OT Nun das Phänomen ist ja nicht nur auf den Partner beschränkt. Frauen scheinen sich unter einem stärkeren Rechtfertigungsdruck zu fühlen, da sie oft diejenigen sind, die zwischen Vollzeitbeschäftigung (Rabenmutter), Teilzeitbeschäftigung (Nichts Halbes und nichts Ganzes) oder Hausfrau und Mutter (faule Sau) entscheiden müssen, damit hadern und dann dafür die Kritik der Vertreterinnen der beiden jeweils anderen Modelle ernten oder selbige aus Gründen des Haderns und des Rechtfertigungsdrucks selbst ausüben.
Ich habe in unserem Umfeld diesbezüglich Frauen wie Hyänen erlebt. Da werden dann die positiven Eigenschaften des Kindes als eigene Leistung verkauft und gerne mal die Nase vorzugsweise über Jungenmütter gerümpft. (Und es sollte klar sein, dass ein braves angepasstes Mädchen, um das Klischee zu bedienen, in der Regel kein Ergebnis der eigenen Erziehungsleistung ist sondern primär schlicht das Wesen bzw. der Charakter des Kindes.)
Sich mit fremden Federn zu schmücken ist heute nach wie vor ganz wichtig für den einen oder die andere. Meine Kinder sind zum Teil das, was man gerne mit dem Begriff "Problemkinder" etikettiert - aber wenn meine Frau und ich sie zu anständigen Menschen erziehen, können wir auf unsere Erziehungsleistung um ein Vielfaches stolzer sein als es eine Mädchenmutter mit Vorzeigekind je könnte.