Beiträge von Friesin

    In Bayern (Wohnort) bin ich (Asthmatikerin) seit Mitte Januar angemeldet. Noch keine Antwort.

    In Thüringen arbeite ich. Ist z.Zt. Hotspot.
    Impftermin nächste Woche

    Und was überlege ich doofe Nuss, als mir der Zweittermin genannt wird:ömmm... passt das mit dem Abitur? Aber nur ganz kurz :lach:

    Wurden die Begriffe "Stillarbeit" und "Einzelarbeit" vorher explizit mit den SuS besprochen? Also schon in Hinblick auf das Thema der Arbeit und dahingehend, dass das ein (möglicher) TEILbereich von Unterricht ist, aber eben nicht dasselbe (das gleiche?)?

    ist das üblich? Quasi das Thema der Arbeit vorwegnehmend?

    Edit: Ich bin überzeugt, dass man auch gewisse Lehrveranstaltung, z.B. Geschichte der Pädagogik nicht braucht und durch den Vorbereitungsdienst in pädagogisch-didaktischer Hinsicht mehr als ausreichend auf das Berufsleben als Lehrer vorbereitet werden kann. Dafür braucht es kein Staatsexamen in EWS.

    Teile der EWS nachzuholen erscheint mir dann aber in der Tat durchaus als sinnvoll, z.B. Schulpädagogik und Psychologie. Da sind wir aber in einem Größenordnung von ~20 ECTS CP und eben bei keinem komplett neuem Lehramtsstudium.

    ich bin ein absoluter Fan von Leuten, die vom Schreibtsich aus beurteilen können, was für welchen Beruf wirklich wichtig ist.

    Bitte mehr davon, @Fenrir, erkläre uns endlich mal, was man als Lehrer wirklich braucht. Wir wissen es nämlich nicht, wir dummen Buddies, wir:bete:

    Es werden nicht mehr Leute Lehramt auf Info und Mathe studieren nur weil im KM oder der Uni jemand wütend auf den Boden stampft und der Meinung ist Lehrkräfte sollen sich damit befasst haben. Ich halte es für 10 mal sinnvoller, wenn man das Niveau in den Staatsexamensstudiengängen auf das erforderliche Niveau absenkt bevor man den Unterricht ausfallen muss oder Leute immer wieder befristet als Aushilfen einstellt, die überhaupt keine pädagogisch-didaktische Zusatzqualifikation vorweisen können.

    Im KuMi sehe ich vor meinem geistigen Auge grade niemanden mit den Füßen aufstampfen, wohl aber hier im Forum:pfeif:

    Zu deinem zweiten Satz kann ich nur sagen: zum Glück ist es nur deine Meinung.

    Aus der Praxis kommend sage ich: besser Unterricht ausfallen zu lassen als an fachlichen Anforderungen zu schrauben. Oder aber: besser gar nichts als Falsches zu lernen.

    Mut zur Lücke.

    Ich persönlich habe keine Lust (mehr), fachliche und pädogogische Fehler von Kollegen auszumerzen, die ohne Qualifikation an die Schule kamen. Oder nur Oberstufe zu unterrichten, weil die Quereinsteiger ohne facultas das nicht dürfen. Oder oder oder

    Erschwerend kommt hinzu, dass meine Frau OStRin ist. Wenn ich ihre Bezügemitteilung neben meine Lohnabrechnung lege kommen mir die Tränen.

    deine Frau hat aber auch die Ausbildung absolviert, die zu dem Beruf gehört.

    Wenn ich meine Bezügemitteilung mit der meines Mannes in der Industrie (nicht akademisch) vergleiche, kommen mir auch die Tränen. D.h. sie könnten mir kommen, aber das ist ja eine der dämlichsten Haltungen, die ich kenne: sie bringt mich nämlich nciht weiter, wenn ich daraus keine Konsequenzen ziehe.

    Nämlich für die Tatsache, dass andere Menschen potentiell gefährlich sind. Ich habe Sorge, dass sich dieses Menschenbild manifestiert und diese Gefahr sehe ich inzwischen -gerade bei jüngeren Kindern.

    Dieses Unbeschwerte, zusammen rumtollen, aus einer Flasche trinken und vom Brot des anderen abbeißen... fehlt alles.

    Doch, ich bin mittlerweile überzeugt, dass das was mit (kleinen) Kindern macht und ich hoffe sehr, dass unsere Kinder doch ein positives Menschenbild entwickeln und bei Umarmungen und Nähe keine negativen Gedanken/Gefühle aufkommen.

    Natürlich sind andere Menchen potenziell gefährlich. Welches Kind wüsste das besser als diejenigen, die unter Misshandlungen oder Missbrauch leiden? Oder als eine Frau, die unter ihrem Mann leidet. Oder oder oder.....

    Als meine Kinder klein waren, gab es in unserer Stadt mehrere Fälle von Exhibitionismus und auch einen Fall von Kindesentführung. Schon damals mussten die Kinder lernen, dass nicht alle Menschen gut sind, manche sogar gefährlich werden können.

    Aber damit war ihr Menschenbild nicht zwingend negativ besetzt.

    Nun ist halt ein Punkt hinzugekommen:

    es gibt Krankheiten, die ansteckend und damit gefährlich sind. Kannten wir hier ja kaum noch. Zum Glück.

    Und: der Mensch ist nicht allmächtig. Auch nicht der heutige.

    Mir scheint, das sind Dinge, mit denen Erwachsene mehr hadern als Kinder.

    Wie bei so vielen Dingen in der Erziehung kommt es m.M nach auch in der o.g. Besorgnis darauf an, was den Kindern vermittelt wird und was sie erleben dürfen. Geborgenheit und Angenommensein hängt nicht am Corona-Virus, nicht an Masken und nicht an Distanzunterricht.

    Ich höre oft, dass es Leuten mental nicht gutgeht durch die Pandemie.

    Ich selbst würde furchtbar gerne endlich unsere beiden Familienzuwachse sehen, aber offenbar bin ich die Einzige weit und breit, die kein mentales Problem hat. Ich gehe davon aus, dass es irgendwie wieder weitergehen wird. Ich sehe auch nicht schwarz, dass es Menschen vertsört, wenn sie -eine Zeitlang- auf Abstand gehen müssen zu anderen. Ich kuschel eh nicht soo häufig mit Freunden, und mit meinem Mann darf ich ja :)

    Meine Schüler sind genervt, ja. Aber mehr weil sie sich nicht sehen dürfen. Schulisch war auch vor Corona in der Zeit vor und nach Ostern immer Hauptkampfzeit, und die Osterferien waren gefühlt "verdienter" als z.B. die Herbstferien: die Spanne seit den letzten ferien ist recht groß, es werden vor Ostern viele KA geschrieben, Referate angesetzt usw.

    Im Großen und Ganzen bin ich aber zuversichtlich, dass, wenn es coronamäßig tatsächlich durch flächendeckende Impfungen entspannter wird, die meisten Leute dort weitermachen, wo sie vor Corona gestanden hatten.

    Was mir wirklich Sorgen macht, sind die politischen Entwicklungen am rechten Rand.:schreck::schreck:

    auch bei uns gibt es zwischen zwei Stunden nicht immer eine 5-Minuten Pause, aber irgendwie ist das kein Problem.

    Klar fallen dann manchmal ein paar Minuten der Stunde weg, aber hey, das passiert auch sonst (ich werde aufgehalten von anderen Schülern, Kollegen, Streitfällen...)

    Such is life und gehört zum Schulleben dazu, besonders wenn es die schulische Zeitplanung so vorsieht. Geht ja allen Beteiligten so.

    Kann man sich drüber aufregen.

    Muss man aber nicht

    eine Wiedeholung in Deutsch (Rechtschreibung, Grammatik) schadet nie.

    Das Gleiche gilt für deine anderen Fächer.

    Wenn aber alles nicht geht, geht eben nichts. Punkt.

    Solche ungünstigen Voraussetzungen korrekt einzuschätzen und sich selbst dabei nicht von seinen eigenen Ansprüchen kaputt machen zu lassen, gehört zu den Kompetenzen, die du gerade als Lehrer dringend brauchen wirst: Auch "nach Corona".

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