Sissymaus etwas ähnliches beobachte ich im öffentlichen Dienst. Effiziente Arbeit wird (zumindest in der Behörde in der ich tätig bin) nicht „belohnt“. Es geht schlicht um die vorgeschriebene Arbeitszeit - wie diese gefüllt wird, ist dann eben sehr unterschiedlich. In meiner Wahrnehmung, werden dadurch überschaubare Prozesse teilweise in die Länge gezogen.
Das habe ich in der Behörde teils auch so erlebt. Das ist aber ein systemisches Problem, gerade wenn Vorgänge von verschiedenen Stellen mitgezeichnet werden müssen.
Effizienz kann ja in dem Sinne auch nicht belohnt werden, da Du für die Stunden, die Du arbeitest bzw. Deine Arbeitskraft zur Verfügung stellst, bezahlt wirst und nicht für die Zahl der Vorgänge, die Du im Akkord pro Stunde schaffst. Wäre Letzteres der Fall, gäbe es wahlweise sehr teure Mitarbeiter und/oder sehr schlampige - mit demselben Endergebnis, wenn man die durchschnittliche Qualität der Arbeit betrachtet.
Am Rande: Es kam mitunter vor, dass ich meine Arbeit nach weniger als vier Stunden erledigt hatte und dann wahlweise Arbeit "gesucht" habe oder mich quasi fortgebildet habe, indem ich mir in der Bibliothek einiges an Hintergrundwissen angelesen habe.