Beiträge von Bolzbold

    Die SLQ selbst besteht aus sieben so genannten "Doppeltägern". Die einzelnen Doppeltäger kann man als Module begreifen, das Ganze ist aber eine in sich geschlossene Einheit - mit Teilnahmepflicht für mindestens sechs von sieben Veranstaltungen, um die Bestätigung zu bekommen. Da kann man nicht mal eben so hingehen und schauen, was einem so gefällt und was nicht.

    Die KollegInnen in der SLQ-Gruppe, in der ich war, hatten da ein sehr großes Professionalitätsverständnis - sie waren bis auf wenige Ausnahmen StellvertreterInnen oder in der erweiterten Schulleitung.

    Es kommt glaube ich auch ein bisschen auf die eigene Persönlichkeit und die individuelle Motivation an, ob und wie gut man als Lehrer nach einem Seiteneinstieg ist. Und ganz ehrlich: Haben wir nicht alle mindestens einen komplett unfähigen oder sozial eigentlich nicht kompatiblen Lehrer in der Schule gehabt? Ein Pädagogik-Studium ist auch nicht immer ein Garant dafür, ein guter Lehrer zu sein ;)

    Die Persönlichkeit ist auch EIN Faktor - in Verbindung mit einer entsprechenden Ausbildung.

    Das Argument mit dem unfähigen, sozial eigentlich nicht kompatiblen Lehrer (oder der Lehrerin) empfinde ich trotz des Zwinkersmileys als eine ziemliche Unverschämtheit. Frei nach dem Motto: Weil es auch LehrerInnen gibt, die Scheiße sind, kann ich das dann ja auch (erst recht).

    Das ist letztlich eine Absage an jedes Professionalitäts- und Qualitätsverständnis - durch Dich.

    Was Deine Fächer angeht, so wäre das Gymnasium bzw. die Sek II eigentlich Deine am besten geeignete Schulform - Italienisch wird dort ab und an schon in der Sek I, aber öfter noch in der Sek II unterrichtet.

    In Deinem konkreten Fall ergibt das tatsächlich Sinn, wenn Du grundsätzlich darauf schielst, ein Jahr Stellvertreter zu sein und im Anschluss Schulleiter zu werden. Dann hast Du die Fortbildung sozusagen "im Sack", weißt ggf. ob Schulleitung etwas für Dich ist und kannst ein Jahr später dann entweder in die Vollen gehen oder es sein lassen.
    Wenn Du die SLQ zum jetzigen Zeitpunkt machen kannst, dann mach sie. Vermutlich wirst Du aber bei den ersten Bewerbungen gar nicht eingeladen - dann ist es gut, die eine oder andere erfolglose Bewerbung abgegeben zu haben, weil Du dann im Ranking hochrutschst und ggf. passgenau vor Antritt der Stellvertreterstelle oder ggf. zeitgleich mit Antritt die Fortbildung machen kannst.
    Taktisch gesehen also unbedingt machen.

    Also nochmal zum Hack:

    Aus langjähriger Erfahrung machen die Herkunft des Fleischs sowie dessen Umgang damit nach Schlachtung einen spürbaren Unterschied. Die Qualität des Hacks für 2,99 aus der TK-Theke und die von der Metzgereitheke für 9,99 ist sichtbar, "kochbar" (in Form von ganz viel Wasser, das beim Braten bei Billig-Hack austritt) und schmeckbar. Meine Frau schmeckt sofort heraus, ob es sich um Billigfleisch oder Qualität handelt.

    Ich gehe seit Jahren nur noch zum Metzger - und bin mir dessen bewusst, dass ich hier ziemlich privilegiert bin, mir den entsprechenden Preis leisten zu können. Das war im Studium natürlich noch anders.

    Symmetras letzten Absatz möchte ich noch einmal hervorheben. Und dessen sollten wir uns immer bewusst sein und bleiben. Wir tragen alle (!) auf unsere Art und Weise durch unseren Konsum dazu bei, dass Ungerechtigkeiten auf dieser Welt gefördert werden und dass die Umwelt zerstört wird.

    Der eine mehr, die andere weniger. Ein bisschen mehr Bewusstsein und Sensibilität dafür können jedoch helfen, die schlimmsten Auswüchse zu vermeiden.

    In NRW gibt es in der Tat Fälle, in denen ein/e Hauskandidat/in vorhanden ist, für den/die die Stelle ausgeschrieben wird. Dennoch kommt es auch immer wieder vor, dass sich externe Bewerber/innen wider Erwarten durchsetzen.

    Gleichwohl muss man natürlich berücksichtigen, dass eine Schule nur dann ausschreibt, wenn sie die Stelle wirklich braucht - ausschließlich für den tollen Sport/Erdkunde-Kollegen oder für die tolle Kunst/SoWi-Kollegin wird man keine Stelle ausschreiben (können).

    Erkennen kann man es mitunter daran, dass bestimmte Zusatzqualifikationen, Erfahrungen oder die Bereitschaft zur Übernahme von bestimmten Zusatztätigkeiten erwartet werden. Das ist aber nicht immer Teil der Stellenausschreibung. Wenn das allerdings explizit erwähnt wird, sollte man hellhörig werden.

    Sofern die Schulen nicht zu weit weg liegen, empfiehlt es sich, die Bewerbungsunterlagen persönlich abzugeben und im Idealfall gleich einen Termin mit der Schulleitung zu machen. Da kann man dann auch hinsichtlich eventueller HauskandidatInnen vorfühlen.

    Nun, letztlich sagt das auch etwas über das Wohlbefinden der Lehrkräften an ihren entsprechenden Schulen aus.

    Das Thema Noten finde ich immer insofern spannend, als dass Noten immer zur Untermauerung des eigenen Standpunkts herangezogen werden - und das auf sehr kreative Weise.

    a) Ich habe gute Noten - das belegt ich kann etwas.

    b) Ich habe schlechte Noten - aber die sagen sowieso nichts aus - in Wirklichkeit kann ich trotzdem etwas.

    c) Du hast gute Noten? Die sagen sowieso nichts über die tatsächlichen Fähigkeiten einer Person aus.
    d) Du hast schlechte Noten? Dann denk mal über Deine Befähigung als Lehrkraft nach.

    ...

    So dreht sich also jede/r die Funktion und Aussagekraft von Noten, wie es ihm/ihr gerade passt. Bei dieser Form des "Fernduells" kann es nur keine GewinnerInnen geben - aber leider eine Menge VerliererInnen.


    PS: Ich hatte keine überragenden (aber auch keine schlechten) Noten, ich weiß, dass es auch an meinen temporären, größtenteils selbst zu verantwortenden Unzulänglichkeiten lag - und ich habe seitdem eine Menge dazugelernt.

    Genau das ist das Problem. Und das ist auch der Grund, warum anderen Usern hier heftiger Gegenwind widerfährt, wenn sie in eben diesem Stil "es war ja nicht alles schlecht bei den Nazis" argumentieren. Mal abgesehen davon, dass die Autobahnen bereits früher begonnen worden waren und das Gros der Autobahnen in den 60er und 70er Jahren entstanden ist.

    Wenn wir uns in NRW den einen oder anderen Ausschuss ansehen, dann trifft es zu, dass auch AfD PolitikerInnen mitunter fachlich etwas sinnvolles beitragen, ja sogar Anträge der Regierungsparteien unterstützen. Im unmittelbaren Anschluss zeigen sie aber aufgrund ihrer Einstellung zu anderen Themen, weswegen sie in eben dieser Partei sind.

    Wer sich in dieser Partei so alles tummelt, kann man regelmäßig anhand der haarsträubenden Aussagen, die von kleinen wie größeren "Lichtern" dieser Partei getätigt werden.

    Und eines steht fest: Je öfter man rassistische, xenophobe oder sonstige hasserfüllte Botschaften artikuliert, publiziert und multipliziert, desto größer ist die Gefahr, dass sie sich etablieren. Man mag auf metakommunikativer Ebene dieses Phänomen analytisch betrachten - aber in der Sache kann man eigentlich nur zu dem Ergebnis kommen, diese Entwicklung abzulehnen.

    Vielen Dank für die nette Begrüßung hier im Forum, die vielen Antworten und die hilfreichen Hinweise!

    Ich werde erstmal versuchen, direkt mit unserer Schulleiterin zu sprechen.

    Gerne. Und es freut mich, dass wir hier im Gegensatz zu vielen anderen "One-Hit-Wondern" der Vergangenheit eine Rückmeldung erhalten haben.

    Das direkte Gespräch wird sicherlich Klärung bringen - ggf. erübrigt sich da dann auch eine schriftliche Stellungnahme.

    Wahnsinn. Einfach wahnsinn. Was bei dir schon menschenverachtend ist, Rechtsaußen. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber deine Etikettierungen und Vokabular sind das Sinnbild des Problems einer gespaltenen Gesellschaft, die andere runtermacht, diskreditiert und mit schlimmsten Vergleichen überzieht, um Diskussionen unmöglich zu machen

    Tommi

    Ich spiele auch gerne mal den advocatus diaboli und habe in meiner neuen Tätigkeit auch mehrere Menschen kennengelernt, die dies meisterhaft verstanden, ohne damit anzuecken.

    Beim Thema Meinungsfreiheit und deren Grenzen und potenziellen Überschreitungen empfiehlt es sich jedoch ganz besonders, geeignete rhetorische und argumentative Mittel zu finden, wenn man die Rolle des advocatus diaboli unbedingt einnehmen möchte, ohne sich den Vorwurf eines Rechtsaußen einzufangen. Das ist umso schwieriger, wenn man zuvor bereits mit einer entsprechenden Haltung aufgefallen und angeeckt ist.

    Unter Akademikern erwarte ich persönlich eine entsprechende Diskurs- und Reflexionsfähigkeit und vor allem -willigkeit. Unter studierten Pädagogen erwarte ich, dass man eine Grundsensibilität beim Thema Meinungsfreiheit, Rassismus etc. besitzt, denn dieser Bereich ist auch Teil unseres Erziehungsauftrags.

    Es hat nun jeder die Gelegenheit, sich diesbezüglich zu hinterfragen und hoffentlich zu eindeutigen Antworten zu gelangen.

    Boah Leute.

    Durch Zufall habe ich dieses Thema entdeckt (ich wusste gar nicht, dass es einen Off-Topic Bereich gibt) und hatte wirklich die Hoffnung, dass es eine produktive Diskussion ist.

    Dann komme ich hier rein und dann das. Ich möchte euch das mal aus Außenstehender spiegeln, dass der Tonfall und die Art der Diskussion hier wirklich zum Weglaufen sind.

    Im Grunde genommen ist das nämlich auch schon Teil der Cancel Culture, den ich hier gut sehen kann: Ein aufgeladenes leicht aggressives Diskussionsklima schaffen, damit möglichst wenige Leute ihre Meinung teilen wollen, weil die verbale Guillotine droht. Und leider fordert eine Rückkehr zum Thema immer nur Lindbergh ein, den die meisten entweder blocken oder belächeln. Übel, sorry.

    Mit Verlaub, aber dann ist Deine Wahrnehmung hier recht selektiv. Den Schuh, den Du uns hier darbietest, können sich sicherlich mehrere Teilnehmende dieser Diskussion nicht anziehen. Die Meta-Diskussion führt hier auch nicht sonderlich weit. Wie wäre es, wenn Du stattdessen Deine Position kundtust. Wo sind Deine Schmerzgrenzen und was sind Deine Gründe dafür?

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