich vorher und nachher nicht.

    Persönlicher Eindruck:

    Den Dünkel von Gymnasiallehrern gegenüber ihren Schülern kenne ich aus zwei bayerischen Schulen. Nicht von allen Kollegen. Aber insgesamt waren sehr viele Kollegen der Meinung, Schüler wollen sich nur durchmogeln und ersinnen lauter fiese kleine Mogeleien. Dem galt es entgegenzutreten. Die Kollegen arbeiteten nicht mit den Schülern, sondern bestenfalls neben ihnen her.

    Erstaunlicherweise fand ich in der Sek I den Anspruch der bayerischen Aufgaben eher simpel: viel Auswendiglernen, wenig AF III.

    Vll waren meine Beobachtungen anekdotisch, vll aber auch symptomatisch.

    Hatte ich als Schülerin mal zwischenzeitlich (denn zeitweise hatten wir hier in BW am rollierenden System teilgenommen gehabt) und konnte mich nie daran gewöhnen (insbesondere die großen Sprünge von ganz vorne nach ganz hinten habe ich als enorm belastend empfunden)

    als Schülerin war mir das völlig rille. War eben so. Meine Kinder kannten es auch nciht anders. Wie gesagt: Gewöhnungssache

    Es wird für jede Ferienregelung Pros und Contras geben. Dass zwei BL sich aus dem rotierenden System rausnehmen und einen Sonderweg gehen, das finde ich eher ärgerlich.

    Ich finde es wichtig, das zu tragen, was einem gefällt und nicht immer zu denken: Huch nee, meine Oberarme winken, also keine kurzen Ärmel mehr.

    Ist natürlich manchmal schwer voneinander zu trennen, oft gefällt einem ja ein Kleidungsstück nicht, weil man meint, man sehe nicht gut drin aus, die Leute könnten gaffen (nee, tun sie meistens gar nicht), oder irgendwas Negatives denken.

    Aber vll bin ich ja auch extrem wurschtig drauf. Ich habe mich schon im Aldi ausgezogen, um eine Hose anzuprobieren-- zum Entsetzen meiner Töchter :lach:

    Außerdem hätte man nicht sein Leben lang bei demselben Knallkopf bleiben müssen.

    Man geht bei den Szteinzeitmenschen nicht von einer Mutter-Vater-Kind Familie aus, sondern von einem Zusammenleben in Horden. Der Zusammenhang zwoschen Sex, Zeugnung und Geburt war vielen Menschen damals vermutlich nicht unbedingt bewusst.

    Historische Quellen sind schwer zu deuten, desahlb sollte man sich hüten, von heute auf damals zu schließen

    Es findet kaum ein Versuch objektiven Sehens der Schülerinnen statt (unterschiedliche Bewertung bei gleicher Leistung).

    Einzelne SchülerInnen der Klasse haben einen Stempel, den sie nicht wegbekommen.

    So Dinge wie "Kind A kommt oft dran, Kind B nicht", "Jungs werden bevorzugt"... ich denke, ihr wisst, was ich meine.

    woher weißt du das denn?

    Ich finde solche Dinge immer sehr schwer anzusprechen, weil man im Prinzip über etwas redet, das man als Eltern ja höchstens von den Kindern erzählt bekommt.

    Da würde ich dich erst mal mit der Elternvetretung versuchen in Kontakt zu treten, nachfragen, ob sie/er es auch so gehört habe.

    Auf dieses Thema würde ich mich nicht einlassen, auch nicht, wenn ich keine Lehrerin wäre.

    bei uns (Inzidenz 12 heute) ist die Maskenpflicht im Klassenzimmer ausgesetzt, und ich trage sie trotzdem meistens. Ich mag es einfach nicht, ungeschützt jemandem nahe zu kommen.

    So erkläre ich es auch ganz freundlich meinen Schülern, und gut ist.

    Dh du würdest nicht erledigte HA oder Plagiate einfach so stehen lassen, weil es ja ihr Problem ist? Das würde ich evtl. in der Oberstufe machen, sicher in der Uni, aber nicht in der 8.

    natürlich würde ich den Plagiat thematisieren. Ein Plagiat wäre für mich eine nicht erledigte HA. Nicht erledigte HA werden notiert und bei mehrfach vergessenen HA setzt das an unserer Schule übliche Prozedere ein (Nachricht an die Eltern, 6 für nicht geleistete Mitarbeit je nach Anzahl der vergessenen HA)

    Aber nie, nie nie würde ich die HA erneut anfertigen lassen. Neue HA zum Üben, wenn in der Klasse noch Übungsbedarf wäre: klar. Kein Ding.

    Aber Bummelanten und Abschreibern dieselbe hA noch einmal aufgeben, weil sie sie ja nicht gemacht haben? Dann wäre in manchen Klassen kein Weiterkommen.

    Warum die neue Aufgabe? Weil Plagiat weiß Gott kein Kavaliersdelikt ist und es eben nicht nur „nicht erledigt“ ist. Wenn sie es jetzt nicht lernen, wann dann?

    Sioe hatten ja die Gelegenheit eine review anzufertigen. Wenn sie das jedoch nicht gelernt haben, weil sie den vermeintlich leichteren Weg gegangen sind, dann ist doch nicht dein Problem. Du hast deinen Schulabschluss gemacht.SIE können es dann nicht, wenn diese Kompetenz benötigt oder abgefragt wird.

    Was lernen sie denn aus dem ihrem bieherigen Verhalten?

    Leistungsnachweise einzufordern, die einen "noch ausreichenden Glauben" bescheinigen.

    es geht bei einer Relinote nicht um die Beurteiung der Glaubensintensität

    Und dass alle, die dir bei der Argumentation nicht ganz folgen können -oder wollen-, als "Nachkommastellenverfechter" abgekanzelt werden, empfinde ich als degradierend. Das geben die Texte der Aussagen keinesfalls her.

    Aber vll ist das gar nicht degradierend gemeint, sondern ein Zeichen für eine argumentative Schwäche. Meine Schüler argumentieren oft so ("Nur wegen Fach XY bleibe ich sitzen" "Wozu brauche ich Deutsch/Mathe/Englisch in meinem späteren Beruf?" "Der Bio/Chemie/Mathe-Lehrer mag mich nicht"). Hmm.:gruebel:

Werbung