Beiträge von Friesin

    zwar nicht Nds, aber vll hilfreich:

    zunächst sage ich den Kindern, dass eine Entschuldigung vom ...Datum fehlt.
    Kommt dann immer noch nichts, gehe ich nach Alter gestaffelt vor:

    bei meinen Kleinen in der 5.Klasse schreibe ich den Eltern eine mail mit Verweis auf das anstehende Zeignis ungefähr mit dem Wortlaut, dass ich ungern unentschuldigte Fehlzeiten notieren möchte. Schwupp, sind die Briefchen da :)

    Bei älteren Schülern spare ich mir den Schrieb an die Eltern, da gibts am 1.Elternabend ne Ansage, und gut ist. je älter die Schüler werden, desto größer die Eigenverantwortung.

    eine dienstliche Mail zu schreiben ist mir persönlich deutlich lieber als anzurufen.

    Würdet ihr, als gestandene Lehrer und evtl. Seiteneinsteiger, mir raten das Abenteuer Schule einzugehen?

    nein.

    ich würde versuchen umzuziehen

    Auch als Lehrer musst du u.U. Fahrtzeit in Kauf nehmen (sehr wahrscheinlich sogar). Die Strecke von 50 km sind absolut zumutbar, und selbst innerhalb einer Großstadt kommen viele Kollegen auf eine Fahrtzeit wie du sie hast.

    Lies dich hier mal schlau über Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, dann kannst du besser entscheiden ;)

    Es gibt aber eben auch Kinder, die einfch noch natürlich Kind sind, weil die Eltern sie von solchen Einflüssen weitgehend fernhalten.

    wer kann denn (selbst wenn er/sie es wollte)sein Kind von Sexualität fernhalten?
    Menschen sind sexuelle Wesen, und sowie die Latenzzeit vorbei ist, erwacht das Interesse an Sexualität wieder.
    Sexualität ist um uns herum, überall. Und damit meine ich nicht irgendwelche Busen auf Zeitschriften oder Pornos im Netz.
    Aber auch 11- und 12 jährige haben einen Körper, den sie beobachten, den sie wahrnehmen und mit dem sie umgehen lernen müssen. Ob man sie nun von irgendwas "fernhält" oder nicht: das Interesse an Sexualität erwacht mit Beginn der Pubertät.
    und das ist auch gut so


    irgendwie erinnert mich diese Diskussion an die frühen 70er Jahre, als man fürchtete, die Pille würde dazu führen, dass "viel zu früh" in den Jugendlichen Interesse an Sexualität entsteht.

    Wahrscheinlich waren das damals nur Befürchtungen derjenigen, die selbst mit ihrer eigenen Sexualität nicht unbefangen umgehen konnten, weil sie anders sozialisiert waren. Weil Sexualität als bäh und gefährlich statt lustvoll und schön angesehen wurde.
    meine ganz persönliche Ansicht: damals spielte auch der Neid (es gibt sichere Verhütungsmittel, bei uns gab es das nicht) eine gewisse Rolle.
    Damals.
    Aber heute????

    So sindse halt ;)

    Schüler vergessen schnell, hören oft nicht richtig hin, sehen nur ihr kleines Universum. Pubertiere halt ;)

    Nicht zu früh informieren, denn alles, was erst in 3 oder mehr Tagen stattfindet, ist noch eeeeewig lang hin und haben die Schüler nicht mehr auf dem Schirm.

    Wenn deine Infos bereits feststehen: aufschreiben lassen, in den Schülerkalender/Hausaufgabenheft/was auch immer ihr habt

    Und vor allem: nicht persönlich nehmen!! Ihre Beschwerden sind nicht gegen dich persönlich gemeint.


    P.S.:geht uns an vielen Stellen ja ähnlich, wenn wir ehrlich sind

    Ich will dass Schüler was lernen, aber ich habe das Gefühl, dass einige es einfach nicht wollen und gute Noten als Selbstverständlichkeit ansehen.

    mag sein, aber das würde mir persönlich zu sehr in die Richtung "Früher war alles besser" gehen. ;)

    Wenn sie sich nicht um gute Leistungen bemühen wollen, ist die Konsequenz, dass sie keine guten Noten bekommen.
    Auc so geht Erwachsenwerden.

    Für dich eigentlich kein Problem, denk ich ;)

    Nun gibt es eine Gruppe, die das ganze nicht wirklich ernst genommen hat. Sie hat komplett auf die ganzen Inhalte des ersten Halbjahres verzichtet. Die Mappe hat keine Struktur und die Schriftart isz übertrieben groß (Arial 20). Es war nichtmal ein Projekt, sondern einfach nur eine Flyerverteilung für ein Sportverein. In der PowePoint-Präsentation haben sie vor den Mitschülern nur das bestätigt, was ich in den Projektunterlagen gelesen habe. Dann mussten die Mitschüler Stellung nehmen und da wurde kaum Kritik geäußert. Die fanden alles gut ...

    wir machen so was in Kl.9: ein halbes Jahr Zeit, um das Projekt zu erarbeiten.Mit genau dargelegten und ausgehändigten Kriterien für
    die Themenwahl (muss abgestimmt werden, damit es keine Doppelungen oder als Totgeburt angelegte Themen gibt)
    das Layout
    die Präsentation.

    verbindlicher Abgabetermin für alle, zu Schuljahresbeginn bekannt gegeben.

    Die Schülergruppen suchen sich einen Kollegen als Betreuer und müssen sich mindestens zweimal mit ihrem Betreuer treffen. Initiative muss dabei von den Schülern ausgehen.
    Treffen, Arbeitsprozess, Probleme müssen dokumentiert werden und bei der Präsentation im zweiten Halbjahr Erwähnung finden.

    Auch für die Präsentation gibt es eindeutige Vorgaben.

    Natürlich gibt es immer wieder Schüler, die die Vorgaben nicht beachten, aber so krass wie im Eingangsthread beschrieben habe ich das noch nicht erlebt. Meist vertun sich die Schüler mit der Zeiteinteilung.

    Wer trotz alles Vorgaben entweder ein unvollständiges /Qualitativ schlechtes Produkt abliefert,
    wer Vorgaben beim Layout und in der Präsentation missachtet
    bekommt auf diese Teile und oft genug auf die Gesamtleistung eine schlechte Note.

    Frank, die hatten ein halbes jahr Zeit. Wenn sie es nicht genutzt haben, ist doch nicht dein Problem. Es sind 11tklässler, keine Drittklässler

    da man über illegale Drogen inhaltlich nicht spricht, wissen die Jugendlichen nichts darüber - außer eben, dass sie illegal sind.

    bitte was???
    Die meisten Schüler erleben mehrfach im Laufe ihrer Schullaufbahn die eine oder andere Drogenpräventionsstunde. Zusätzlich wird -zumindest bei uns- das Thema im Chemie- und Biounterricht aufgegriffen.

    es gibt Dokus, es gibt Infoseiten von verschiedensten Stellen-- erzähl mir nicht, "die" Jugendlichen wüssten nicht, was es mit illegalen Drogen auf sich hat.

    Wer auch nur halbwegs interessiert ist, kann an Informationen eigentlich kaum vorbei kommen.

    Aber wer, weiß, vll sind das auch dieselben, die nicht wissen, wie wie man verhütet. Nur so eine Vermutung von mir ;)

    wenn sie über den plakativen Leitspruch "Keine Macht den Drogen!" hinaus gehen.

    nun, das ist DER einzige denkbare Leitspruch zum Thema. Daran muss sich jegliche Prävention orientieren.

    By the way: Leistprüche sind IMMER plakativ, sonst taugten sie nicht als solche.

    Was du dann mit "man muss Angst haben, meist, erschließt sich mir immer noch nicht.

    Aber gut, du bleibst deiner Linie hier im Forum treu: Brandbeschleuniger in die Menge werfen, weglaufen, ducken. Traurig

    Hallo Friesin,

    was ist daran für dich nicht verständlich? Könntest du das etwas präzisieren? Danke vielmals.

    der Buntflieger

    was genau verstehst du unter "jemand kommt mit dem Moralischen um die Ecke"?
    Welches Szenario soll ich mir darunter vorstellen?

    Und warum sollte man Angst davor haben? Das suggeriert, dass der oben zitierte etwas ganz Furchtbares bedeutet,mit ngativen Konsequenzen. Bitte um Aufklärung

    Wenn ein SuS einfach nur bekifft ist und keine direkte Gefahr für sich oder andere darstellt --> "Ich bemerke nicht, dass ein SuS unter Drogen steht, weil ich das einfach nicht kenne und kann deswegen auch nicht belangt werden, weil ich nichts unternommen habe..." Ist dann wohl die beste Strategie.

    ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass du tatsächlich ein Problem mit deiner Rolle als Lehrer hast.

    Offenbar gibt es bei dir nur ein Schwarz (ich mache die Augen zu) und ein Weiß (ich rette die Jugendlichen mit kumpelhafter, persönlicher Herangehensweise).

    Mir fehlt da ein bisschen die professionelle Ebene.

    es ist nicht deine Aufgabe als Lehrer, den Schülern einen "vernünftigen" Umgang mit Drogen beizubringen.
    Offenbar hast du selbst deine Drogenzeit halbwegs unbeschadet überstanden, aber im Grunde gibt es nur einen vernünftigen Umgang mit Drogen: die Finger davon zu lassen.

    Wieso meinst gerade du, das riesige Feld der Drogenprävention besser zu beherrschen als alle Profis?

    Wenn Ihr schon Ecstasy nehmen müsst, dann schaut wenigstens, dass Ihr nicht überdosiert

    geil!! Der absolute Hammertipp!!!

    Ernsthaft, das meinen alle Drogenuser: dass gerade sie nicht abhängig werden, weil sie ja nicht überdosieren. Weil sie ja die Sache im Griff haben.

    Ich habe einen Drogensüchtigen im nächsten Umkreis, ich weiß durchaus, wovon ich rede. Die "Karrieren" sind alle sehr ähnlich. Und alle begannen mit Verharmlosung.

    Wenn einer der Lehrer bei "meinem" Junkie deine Tipps losgelassen hätte, wäre er bei den Jugendlichen sicher toll dagestanden*.
    Aber das kann nicht deine Aufgabe sein.

    *Und von den Erwachsenen zu einem Gespräch mit der SL gebeten worden.

    Eine Ausdehnung meines Arbeitstages bis z.B. 16:55, damit ich sinnlos E-Mails abrufe, stellt einen so erheblichen Eingriff in mein Leben dar, dass mir die Lust für so ziemlich alles verginge. Und manches geht einfach nicht. Ein solches Zeitfenster für E-Mails, würde z.B. Praktikumsbesuchszeiten erheblich einschränken. Eine bestimmte AG könnte ich gar nicht anbieten, weil ich die nicht einfach um 16:55 unterbrechen könnte. uswusw.

    meine Güte, worüber man sich alles aufregen kann....
    Wie schpn erwähnt, ist unser Arbeitstag nicht um 14 Uhr beendet. Ich halte es für absolut kein Problem, nachmittags bis z.B. 18 Uhr zum Lesen der Dienstmails verpflichtet zu sein.
    Lesen heißt ja auch nicht, sofort drauf antworten.
    Ich wünschte, mein SL würde bis dahin seine Post erledigen.

    Es geht nicht darum, "sinnlos E Mails abzurufen". 1. muss es sich nicht um den Plural handeln
    2. müssen längst nicht alle dienstlichen Mails sinnlos sein. Oft bin ich froh, bis um diese Zeit eine Antwort auf meine Mail bekommen zu haben.
    das obige Zitat liest sich (für mich), als erwarte eine SL, dass der arme Kollege in kurzer Abfolge mehrmals die mails abruft. Warum sollte er? So verstehe ich die Aufforderung nicht, einmal am Tag bis z.B. 17 Uhr Dienstmails abzurufen.

    Wie gesagt, unser Arbeitstag geht nicht bis 14 Uhr. Das hat auch nichts mit Hybris des SL zu tun, sondern mit normaler Kommunikation.
    Lieber schaue ich bis 18 Uhr auf den V-Plan, als dass ich morgens in aller Herrgottsfrühe oder abends spät noch angerufen werde.

    Aber jeder, wie er mag. Man kann sich das Leben auch schwer machen, indem man überall Unzumutbarkeiten entdeckt. ;)

Werbung