Als ich 2005 an meiner ersten Schule anfing, waren dort viele KollegInnen schon seit 10, 20 oder mehr Jahren zusammen im Kollegium - das lag natürlich auch an dem Einstellungsstopp damals.
Ich selbst war 14 Jahre an meiner ersten Schule, bis ich dort irgendwie keine Perspektive gesehen habe und dann gegangen bin. Es folgten vier Jahre Schulbehörde, zwei Jahre neue Schule und jetzt zum neuen Schuljahr erneut eine neue Schule. (Der Karrierethread im Schulleitungsbereich liefert die weiteren Hintergründe.)
Ein Grund zu gehen war für mich tatsächlich die Beobachtung, dass mehrere KollegInnen 30-35 Jahre an derselben Schule waren und entsprechend dort verwurzelt waren. Das konnte ich mir für mich selbst nicht vorstellen. Ich wollte nicht mit Ende 60 mit der Pensionierung mich umdrehen und mich fragen, was ich die letzten 35 Jahre gemacht habe. Das war für mich so ernüchternd, dass es mich dazu bewogen hatte zu gehen, obwohl ich mich ursprünglich an meiner ersten Schule wohlgefühlt hatte.
Jetzt an meiner zweiten Schule habe ich mich ebenfalls sehr wohlgefühlt. Dort stimmte eigentlich fast alles. Und dennoch gab es da ganz plötzlich ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Und so wird es nächste Woche schon wieder Abschied nehmen heißen.
Letztlich gibt es bei der Frage nach der Verweildauer an einer Schule kein richtig und falsch. Solange Du glücklich bist, gibt es keinen Grund zu wechseln.
Wenn Du von Dir aus noch einmal etwas anderes machen oder sehen willst, solltest Du wechseln - im Idealfall zu Deinen Bedingungen. Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.