Also der Grundtenor ist doch, dass Leute ohne Kinder den Familienzuschlag für ungerecht halten und Leute mit Kindern vorrechnen, dass sie ja auch Kosten haben und das irgendwo angemessen finden.
Darüber haben wir uns jetzt über 22 Seiten ausgelassen. Gibt es dazu noch irgendetwas Neues zu sagen?
Beiträge von Bolzbold
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Wieso geht man direkt davon aus, dass das NICHT Ergebnis von Erziehungsleistung ist? Schau ich mich in meinem Freundeskreis so um, dann gibt es da sehr gut erzogene Kinder, die aber auch in meinem Beisein regelmäßig und frühzeitig von den Eltern zur Ordnung gerufen und deutlich erkennbar erzogen werden. So auch meine Nachbarn, die es schaffen, dass die Nachbarschaft trotz Trampolin und Pool im Minigarten nicht von ihren drei Jungs belästigt wird, weil sie superkonsequent und superschnell eingreifen, wenn es laut und störend wird.
Das ist nicht das, was ich unter "braven und angepassten" Kindern verstehe. Für mich sind das Kinder, die von ihrem Wesen her bereits ein viel höheres Maß an Anpassungsbereitschaft besitzen bzw. aufgrund ihres ruhigen Wesens viel weniger erzieherisches Einwirken durch Erwachsene benötigen.
Was Du beschreibst, ist konsequente Erziehung.Wer konsequent nicht erzieht, mag Naserümpfen verdienen. Wer das Glück hat, mit nur wenig aktiver Erziehungsleistung Vorzeigekinder zu haben, sollte hingegen eben nicht die Nase rümpfen, weil diese Eltern überhaupt keine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, eben Kinder mit anderem Wesen und Charakter zu haben, was ein hohes Maß an Erziehungsleistung erfordert.
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Ärmliche Gestalt.
OT Nun das Phänomen ist ja nicht nur auf den Partner beschränkt. Frauen scheinen sich unter einem stärkeren Rechtfertigungsdruck zu fühlen, da sie oft diejenigen sind, die zwischen Vollzeitbeschäftigung (Rabenmutter), Teilzeitbeschäftigung (Nichts Halbes und nichts Ganzes) oder Hausfrau und Mutter (faule Sau) entscheiden müssen, damit hadern und dann dafür die Kritik der Vertreterinnen der beiden jeweils anderen Modelle ernten oder selbige aus Gründen des Haderns und des Rechtfertigungsdrucks selbst ausüben.
Ich habe in unserem Umfeld diesbezüglich Frauen wie Hyänen erlebt. Da werden dann die positiven Eigenschaften des Kindes als eigene Leistung verkauft und gerne mal die Nase vorzugsweise über Jungenmütter gerümpft. (Und es sollte klar sein, dass ein braves angepasstes Mädchen, um das Klischee zu bedienen, in der Regel kein Ergebnis der eigenen Erziehungsleistung ist sondern primär schlicht das Wesen bzw. der Charakter des Kindes.)
Sich mit fremden Federn zu schmücken ist heute nach wie vor ganz wichtig für den einen oder die andere. Meine Kinder sind zum Teil das, was man gerne mit dem Begriff "Problemkinder" etikettiert - aber wenn meine Frau und ich sie zu anständigen Menschen erziehen, können wir auf unsere Erziehungsleistung um ein Vielfaches stolzer sein als es eine Mädchenmutter mit Vorzeigekind je könnte.
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Die Frage ist eher: wie kommen Männer mit dem Fall klar, dass sie „nach unten heiraten“? (Den Ausdruck finde ich übrigens Mega bescheuert) Wollen Männer gern der Boss in der Ehe sein, mehr verdienen, damit die Frau zu Hause bleibt und ihnen den Haushalt macht? Haben viele ein so altes Rollenbild, dass sie gern der Mann im Haus sein wollen?
Ich hab eigentlich in jeder Phase meiner Ausbildung einen Partner gehabt, der auf dem gleichen Ausbildungsniveau wie ich war. Schule, Ausbildung und Studium. Und geheiratet haben dann zwei Ingenieure. Das war und ist genau richtig für mich.
Das mag für einige Männer zutreffen. Ich könnte mir in der heutigen Zeit eher vorstellen, dass hier das Relikt des "Versorgers" immer noch stark mitschwingt. Wenn die Partnerin dann von sich aus, wenn die Kinder da sind, lieber Teilzeit arbeiten möchte oder je nach Betreuungssituation und ArbeitgeberInnenhaltung einer oder beide Partner nur bedingt in Teilzeit arbeiten wollen (und können), dann kann dieser Aspekt durchaus eine wichtigere Rolle spielen.
Bei aller Aufklärung und Emanzipation kann man sich vermutlich doch nicht vollständig von Traditionen lösen, die über Generationen gelebt wurden.
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Der Arbeitsort ist für den Familienzuschlag in NRW nicht von Bedeutung. Es zählt der Wohnort des Beamten. Also Arbeitsort Duisburg und Wohnort Düsseldorf und du bekommst bei der Familienzulage die Stufe 6, obwohl Duisburg Stufe 3 hat.
Richtig, aber es bestehen durchaus gewisse räumliche Zusammenhänge zwischen Arbeitsort und Wohnort - auch wenn sich die Mietstufen hüben wie drüben deutlich unterscheiden können.
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Entschuldige, aber das stimmt ja so nicht. Ich bin trotz grundständiger Ausbildung nicht verbeamted. ( und offenbar trotzdem gut genug, den selben Job zu machen).
Korrekt - und die BasherInnen könnten ebenfalls gesundheitliche oder andere Gründe für die Nichtverbeamtung anführen. Es ging mir um das Grundprinzip in der Neiddiskussion - nicht um eine 100% Übereinstimmung.
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Vom Grundprinzip her ist diese Diskussion vergleichbar mit dem allseits bekannten BeamtInnenbashing. Ich sage den BasherInnen immer, dass es jedem/jeder freistehe, bzw. freigestanden hätte, ebenfalls Beamte/r zu werden. Ebenso steht/stand es jedem/jeder frei, Kinder in die Welt zu setzen, an einem Ort mit hoher Mietstufe zu leben und dann "fett zu kassieren"... Männer sind sogar biologisch im Vorteil...
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Da ich eine ähnliche Situation habe und den Krampf mit Konferenzen/vielen Bildungsgängen kenne, kann ich nur dazu raten jemanden auf Minijob zu beschäftigen, der an den Tagen das Kind vom Kindergarten abholt und entweder bei sich oder bei euch betreut. Die Kosten kannst du dann ja auch bei der Steuer ansetzen.
Ich hatte zb die Jahrespraktikantin im Kiga gefragt und die hat oft mein Kind mitgenommen bzw war auch teilweise hier zu Hause mit ihr. Da würde ich ggf mal in der Einrichtung fragen. Zettel aufhängen dort oder auch die Leitung fragen, ob noch Kontakt zu ehemaligen Erzieherinnen oder Praktikantinnen besteht.
Bekannte/Freunde die im Notfall mal einspringen sind natürlich als Backup gut zu haben, aber wenn es regelmäßig als Betreuung gedacht ist finde ich das keine gute Lösung für mich.
Ansetzen ja, aber das reduziert lediglich Dein zu versteuerndes Einkommen. Das bedeutet dass ich letztlich eben von dem Geld, das ich bezahle, nur anteilig etwas wiederbekomme. Diese Lösung reduziert den Stress, kostet aber eben effektiv erst einmal spürbar Geld.
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Klingt nach fiesem, völlig irrationalem Rosenkrieg. Nichts, was unlösbar wäre, wenn man es lösen wollen würde ohne seine Vorstellung von „ich habe aber gefälligst recht“ durchzuboxen.
Zu Beginn hatte ich noch einen Anfall vom Mitgefühl für den Ersteller der Software - als ich dann aber seine weiteren Einlassungen gelesen habe, schwand dieses Mitgefühl, je weiter ich nach unten scrollte.
Scheidung ist doof - Streit um Geld und Besitz im Rahmen der Scheidung ebenso. Aber doch nicht so.
Egal. Der TE braucht eine Alternative. Die hat er genannt bekommen. Nun ist es an ihm zu eruieren, was davon passt und was nicht. -
Gibt es da in irgendeiner Form eine rechtliche Handhabe? Eine weitere Stundenreduktion meinerseits würde nichts bringen, da die Anzahl der Konferenzen sich nicht an der TZ, sondern an der Menge der Bildungsgänge ausrichtet. Eine Reduktion seinerseits würde auch nichts bringen, da das TZ-Konzept seiner Schule keine Reduktion der Konferenzen/Tandems vorsieht.
Ich bin mittlerweile echt etwas am Limit. Ich habe im Schnitt 2-3 Konferenzen/DBs etc. pro Monat, mein Mann ebenso. Überschneidungen gibt es ständig, weil beide Hauptkonferenztage auf dem Dienstag liegen.
Ich wäre für Hinweise wirklich dankbar.
Schoko
Kurz und bündig: Nein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht im Zweifelsfall hinter dem Recht der Kinder auf Bildung und der Machbarkeit eines Stundenplans zurück.
In diesem Fall müssten ja zwei Schulen ihre Stundenpläne quasi absprechen, um Euch das Leben zu erleichtern.
Da hilft langfristig nur ein Versetzungsantrag. Kurzfristig könnte ein Antrag auf Beurlaubung aus familienpolitischen Gründen helfen, wenn man dann an einer anderen Schule, die im Idealfall direkt nebenan ist, in TZ arbeitet. -
Doppelautsch. TeacherStudio wäre eine Alternative. Das nutze ich seit Jahren. Alternativ halt das Apple-Flaggschiff Teachertool.
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Das mit dem Vorführen sind neben den von mir oben genannten Phänomenen auch schlicht persönliche Befindlichkeiten. Ich habe von Eltern schon häufiger interessante Begründungen gehört, warum das Kind nicht im Unterricht aktiv mitarbeitet. Das Ganze wurde dann gepaart mit der Frage/Bitte, ob nicht auch am Ende des Halbjahres ein Referat zur Verbesserung der Note möglich wäre. Nein, ist es nicht. Saisonarbeit - und dann noch in Zeiten von KI - gibt es bei mir nicht.
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Deswegen ja vermutlich.
Also ich hasse Massen an Korrekturen. Mit Englisch wäre ich da regelmäßig ganz dicke dabei - und das womöglich zweimal im Jahr. So ad hoc mag mir die Arbeit am WBK nicht so wirklich zusagen. Gibt es tatsächlich noch andere Vorzüge? -
Deine Klientel dürfte am Abendgymnasium ein paar Jahre älter sein als am Gymnasium. Das Abendgymnasium zählt ja zu den Schulformen des so genannten zweiten Bildungsweges. Da gilt auch eine andere Prüfungsordnung (APO-WBK) als am Gymnasium.
Die Menschen, die am Abendgymnasium ihr Abitur nachholen, haben vermutlich eine höhere Motivation, denn sie haben sich bewusst dafür entschieden.
Am WBK gibt es zwei Abiturtermine pro Jahr - und es gibt nur das Äquivalent zur Oberstufe, d.h. Du hast keine Sekundarstufe I, die Du unterrichtest. Jedes Fach ist damit automatisch Korrekturfach. Je nachdem, welche Fächerkombi Du hast, könnte DAS in der Tat der größte Nachteil sein. -
Justitiabel im Sinne eines vor Gericht anfechtbaren Verwaltungsaktes ist sowieso nur die Versetzung oder Nichtversetzung am Ende des Schuljahres.
Über einzelne Noten kann man sich innerhalb der dienstlichen Hierarchie der Schul beschweren, wie die mit sowas umgeht ist unterschiedlich.
Hier noch die versprochene Nachlieferung, natürlich nur gültig für NRW (VV 43.1.1).
BASS 2023/2024 - 13-32 Nr. 3.2 Verwaltungsvorschriften zur Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (VVzAPO-GOSt) (schul-welt.de) -
Ich habe zum Teil ähnliche Situationen in meinem Unterricht in der Oberstufe. Alle meine SchülerInnen wissen, woraus sich die SoMi-Note zusammensetzt. Wer da nicht mitarbeitet, wird ab und an freundlich ermuntert oder "aufgefordert", aber dann ist auch Schluss. Dann steht ggf. das Defizit.
Was die betreffenden SchülerInnen angeht, so ist das in meinen Augen der Versuch einer Täter-Opfer-Umkehr. Ein typisches Phänomen, um die eigenen defizitären Leistungen oder Einstellungen als "Reaktion" oder Akt der Selbstverteidigung gegen ein aus ihrer Sicht ungerechtes System zu rechtfertigen.
Rechtlich gesehen haben die SchülerInnen da keine Chance. Und darauf sollte Wanda aufbauen und konsequent handeln. Wenn die beiden SchülerInnen ihr doof kommen, werden sie eben des Unterrichts verwiesen. Das habe ich auch schon in einem Q2 Leistungskurs machen müssen. Ist dann eben so. -
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Kleine Anmerkung am Rande: In NRW gibt es keine justiziablen Quartalsnoten. Die APO-GOSt sieht diese gar nicht vor. Es gibt nur eine Information über den Leistungsstand in der Mitte des Halbjahres. Das macht es formal einfacher.
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Ich hätte jetzt gedacht, dass das die Aufgaben sind, die ich gerade auf der Seite der Standardsicherung ansehen kann. Dort gibt es doch Aufgaben fürs Gymnasium - auch jeweils den zweiten Teil.
Ansonsten würde ich mich von den Eltern nicht kirre machen lassen. Was das MSB noch nicht veröffentlicht haben sollte, ist ja nicht Dein Problem.
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Geht die Beurteilungshoheit nur bei voll abgeordneten Lehrkräften auf die Bezirksregierung über oder auch bei Teilzeitlern?
Im Falle der Teilabordnung würde ein Beurteilungsbeitrag bei der SL eingeholt werden. Bei voller Abordnung in Teilzeit passiert nichts anderes als oben dargestellt.
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