Beiträge von Bolzbold

    Es trifft zu, dass ab Abteilungsleitung aufwärts so genannte "politische Beamte" in diese Positionen kommen. Das kann ich sogar vom Grundsatz her verstehen - gleichwohl habe ich die Personen, die ich dort kennenlernen durfte, als gar nicht übermäßig politisch erlebt. In anderen Kontexten dürfte das sicherlich anders gewesen sein. Aber sie hatten Ahnung von der Materie und konnten sehr gut erklären, warum diese oder jene Entscheidung oder Überlegungen in diese oder jene Richtung fachlich wünschenswert oder zumindest überlegenswert, aber politisch nicht durchsetzbar waren.
    Für mich waren das sehr wertvolle Gespräche, bei denen ich viel über das System Schule und die Verzahnung mit der Politik gelernt habe. Diese Erfahrung hilft mit seitdem sehr im Umgang mit den Missständen im System Schule.

    Schulleitungen haben mitunter ein Parteibuch - der Skandal um die Windecker Schule hat das ja beiläufig gezeigt. Aber das ist keine Voraussetzung für ein solches Amt. In NRW ist der Weg zur Schulleitung sogar ziemlich genormt.

    Was den Weg ins Ministerium und wieder heraus und im Anschluss wieder hinein betrifft, so kenne ich ehemalige Schulleitungen, die im Anschluss ins Ministerium gegangen sind, oder den Umweg über die BR genommen haben. Das ist aber immer auch eine Frage der Gelegenheiten, bzw. des zur richtigen Zeit am richtigen Ort Seins.

    Man hört hin und wieder, dass Schulleiterinnen und Schulleiter politisch besetzt werden. Wie sehr ist an der Aussage etwas dran? Wie sehen eure Erfahrungen und Einschätzungen aus? Wie war es früher, wie hat es sich entwickelt? Die höchsten Posten im Ministerium werden oft unter Parteifreunden verteilt, das bekommt man schnell mit und es ist auch teils öffentlich nachvollziehbar.

    "Man hört"...

    Woher hört man denn?

    Was sind "die höchsten Posten im Ministerium"?

    Schau Dir die Vorgaben in den jeweiligen Gesetzestexten der für Dich relevanten Bundesländer an. Da kannst Du nachlesen, wie Schulleitungsstellen vergeben werden. Für NRW ist das meines Erachtens sehr transparent.

    Ich habe seinerzeit, das müsste zwischen 2005 und 2008 und zum Teil auch noch später gewesen sein, insgesamt ungefähr 15 bis 20 damals aktive UserInnen getroffen. Einige davon habe ich auch im Anschluss ab und an mal getroffen.

    Diese Leute schreibe ich daher nicht auf die Liste, denn ich kenne sie bereits.


    Meine - sicherlich noch verlängerbare - Liste wäre:

    CDL
    Humblebee
    Fossi74
    State of Trance

    O. Meier

    Utopie oder Dystopie?

    Kein Orwell, kein Huxley, keine Atwood, keine Collins.

    Idealiter sähe eine Gesellschaft so aus, dass sie allen Menschen die Grundbedürfnisse an Nahrung, Gesundheit, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit garantiert. Wer mehr haben möchte, muss mehr tun (i.e. arbeiten).
    Idealiter wäre sich eine Gesellschaft eines der Grundzüge des Menschseins (Gier nach Macht oder Besitz oder beidem) in der Form bewusst, dass sie dies zum einen zulässt, zum anderen aber aktiv dies bewusst macht, um die negativen Auswüchse selbiger Gier in den Griff zu bekommen.

    Idealiter würde man sich darauf einigen, dass individuelle wie kollektive Bedürfnisse nicht mit Gewalt durchgesetzt werden - erst Recht, wenn sie den Bedürfnissen anderer widersprechen oder diese missachten.
    Idealiter gäbe es keine Bewertung von Menschen auf der Basis ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts - und dies wäre nicht nur gesetzlich festgeschrieben sondern auch eines Tages im Denken und Trachten der Menschen angekommen.

    Die Liste ist nicht vollständig, aber ich denke, das wäre schon einmal ein guter Anfang.

    Ich denke, die Diskussion über NRW-Lehrerins Haltung und ihr Auftreten können wir uns hier sparen.

    Die Corona-Schutzverordnung ist beispielsweise für NRW mit dem Ende des Monats Februar ausgelaufen. Daher gilt für eine Corona-Infektion letztlich dasselbe wie für alle anderen Infektionen, sofern sie nicht meldepflichtig sind.

    Konkret würde das bedeuten, dass bei heftigen Symptomen das Kind womöglich abgeholt werden muss. Aber eben nicht wegen Covid-19 sondern wegen der Krankheitssymptome - so wie bei allen anderen Erkrankungen auch.

    Ich bin eben erst von einer Studienfahrt zurückgekehrt und Covid-19 war für uns alle glücklicherweise kein Thema. Ich hätte die Fahrt dann abgebrochen, wenn zwei von vier Lehrkräften krankheitsbedingt ausgefallen wären ohne Ersatz (wir waren im Ausland) oder wenn ein Großteil der SchülerInnen heftig erkrankt gewesen wäre. Die Art der Erkrankung wäre dabei sekundär gewesen. Hätte ich Kenntnis davon gehabt, dass es bei einem/einer SchülerIn in der Familie RisikopatientInnen gegeben hätte, dann hätte ich wahrscheinlich in Absprache mit der Schulleitung die SchülerIn auf Wunsch nach Hause fahren lassen.
    Das ist natürlich viel hätte, hätte, Fahrradkette.

    Wir sollten uns dessen bewusst sein, dass trotz der Todesfälle und der Fälle von Long Covid eine Infektion längst nicht mehr so ein großes Risiko darstellt wie das noch vor zwei Jahren der Fall war. Daher würde ich zu einer "reflektierten Gelassenheit" raten, die jedoch ein Grundmaß an "Sorge" zulässt, damit man mit Bedacht und Umsicht in dem von der TE beschriebenen Situation handeln kann. Ob man dabei nun aus der Dauermaskentragenbubble oder der Relativierungsbubble oder der Leugnungsbubble kommt, ist dabei letztlich ganz egal. (Uns hat das konsequente Maskentragen eine Covid-19 Infektion solange erspart, bis wir vollständig geimpft waren. Dadurch hatten wir alle einen recht milden Verlauf.)

    Australien hat geografisch doch gewisse Vorteile. Davon abgesehen, dass es viel einfacher ist eine riesige Meeresgrenze zu verteidigen, sind auch die Länder aus denen die Menschen kommen deutlich weniger und vor allem ist der Weg schwieriger. Dazu gibt es auch weniger Bilder, wenn man Flüchtlingsboote alleine auf hoher See abdrängt als wenn Menschen an der Deutschen Grenze stehen.

    GB ist anscheinend auch noch nicht wirklich erfolgreich. Nach einigen Toten Flüchtlingen rumort es dort auch. Dazu haben sie ein viel größeres Problem mit dem Fachkräftemangel.

    Davon mal abgesehen. Die Leute hungern in ihren Heimatländern. Sie müssen teilweise damit rechnen überfallen und ermordet zu werden. Du glaubst ernsthaft, dass es das Problem löst, wenn wir Ihnen sagen, dass sie hier nicht willkommen und illegal sind? Was machen wir denn mit den dann illegalen Flüchtlingen hier? Die USA haben das Problem auch. Ok, wir zahlen weniger Bürgergeld etc. Dafür haben wir mehr Armut und Kriminalität. Und was sagt wohl die Bevölkerung und die Gerichte, wenn die Bundespolizei dann kleine Kinder aus ihren Verstecken holt um sie abzuschieben? Oder wenn die Leute betteln, weil sie nichts zu essen haben?

    Da hätte ich gerne von den KritikerInnen eine überzeugende Antwort.

    Schauen wir uns einmal die Behörde an. Auch die Gruppenleitungen (B4) und die Abteilungsleitungen (B6) haben offiziell eine Arbeitszeit von 41 Wochenstunden. Diese überschreiten sie regelmäßig in dreistelliger Höhe. Da ein Abfeiern aber bedeuten würde, dass die jeweilige Vertretung (also eine Referatsleitung (B2) oder eine Gruppenleitung dann die Vertretung übernehmen würden, verschöbe sich der Berg an Überstunden lediglich innerhalb des Systems.

    Die genannten Führungskräfte haben daher ihre Überstunden zum Teil verfallen lassen. Bei dieser Besoldungshöhe sei das "eingepreist", hieß es.

    Es ist völlig klar, dass ein volles Deputat plus Koordination - nehmen wir einmal die Oberstufenkoordination - selbst bei einem Höchstmaß an Effizienz und der von Palim angesprochenen Höchstleistung der Freifahrtschein in den Burnout wäre. Sprich: Die Arbeit muss machbar sein. Die höhere Besoldung geht mit mehr Verantwortung für das Gesamtgefüge des jeweiligen Aufgabenbereichs einher - und eben nicht damit, dass man die ganze Arbeit selbst macht. Das sollte aber eigentlich evident sein, denn so funktioniert Führung.

    Dein Denkfehler ist, dass die Schulleitung nicht EINE Person ist. Die Schulleitung besteht durchaus aus mehreren Personen.

    Ich weiß es jetzt nicht von meiner aktuellen Schule, aber an meier alten Schule hat sich die Schulleitung (3 Personen) z.B. die Ferien aufgeteilt und der Bezirksregierung mitgeteit wer in welche Ferienwoche erreichbar ist. (Das heißt nicht, dass die die ganze Zeit in der Schule sind, aber sie können zumindest Post und E-Mails morgens einmal kurz prüfen (lassen) und notfalls bearbeiten).

    Wir sind zehn Personen in der eSL und haben das entsprechend aufgeteilt. So konnte letztlich auch jede/r seinen/ihren Urlaub nehmen wie in der Regel lange im Voraus geplant.

    Ich erwarte eigentlich schon, dass eine SL jeden Tag zumindest über eine gewisse Zeit, muss also nicht 1.-8. Stunde sein, um Haus erreichbar ist.

    Was Du erwartest (sic!) ist hierbei völlig unerheblich. Es gibt Vorgaben, die ja bereits angeführt wurden. Und es gibt dienstliche Verpflichtungen, die dazu führen, dass eine Schulleitung nicht im Haus ist. Das ist auch völlig OK. Und deswegen gibt es ja auch eine Stellvertretung.

    Ich kann es jetzt nur von mir sagen:

    Ich habe nicht gegen das Urheberrecht verstößen, ich melde mich nicht unberechtigt krank, ich beschäftige keinen Arbeiter schwarz, ich hinterziehe keine Steuern, ...

    Ein paar meiner oben genannten Beispiele sind nicht ausgedacht, sondern habe ich so erlebt. Das ist keine Unterstellung. Ich kenne auch Lehrer, die mir auf den Kopf zugesagt haben, dass die blau gemahct haben. Und jetzt? Was soll ich deiner Meinung nach machen?

    Dann geht es doch gar nicht um Dich. Weiter oben habe ich ja gefragt, ob es sich um anekdotische Evidenz handelt. Dann ist das bei Dir so - und dann braucht Du Dir den Schuh doch auch gar nicht anzuziehen.

    Naja, hindern könnten zum Beispiel solche Sätze sein wie das mit dem Urheberrecht, ...

    Oder einfach der Gedanke "Wenn man im Glashaus sitzt ...".

    Oder einfach "Ich will keinen Ärger. Ich weiß es zwar, aber ich übersehe es mal. ..."

    Das war so herum doch gar nicht gemeint. Mir ging es darum, wieso man einer Schulleitung unlautere Machenschaften unterstellt und bei sich selbst andere Maßstäbe anlegt.

Werbung