Beiträge von Friesin

    Es werden nicht mehr Leute Lehramt auf Info und Mathe studieren nur weil im KM oder der Uni jemand wütend auf den Boden stampft und der Meinung ist Lehrkräfte sollen sich damit befasst haben. Ich halte es für 10 mal sinnvoller, wenn man das Niveau in den Staatsexamensstudiengängen auf das erforderliche Niveau absenkt bevor man den Unterricht ausfallen muss oder Leute immer wieder befristet als Aushilfen einstellt, die überhaupt keine pädagogisch-didaktische Zusatzqualifikation vorweisen können.

    Im KuMi sehe ich vor meinem geistigen Auge grade niemanden mit den Füßen aufstampfen, wohl aber hier im Forum:pfeif:

    Zu deinem zweiten Satz kann ich nur sagen: zum Glück ist es nur deine Meinung.

    Aus der Praxis kommend sage ich: besser Unterricht ausfallen zu lassen als an fachlichen Anforderungen zu schrauben. Oder aber: besser gar nichts als Falsches zu lernen.

    Mut zur Lücke.

    Ich persönlich habe keine Lust (mehr), fachliche und pädogogische Fehler von Kollegen auszumerzen, die ohne Qualifikation an die Schule kamen. Oder nur Oberstufe zu unterrichten, weil die Quereinsteiger ohne facultas das nicht dürfen. Oder oder oder

    Erschwerend kommt hinzu, dass meine Frau OStRin ist. Wenn ich ihre Bezügemitteilung neben meine Lohnabrechnung lege kommen mir die Tränen.

    deine Frau hat aber auch die Ausbildung absolviert, die zu dem Beruf gehört.

    Wenn ich meine Bezügemitteilung mit der meines Mannes in der Industrie (nicht akademisch) vergleiche, kommen mir auch die Tränen. D.h. sie könnten mir kommen, aber das ist ja eine der dämlichsten Haltungen, die ich kenne: sie bringt mich nämlich nciht weiter, wenn ich daraus keine Konsequenzen ziehe.

    Nämlich für die Tatsache, dass andere Menschen potentiell gefährlich sind. Ich habe Sorge, dass sich dieses Menschenbild manifestiert und diese Gefahr sehe ich inzwischen -gerade bei jüngeren Kindern.

    Dieses Unbeschwerte, zusammen rumtollen, aus einer Flasche trinken und vom Brot des anderen abbeißen... fehlt alles.

    Doch, ich bin mittlerweile überzeugt, dass das was mit (kleinen) Kindern macht und ich hoffe sehr, dass unsere Kinder doch ein positives Menschenbild entwickeln und bei Umarmungen und Nähe keine negativen Gedanken/Gefühle aufkommen.

    Natürlich sind andere Menchen potenziell gefährlich. Welches Kind wüsste das besser als diejenigen, die unter Misshandlungen oder Missbrauch leiden? Oder als eine Frau, die unter ihrem Mann leidet. Oder oder oder.....

    Als meine Kinder klein waren, gab es in unserer Stadt mehrere Fälle von Exhibitionismus und auch einen Fall von Kindesentführung. Schon damals mussten die Kinder lernen, dass nicht alle Menschen gut sind, manche sogar gefährlich werden können.

    Aber damit war ihr Menschenbild nicht zwingend negativ besetzt.

    Nun ist halt ein Punkt hinzugekommen:

    es gibt Krankheiten, die ansteckend und damit gefährlich sind. Kannten wir hier ja kaum noch. Zum Glück.

    Und: der Mensch ist nicht allmächtig. Auch nicht der heutige.

    Mir scheint, das sind Dinge, mit denen Erwachsene mehr hadern als Kinder.

    Wie bei so vielen Dingen in der Erziehung kommt es m.M nach auch in der o.g. Besorgnis darauf an, was den Kindern vermittelt wird und was sie erleben dürfen. Geborgenheit und Angenommensein hängt nicht am Corona-Virus, nicht an Masken und nicht an Distanzunterricht.

    Ich höre oft, dass es Leuten mental nicht gutgeht durch die Pandemie.

    Ich selbst würde furchtbar gerne endlich unsere beiden Familienzuwachse sehen, aber offenbar bin ich die Einzige weit und breit, die kein mentales Problem hat. Ich gehe davon aus, dass es irgendwie wieder weitergehen wird. Ich sehe auch nicht schwarz, dass es Menschen vertsört, wenn sie -eine Zeitlang- auf Abstand gehen müssen zu anderen. Ich kuschel eh nicht soo häufig mit Freunden, und mit meinem Mann darf ich ja :)

    Meine Schüler sind genervt, ja. Aber mehr weil sie sich nicht sehen dürfen. Schulisch war auch vor Corona in der Zeit vor und nach Ostern immer Hauptkampfzeit, und die Osterferien waren gefühlt "verdienter" als z.B. die Herbstferien: die Spanne seit den letzten ferien ist recht groß, es werden vor Ostern viele KA geschrieben, Referate angesetzt usw.

    Im Großen und Ganzen bin ich aber zuversichtlich, dass, wenn es coronamäßig tatsächlich durch flächendeckende Impfungen entspannter wird, die meisten Leute dort weitermachen, wo sie vor Corona gestanden hatten.

    Was mir wirklich Sorgen macht, sind die politischen Entwicklungen am rechten Rand.:schreck::schreck:

    auch bei uns gibt es zwischen zwei Stunden nicht immer eine 5-Minuten Pause, aber irgendwie ist das kein Problem.

    Klar fallen dann manchmal ein paar Minuten der Stunde weg, aber hey, das passiert auch sonst (ich werde aufgehalten von anderen Schülern, Kollegen, Streitfällen...)

    Such is life und gehört zum Schulleben dazu, besonders wenn es die schulische Zeitplanung so vorsieht. Geht ja allen Beteiligten so.

    Kann man sich drüber aufregen.

    Muss man aber nicht

    eine Wiedeholung in Deutsch (Rechtschreibung, Grammatik) schadet nie.

    Das Gleiche gilt für deine anderen Fächer.

    Wenn aber alles nicht geht, geht eben nichts. Punkt.

    Solche ungünstigen Voraussetzungen korrekt einzuschätzen und sich selbst dabei nicht von seinen eigenen Ansprüchen kaputt machen zu lassen, gehört zu den Kompetenzen, die du gerade als Lehrer dringend brauchen wirst: Auch "nach Corona".

    Frühstücken.

    Wenn dir der Fachlehrer keine Aufgaben geben kann/konnte und du Physik nicht unterichtest, wie willst du da die Quadratur des Kreises schaffen?

    Ich könnte überhaupt ganz und gar kein Physik unterrichten, vermutlich noch nicht mal mit Aufgaben des Fachlehrers, die ich nur verteilen und von der Aufgabenstwllung her zu erklären versuchen würde.

    Du bist übrigens als Vertretungslehrkraft nicht für die Prüfungsvorbereitung der Klasse zuständig-

    Also lehne dich zurück und pass auf, dass die Abstände eingehalten und die FFP2 Masken getragen werden ;)

    es gibt betimmte Dinge, die ich mal wieder gerne täte,

    allen voran, meine Kinder und deren frischen Nachwuchs mal wieder live zu sehen.

    Und ehrlich gesagt rechne ich nicht damit, dass das in absehbarer Zeit ohne Maske gehen könnte, aber das würde mich nicht stören. Hauptsache, man sieht sich.

    Alles andere, Urlaub am Meer, Schwimmbad--- vielleicht 2022? Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dieses Jahr im Sommer wieder wie 2019 leben, aber okay, damit komme ich zurecht.

    Was ich gerne erleben würde, sehr gerne: anderen Leuten ohne Skepsis begegnen zu können, ohne innerlich gleich abzuschätzen: habe ich hier einen Maskenablehner vor mir, einen Coronaleugner, einen afd-nahen Querdenker gar?

    Das ist wirklich das Einzige, was mich an dieser Pandemie für mein persönliches Wohlbefinden stört.

    In Klasse 6 und 8 wird bei uns im Sexualkundeunterricht auch teilweise nach Geschlechtern getrennt, weil viele Schüler bei persönlicheren Themen (Periode, Samenerguss, andere geschlechtsspezifische Fragen) in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe deutlich gehemmter sind. Sind Erfahrungswerte bei uns, und die Vorgehensweise hat sich bewährt.

    meine Erfahrungen beziehen sich auf Vokabeltests.

    Die lasse ich z.Zt. digital schreiben. Ich konzipiere sie so, dass es nichts hilft, nur die Bedeutung eines Wortes im Buch neben sich nachzuschagen. Die Schüler müssen schon denken (Zeiten beachten, Aktiv/Passiv, Singular-Plural usw)

    Ich teile meinen Bildschirm für eine festgesetzte Zeit, danach wird "abgegeben", ambesetn per Mail, weil die nie hakt.

    Klappt wunderbar,besonders ungewöhnliche Leistungsbilder haben sich nicht ergeben. Alles sehr ähnlich wie analog.

    So könnte man das in Mathe doch bestimmt auch planen, oder?

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