Beiträge von Bolzbold

    Und deshalb möchte ich auf keinen Fall unter "Sowjeteinfluss" leben. Dafür bin ich zu politisch. Aber ja, ich halte den Einsatz von Atombomben unter Putin auch für möglich, ich hoffe auf den 2. oder 3. Mann, ich hoffe, dass Putin doch noch irgendwie positiv in die Geschichte eingehen will (wird stündlich unwahrscheinlicher).

    Definiere "DIE Geschichte".
    Hier ist ja genau der Knackpunkt. Die westliche Geschichtsschreibung wird Putin weitgehend negativ betrachten. Andere Geschichtsschreibungen entsprechend anders.
    Wenn Menschen in die Geschichte eingehen wollten, hat das selten zu etwas Gutem geführt. Er wäre vermutlich dann positiv in die (westliche wie möglicherweise auch eines Tages russische) Geschichte eingegangen, wenn er Russland nicht zu einem autoritären, von Oligarchen beherrschten Land pervertiert hätte.

    Immerhin haben wir aus der Geschichte der letzten 75 Jahre die Gewissheit, dass in einem bewaffneten Konflikt bisher niemand den Knopf gedrückt hat. Darauf müssen wir letztlich setzen und hoffen. Andererseits: Falls jemand den Knopf drückt, würde ich mir wünschen, dass wir direkt verglühen und nicht noch Wochen, Monate oder Jahre an den Folgen der Verstrahlung dahinsiechen.

    Danke für die Hinweise!

    Es handelt sich nicht um Stoff aus der Q1, sondern um Stoff aus der Q2, das Thema das vor dem aktuellen behandelt wurde. Zuletzt besprochen wurde das Thema demnach im Rahmen einer Klausurbesprechung im Januar.

    viele Grüße

    Das könnte in der Tat etwas dürftig sein, wenn es nur die Klausurbesprechung war. Andererseits: Wenn sich die SuS gut vorbereitet gefühlt haben in der Klausur unter Abiturbedingungen und nicht mit den Ergebnissen hadern, wird es sicherlich auch keine Beschwerden geben.

    Die APO-GOSt ist doch eigentlich recht klar.

    VV 14.2 zu Abs. 2:
    14.2.4 Die Klausuren im letzten Halbjahr der Qualifikationsphase werden hinsichtlich der Aufgabenformate, des kriteriengeleiteten Bewertungssystems, der Aufgabenauswahl sowie der zeitlichen Vorgaben unter Abiturbedingungen geschrieben. Inhaltlich beziehen sie sich auf den Unterricht des vorangegangenen Kursabschnitts.

    VV 14.4 zu Abs. 4:

    14.4.1 Zu Beginn jeden Halbjahres sollen die Klausurtermine verbindlich geplant und in geeigneter Form schulintern bekannt gemacht werden. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, sich selbstständig und langfristig auf die Klausuren vorzubereiten. In den Klausurphasen müssen Belastungen gleichmäßig verteilt werden, daher sollten nach Möglichkeit weniger als drei Klausuren pro Woche für die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler angesetzt werden.

    Das sind letztlich die Vorgaben, die für alle Klausuren gelten. Eine Mindeststundenzahl wird nicht genannt - das wäre auch nicht sinnvoll. Schwierig könnte es aber in der Tat werden, in Q2.2 ein Thema nur knapp in der Wiederholung anzureißen und dann aber in der Klausur im EWH sehr viel Detailkenntnisse zu erwarten.

    Bestimmte Mechanismen tauchen in der Geschichte offenbar immer wieder auf.

    "Mit Sowjet-Russland kann man nur verhandeln, wenn man mindestens gleich stark ist. [...] Ich bin überzeugt, dass, wenn die westliche Welt so stark ist wie Sowjet-Russland, eine Verständigung mit Sowjet-Russland möglich ist, aber nicht früher."

    (Konrad Adenauer in einem Brief an Gerhard Ritter 1952)

    "Es ist meine Damen und Herren, eine alte Taktik des Kommunismus, den Angriff stets in der Sprache der Verteidigung zu führen. Das heißt, man bereitet den Angriff vor, und wenn der, dem dieser Angriff gelten soll, daraufhin seinerseits entsprechende, defensive Maßnahmen trifft, sagen die Kommunisten, man bedrohe sie."
    (Konrad Adenauer in seiner Regierungserklärung am 15. Dezember 1954)

    Beide Zitate belegen auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, dass sich seit damals nicht viel geändert hat.

    Abitur 1993 in NRW. Die Warntöne standen damals ja noch in jedem Telefonbuch, wenn ich mich richtig erinnere. Ansonsten gab es bei uns keine Übungen oder sonstige Instruktionen. Das mag daran liegen, dass wir trotz Reagans "evil empire"-Rede zu Beginn der 80er dann Ende der 80er schon in einer Phase relativer Entspannung waren.

    Man kann als Ministerium schlecht ein Jahr lang propagieren wie unersetzlich der Präsenzunterricht ist und dann bei Bedrohungslage wie selbstverständlich den Distanzunterricht zelebrieren. Dafür ist die Digitalisierung auch nicht weit genug fortgeschritten. Ich rede hier von JEDEM Kind.

    Zudem gehe ich davon aus, dass der Erlass keinen Distanzunterricht vorsieht. Man sollte sich an Erlasse eben auch im Wortlaut halten. Sonst regiert die Willkür der/des gerade amtierenden Minsiterin/Ministers. Und wir haben jetzt zwei Jahre lang in NRW gesehen wohin Ministerinnenwillkür uns bringt.

    Weißt Du, wie viele Erlasse während der Corona-Pandemie zustande gekommen sind? Wer daran beteiligt war? Welche Vorgaben durch das MAGS und durch andere Ministerien im Vorfeld gemacht wurden?
    Willkür - also echte Willkür - ist etwas ganz anderes.

    Wenn es heißt "Unterrichtsausfall", wieso kommen dann einige Schulleitungen auf die Idee, Distanzunterricht anzuordnen?
    Hätte das nicht ausdrücklich in der Schulmail gestanden, wenn Distanzunterricht als Ersatz hätte erfolgen sollen?

    Meine Frau hat fleißig bei FreundInnen und Bekannten die Anweisungen ihrer jeweiligen Schulleitungen gesammelt. Jede Schule macht etwas anderes...

    Womit wir dann in der Situation wären, dass ggf. bei Lehrerelternpaaren beide vor Ort Dienst schieben müssen, obwohl die eigenen Kinder wegen des Unterrichtsausfalls nicht betreut wären. Dann kann man seine Kinder eigentlich nur noch mitnehmen. Genug freie Räume gäbe es ja wahrscheinlich. Nur das mit dem Lüften stelle ich mir dann bei dem angekündigten Wetter weniger spaßig vor.

    Laut Schulmail ist morgen allgemeiner Unterrichtsausfall in NRW angeordnet. Lehrkräfte müssen im Rahmen der Zumutbarkeit dennoch zum Dienst erscheinen.

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