Beiträge von Bolzbold

    Weg mit den Bemerkungen und keine Nachteilsausgleiche. Das führt Noten ad absurdum... naja noch mehr als sie eh schon Absurd sind.

    Ich gehe davon aus, dass das nicht ernst gemeint ist.

    Vgl. GG Art. 3 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit Art 24 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung.

    Ich überlasse anderen die Interpretation der Motivlage Deiner Äußerung.

    Bundesverfassungsgericht - Presse - Bemerkungen im Abiturzeugnis über die Nichtbewertung einzelner Leistungen sind grundsätzlich geboten

    Dieses Urteil dürfte früher oder später einen Einfluss auf die geltenden LRS-Vorgaben und Nachteilsausgleiche in allen Bundesländern haben. Interessant ist diese Passage:

    "Zwar beeinträchtigt die mit einer Zeugnisbemerkung regelmäßig verbundene Offenlegung eines behinderungsbedingten Leistungsdefizits das Recht auf Darstellung der eigenen Person und kann die Erfolgschancen bei Bewerbungen verschlechtern. Auf der anderen Seite wird ein Antrag auf Nichtbewertung regelmäßig nur dann gestellt, wenn die Prognose ergibt, dass der Vorteil eines besseren Prüfungsergebnisses etwaige Nachteile aus der Zeugnisbemerkung mit Blick auf die angestrebte Ausbildung oder berufliche Tätigkeit überwiegt."

    Hier hätte die KMK nun die Chance, eine Regelung zu treffen, die für alle Bundesländer gleichermaßen gilt - sprich Notenschutz auch im Abitur und dafür Bemerkung auf dem Zeugnis oder kein Notenschutz und entsprechend keine Bemerkung.

    Ich bin gespannt, was die Interessensverbände und die Kultusministerien jetzt daraus machen werden.

    Dann kommt bei uns ein Klima der Angst hinzu, weil unsere SL eine sadistische Ader hat und auch schon mal SuS fragt, ob sie mal das Material von Frau XY sehen können und ob die auch schon mal früher Schluss macht, sowie ihre Spionin losschickt (Partnerin, die auch bei uns arbeitet), um zu kontrollieren), verbunden mit regelmäßigen Drohungen, Dienstvergehen bei der Bezirksregierung zu melden. Generell ist unsere Schule überorganisiert, wie selbst die QA letztes Jahr festgestellt hat.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Aspekt unnötig Druck im Kessel erzeugt. Wie sieht denn das Kollegium die Situation? Und kann man dagegen nicht ggf. etwas tun?
    Habt Ihr nicht eine Personalvertretung?

    Ganz ehrlich, das würde ich mir zwei oder drei Jahre antun, aber dann wäre ich weg. Bzw. ich habe mir das an meiner alten Schule zwei bis drei Jahre angetan - das war die Zeit, als unser damaliger Schulleiter zum Negativen "mutierte". Und dann war ich weg.

    Denkt man das Ganze bis zum Ende, geht es dann darum, ob der FK-Beschluss von der SL beanstandet werden muss oder nicht. Das wäre nämlich ihre Aufgabe, wenn sie die Rechtswidrigkeit des Beschlusses klar erkennen kann.
    Je nach dem, wie kontrovers diese Entscheidung war, könnten die Gegner des Antrags mit Verweis darauf, dass die Mitglieder anwesend sein müssen, das Ganze aushebeln oder zumindest Beschwerde einlegen. Dann liegt es an der SL, die sich ggf. dann von Dezernat 48 beraten lässt.

    Ich bin juristischer Laie, denke aber nicht, dass eine wie auch immer geartete Verfahrensordnung die Vorgaben des Schulgesetzes aushebeln kann. Den Passus "soweit nichts anderes bestimmt ist", deute ich als auf das Schulgesetz selbst bezogen (z.B. die Vorgabe von zwei Drittel der Stimmen, wie an einigen Stellen ja vorgesehen).

    Ggf. könnte eine schulinterne Verfahrensordnung ebenfalls durch die BR beanstandet werden, wenn sie wie von mir hier bzw. von anderen UserInnen weiter oben bereits dargelegt, konkrete Bestimmungen des Schulgesetzes aushebelt.

    Ich denke, wir haben durchaus verstanden, dass aus den von der TE dargelegten und entsprechend so empfundenen Gründen ihre Situation nun einmal so ist wie sie ist und die hier unterbreiteten Vorschläge für sie nicht umsetzbar erscheinen.


    Es liegt nun an ihr, eine Entscheidung zu treffen und diese dann konsequent umzusetzen.

    Ich wünsche der TE dafür viel Glück.

    Für mich wäre trotzdem kein Auto in Frage gekommen. Zeit im ÖPNV kann man ja auch zum Lesen/Unterrichtsvorbereitung nutzen. Das mache selbst ich bei meiner kurzen 15-20 Minuten Bahnfahrt immer.

    Zuverlässigkeit ist ein anderes Thema, da kann man aktuell in NRW nur den Kopf schütteln.

    Ich erspare mir an dieser Stelle einmal meine Geschichte von vor 20 Jahren, weil hier in diesem Forum mittlerweile vermutlich nur erwidert würde, dass, wenn ich damals X statt Y gemacht hätte und "perfekt" gewesen wäre, ich dann ja nicht die Situation gehabt hätte, die ich hatte.

    Es gibt Konstellationen, die eben extrem ungünstig sind, und in denen man trotz "Effizienzsteigerung" dennoch an seine Grenzen kommt.

    Ich denke, wir sollten alle dazu in der Lage sein, dies auch anzuerkennen, anstatt primär aus der Ferne Tipps für die Steigerung der Effizienz zu geben oder Hinweise nach dem Motto "wenn Du damit ein Problem hast/bekommst, musst Du etwas falsch gemacht haben."

    - höfliches Schreiben an die Seminarleitung, dass du aufgrund deiner finanziellen Situation kein Auto finanzieren kannst und du bittest, das bei der Schulzuweisung zu berücksichtigen.

    Das kann man probieren. Falls die Seminarleitungen immer noch so borniert sein sollten wie vor 20 Jahren, ist das ein aussichtsloses Unterfangen. Solange alle zwei Stunden ein Bus fährt (Achtung - bewusste Übertreibung), kommt man doch zur Schule.


    Gleichsam kommt hinzu, dass, falls die TE den Tipp mit den Seminarorten berücksichtigt, es sein kann, dass sie nach Kleve oder Vettweiß oder so kommt - das sind Flächenseminare, die je nach Lage der Schule ein Auto fast schon als zwingende Voraussetzung haben.

    Die Antwort auf die ursprüngliche Frage lautet "nein".
    Damit muss die TE nun für sich überlegen, was sie möchte - unter Berücksichtigung der kurzfristigen wie langfristigen Folgen ihrer Entscheidung.

    Ich halte ein zügiges Abschließen des Refs. mit zeitlich überschaubaren finanziellen bzw. den Lebensstil betreffenden Abstrichen vor dem Hintergrund der sich im Anschluss bietenden Vorteile für die sinnvollere Lösung.

    Der andere Weg ist von Anfang an eine Notlösung - und sie ist zeitlich nicht überschaubar, weil nicht klar ist, wie viel Geld die TE sparen können wird und ob die Zähne nicht letztlich doch wieder einen Teil des Ersparten aufzehren. Dann wäre da auch noch die Frage, wie hoch denn das Sparziel wäre, um über die Runden zu kommen.

    Das wären mir zu viele Unsicherheitsfaktoren über einen Zeitraum von sicherlich mehr als 18 Monaten.

    Das Problem ist, fürs Bürgergeld ist es sicher zu viel, aber zum normal leben zu wenig.

    Ich könnte mir aus jetziger Sicht schon die Kaution nicht leisten.

    Die Kaution könnte man mit einem Mietaval, also einer Bankbürgschaft, abdecken. Das habe ich mehrmals gemacht, bis meine finanzielle Situation sich dann soweit verbesserte, dass ich das auch "bar" bzw. in Form eines Sparbuchs regeln konnte.

    Also der Grundtenor ist doch, dass Leute ohne Kinder den Familienzuschlag für ungerecht halten und Leute mit Kindern vorrechnen, dass sie ja auch Kosten haben und das irgendwo angemessen finden.

    Darüber haben wir uns jetzt über 22 Seiten ausgelassen. Gibt es dazu noch irgendetwas Neues zu sagen?

    Wieso geht man direkt davon aus, dass das NICHT Ergebnis von Erziehungsleistung ist? Schau ich mich in meinem Freundeskreis so um, dann gibt es da sehr gut erzogene Kinder, die aber auch in meinem Beisein regelmäßig und frühzeitig von den Eltern zur Ordnung gerufen und deutlich erkennbar erzogen werden. So auch meine Nachbarn, die es schaffen, dass die Nachbarschaft trotz Trampolin und Pool im Minigarten nicht von ihren drei Jungs belästigt wird, weil sie superkonsequent und superschnell eingreifen, wenn es laut und störend wird.

    Das ist nicht das, was ich unter "braven und angepassten" Kindern verstehe. Für mich sind das Kinder, die von ihrem Wesen her bereits ein viel höheres Maß an Anpassungsbereitschaft besitzen bzw. aufgrund ihres ruhigen Wesens viel weniger erzieherisches Einwirken durch Erwachsene benötigen.

    Was Du beschreibst, ist konsequente Erziehung.

    Wer konsequent nicht erzieht, mag Naserümpfen verdienen. Wer das Glück hat, mit nur wenig aktiver Erziehungsleistung Vorzeigekinder zu haben, sollte hingegen eben nicht die Nase rümpfen, weil diese Eltern überhaupt keine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, eben Kinder mit anderem Wesen und Charakter zu haben, was ein hohes Maß an Erziehungsleistung erfordert.

    Ärmliche Gestalt.

    OT Nun das Phänomen ist ja nicht nur auf den Partner beschränkt. Frauen scheinen sich unter einem stärkeren Rechtfertigungsdruck zu fühlen, da sie oft diejenigen sind, die zwischen Vollzeitbeschäftigung (Rabenmutter), Teilzeitbeschäftigung (Nichts Halbes und nichts Ganzes) oder Hausfrau und Mutter (faule Sau) entscheiden müssen, damit hadern und dann dafür die Kritik der Vertreterinnen der beiden jeweils anderen Modelle ernten oder selbige aus Gründen des Haderns und des Rechtfertigungsdrucks selbst ausüben.

    Ich habe in unserem Umfeld diesbezüglich Frauen wie Hyänen erlebt. Da werden dann die positiven Eigenschaften des Kindes als eigene Leistung verkauft und gerne mal die Nase vorzugsweise über Jungenmütter gerümpft. (Und es sollte klar sein, dass ein braves angepasstes Mädchen, um das Klischee zu bedienen, in der Regel kein Ergebnis der eigenen Erziehungsleistung ist sondern primär schlicht das Wesen bzw. der Charakter des Kindes.)

    Sich mit fremden Federn zu schmücken ist heute nach wie vor ganz wichtig für den einen oder die andere. Meine Kinder sind zum Teil das, was man gerne mit dem Begriff "Problemkinder" etikettiert - aber wenn meine Frau und ich sie zu anständigen Menschen erziehen, können wir auf unsere Erziehungsleistung um ein Vielfaches stolzer sein als es eine Mädchenmutter mit Vorzeigekind je könnte.

    Die Frage ist eher: wie kommen Männer mit dem Fall klar, dass sie „nach unten heiraten“? (Den Ausdruck finde ich übrigens Mega bescheuert) Wollen Männer gern der Boss in der Ehe sein, mehr verdienen, damit die Frau zu Hause bleibt und ihnen den Haushalt macht? Haben viele ein so altes Rollenbild, dass sie gern der Mann im Haus sein wollen?

    Ich hab eigentlich in jeder Phase meiner Ausbildung einen Partner gehabt, der auf dem gleichen Ausbildungsniveau wie ich war. Schule, Ausbildung und Studium. Und geheiratet haben dann zwei Ingenieure. Das war und ist genau richtig für mich.

    Das mag für einige Männer zutreffen. Ich könnte mir in der heutigen Zeit eher vorstellen, dass hier das Relikt des "Versorgers" immer noch stark mitschwingt. Wenn die Partnerin dann von sich aus, wenn die Kinder da sind, lieber Teilzeit arbeiten möchte oder je nach Betreuungssituation und ArbeitgeberInnenhaltung einer oder beide Partner nur bedingt in Teilzeit arbeiten wollen (und können), dann kann dieser Aspekt durchaus eine wichtigere Rolle spielen.

    Bei aller Aufklärung und Emanzipation kann man sich vermutlich doch nicht vollständig von Traditionen lösen, die über Generationen gelebt wurden.

    Der Arbeitsort ist für den Familienzuschlag in NRW nicht von Bedeutung. Es zählt der Wohnort des Beamten. Also Arbeitsort Duisburg und Wohnort Düsseldorf und du bekommst bei der Familienzulage die Stufe 6, obwohl Duisburg Stufe 3 hat.

    Richtig, aber es bestehen durchaus gewisse räumliche Zusammenhänge zwischen Arbeitsort und Wohnort - auch wenn sich die Mietstufen hüben wie drüben deutlich unterscheiden können.

    Entschuldige, aber das stimmt ja so nicht. Ich bin trotz grundständiger Ausbildung nicht verbeamted. ( und offenbar trotzdem gut genug, den selben Job zu machen).

    Korrekt - und die BasherInnen könnten ebenfalls gesundheitliche oder andere Gründe für die Nichtverbeamtung anführen. Es ging mir um das Grundprinzip in der Neiddiskussion - nicht um eine 100% Übereinstimmung.

    Vom Grundprinzip her ist diese Diskussion vergleichbar mit dem allseits bekannten BeamtInnenbashing. Ich sage den BasherInnen immer, dass es jedem/jeder freistehe, bzw. freigestanden hätte, ebenfalls Beamte/r zu werden. Ebenso steht/stand es jedem/jeder frei, Kinder in die Welt zu setzen, an einem Ort mit hoher Mietstufe zu leben und dann "fett zu kassieren"... Männer sind sogar biologisch im Vorteil...

    Da ich eine ähnliche Situation habe und den Krampf mit Konferenzen/vielen Bildungsgängen kenne, kann ich nur dazu raten jemanden auf Minijob zu beschäftigen, der an den Tagen das Kind vom Kindergarten abholt und entweder bei sich oder bei euch betreut. Die Kosten kannst du dann ja auch bei der Steuer ansetzen.

    Ich hatte zb die Jahrespraktikantin im Kiga gefragt und die hat oft mein Kind mitgenommen bzw war auch teilweise hier zu Hause mit ihr. Da würde ich ggf mal in der Einrichtung fragen. Zettel aufhängen dort oder auch die Leitung fragen, ob noch Kontakt zu ehemaligen Erzieherinnen oder Praktikantinnen besteht.

    Bekannte/Freunde die im Notfall mal einspringen sind natürlich als Backup gut zu haben, aber wenn es regelmäßig als Betreuung gedacht ist finde ich das keine gute Lösung für mich.

    Ansetzen ja, aber das reduziert lediglich Dein zu versteuerndes Einkommen. Das bedeutet dass ich letztlich eben von dem Geld, das ich bezahle, nur anteilig etwas wiederbekomme. Diese Lösung reduziert den Stress, kostet aber eben effektiv erst einmal spürbar Geld.

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