Die "Schulaufgabe" zählen in Bayern deutlich mehr als in anderen Bundesländern. Wer da einen schlechten Tag erwischt, kann das nur mit Mühe wieder ausgleichen.
In vielen kleineren Fächern werden in der Sek I keine Klassenarbeiten/Schulaufgaben geschrieben. Aber es gibt -- in allen Fächern -- Abfragen. Abfragen in meinem Fach Geschichte z.B kannte ich gar nicht, bevor ich nach Bayern kam. Ich finde das System immer noch befremdlich: es dürfen nur punktuell Noten erhoben werden. Das kannte ich vorher und nachher nicht.
Persönlicher Eindruck:
Den Dünkel von Gymnasiallehrern gegenüber ihren Schülern kenne ich aus zwei bayerischen Schulen. Nicht von allen Kollegen. Aber insgesamt waren sehr viele Kollegen der Meinung, Schüler wollen sich nur durchmogeln und ersinnen lauter fiese kleine Mogeleien. Dem galt es entgegenzutreten. Die Kollegen arbeiteten nicht mit den Schülern, sondern bestenfalls neben ihnen her.
Erstaunlicherweise fand ich in der Sek I den Anspruch der bayerischen Aufgaben eher simpel: viel Auswendiglernen, wenig AF III.
Vll waren meine Beobachtungen anekdotisch, vll aber auch symptomatisch.