Beiträge von Bolzbold

    Die Zusammenstellung der Items halte ich für sehr oberflächlich - die Ergebnisse und die Zusammenhänge stehen damit im Vorfeld der Umfrage bereits fest.

    Der Beitrag #7 von Antimon trifft ziemlich genau ins Schwarze. Ggf. könnte man jetzt noch den Faktor eigene Kompetenz oder Unsicherheit irgendwo mit einbauen - auch hier sind die "Ergebnisse" vorhersehbar.

    Besonders sträflich finde ich das Verhältnis zwischen den Fragen, die sich konkret auf ChatGPT beziehen, und den anderen Fragen sowie deren inhaltliche Tiefe. Bei den generellen Fragen zur Technikaffinität sind spürbar viele Kontrollfragen mit drin. Das kann sinnvoll sein, kann aber auch bei etwas weniger aufmerksamen Teilnehmenden die Ergebnisse verfälschen.

    Schaut man sich die zahlreichen Beiträge zu dieser Thematik in Fachportalen oder -zeitschriften an, dann kommt diese Umfrage reichlich spät, vielleicht sogar zu spät, weil sie den bisherigen Erkenntnissen hinterher hinkt.

    Lehrer-Umfrage zu ChatGPT & Co. | PhV NRW (phv-nrw.de)

    Hälfte der Schülerinnen und Schüler hat schon mal ChatGPT genutzt | Presseinformation | Bitkom e. V.

    Lehrer-Umfrage zu ChatGPT: Eher Skepsis und Unsicherheit (bildungsklick.de)

    Der schriftliche Teil kann heute wirklich nicht mehr so relevant. Die KI ist da mittlerweile so effizient und schnell...ich kann jede japanische Zeitung über die Kamera-App simultan übersetzen. Hat eigentlich nur noch nostalgischen Wert.

    Es geht um das eigenständige Denken. Um Code-Switching, um den aktiven, reflektierten Umgang mit in diesem Fall zwei Sprachen. Wollen wir das eigenständige Denken der KI überlassen?

    Co für den Job, den du gar nicht machen möchtest und bei dem du davon ausgehst, dass Anstand und Moral zuerst über Bord gehen? Na danke für das zweifelhafte Kompliment. ^^

    Nein, ich halte Dich für einen sehr schlauen und integren Menschen, mit dem ich mir eine solche Tätigkeit, die ich mir in der Tat nicht vorstellen kann, noch am ehesten durchziehen wollen würde, wenn ich denn müsste. Ein bisschen viel Konjunktiv, aber ich denke, Du hast es auch so verstanden.

    Ob nun im LK in der Q2 oder in der 8. Klasse - im Fremdsprachenunterricht erlernen die SuS' unter anderem die aktive schriftliche wie mündliche Kommunikation.
    Wenn ich in meinem Unterricht das Erlernen dieser Kompetenzen sowie die Fähigkeit, dies spontan und situationsadäquat zu tun - und damit weniger das Endprodukt - in den Fokus rücke, dann liefern die SuS' auch keine KI-generierte Hausaufgaben ab. In der Klassenarbeit funktioniert das ohnehin nicht - es sein denn die SuS' begehen Täuschungsversuche.

    (So gesehen ist auch der mittlerweile ein paar Jahre alte Vorwurf einer Abiturientin an die Schule, dass sie zwar in drei Sprachen Gedichte analysieren könne, aber weder eine Steuererklärung noch eine Mietvertrag ausfüllen könne, eigentlich die klarste Mahnung an das, was wir Lehrkräfte vermitteln müssen - nämlich, dass das, was wir in der Schule machen, früher oder später einen echten Lebensweltbezug und damit einen echten Mehrwert haben wird. Die junge Dame sollte eine Menge an Problemlösekompetenz und Texterschließungskompetenz mit auf den Weg bekommen haben. Wenn sie natürlich nur stupide für ihre Leistungsnachweise gelernt hat und nur auf das Endprodukt geschielt hat - so verständlich das beim Punktesammeln auch sein mag - dann hat sie eigentliche Bildungsziel nicht erreicht.

    Fazit: Möglicherweise nicht jetzt, nicht morgen, aber eines Tages. Und genau dafür sollen die SuS' gerüstet sein. Ich sollte im Ausland auch dazu in der Lage sein, den Sinn mir unbekannter Texte zu verstehen, dies ggf. zusammenzufassen und entsprechend zu handeln. Sich auf KI zu verlassen, ist verführerisch. Und es zeigt auf absurde Art und Weise, wie sehr man sich der Faulheit oder der Bequemlichkeit halber, weil es einem vordergründig nutzt, durch KI fremdbestimmen lässt. In anderen Bereichen würde man da sofort auf die Barrikaden gehen...)

    Es geht hier in meinen Augen primär um ein rechtssicheres Vorgehen - da kann ein Kontakt zur Schulleitung durchaus sinnvoll sein.
    Wie die Eltern dann mit der getroffenen - rechtssicheren - Entscheidung umgehen, ist für die ursprüngliche Frage eher sekundär von Belang.

    Eltern wählen gerne den Weg "nach oben", weil sie hoffen, dass ihr temporäres Gefühl der Ohnmacht bzw. Unterlegenheit gegenüber der Lehrkraft durch die in ihrem Sinne zu treffende Entscheidung der höheren Instanz kompensiert wird.

    Ebensolche Schreiben gehen auch in die Behörde - mit der grotesk anmutenden Forderung oder Hoffnung, dass der/die MinisterIn höchstpersönlich in die nur die Schule bzw. eine/n SchülerIn, eine Lehrkraft und ein Elternpaar betreffende Angelegenheit eingreifen wird.

    Klar habe ich mir das durchgelesen.

    Was ich mit meinem "Fazit" meinte, war, dass wir über den Inflationsausgleich im Moment nicht nachzudenken brauchen und die Infos beim LBV veröffentlicht werden, wenn es soweit ist.

    Indirekt war das auch eine zustimmende Reaktion auf sissymaus und CDL.

    Nachtrag;

    Der Finanzminister schaut dann gelangweilt aus dem Fenster und wettet mit dem Staatssekretär das beim nächsten Mal nur noch die Hälfte da stehen. Dann ruft der den Verhandlungsführer der TdL an und sagt "Hier ist alles ruhig, halt sie hin".

    Und vielleicht sollte die nächste Demo auch am Schulministerium vorbeigehen. Da kann Herr Reuel dann sein Oberlandesgericht vernünftig absichern.

    Das ist aber nur die Nebenstelle - und das LKA liegt direkt gegenüber vom MSB.

    Ich komme aufgrund des einsetzenden Berufsverkehrs immer zur 1. Stunde, auch wenn ich eigentlich erst zur 2. oder gar 3. Stunde kommen müßte. Insb. zur 3. Stunde verlängert sich die Fahrzeit so enorm, daß es keinen Sinn macht wenig später loszufahren. Außerdem haben wir keine Lehrerparkplätze, so daß man sich dann mit einer chaotischen Parkplatzsituation abplagen darf, weil überall Schüler-PKWs rumstehen, so daß man nicht einmal mehr vernünftig durch die Zuwegungen kommt. Feuerwehrzufahrten? Alles zugeparkt! :daumenrunter:

    Das ist bei mir ganz ähnlich. Im neuen Schuljahr könnte ich jedoch tatsächlich immerhin einmal erst kurz vor der 3. Stunde kommen und dann morgens das Ganze etwas ruhiger angehen lassen.

    Bolzbold for Kultusminister oder besser noch Bundeskanzler wegen Grundgesetzänderung.

    Ich weiß nicht, ob ich das damals schon geschrieben habe, aber deine Vorschläge finde ich so mega schlüssig und sinnvoll, dass ich mir wünschte, du hättest die Entscheidungsgewalt.

    Jetzt werde ich doch etwas rot. :P

    Gleichzeitig bin ich oder bleibe ich aber nicht minder ernüchtert, weil bzw. wenn ich sehe, wie Politik funktioniert. Das, was ich geschrieben habe, wird nie so eintreten, weil das nicht zuletzt die Karrieremöglichkeiten derjenigen, die darüber zu entscheiden hätten, ganz massiv beeinträchtigen würde.

    Es würde nämlich einen Konsens der Vernunft über alle parteipolitischen und individuellen Interessen erfordern - läuft also all dem, was PolitikerInnen betreiben, diametral entgegen und widerspräche dem von unseren PolitikerInnen zugewiesenen Sinn und Zweck von Parteien, von Parteipolitik, Opportunismus und der Funktion von Opposition.
    Demokratie ist ja grundsätzlich eine feine Sache. Aber in unserem Lande sieht man auch sehr deutlich, wie Individuen ganz augenscheinlich versuchen, aus selbiger primär für sich selbst Kapital zu schlagen. Und man sieht, dass auch (oder gerade auch) in Demokratien Macht den Charakter korrumpiert.

    Aus eben diesem Grund würde ich persönlich niemals in eine Partei eintreten oder gar überhaupt in die Politik gehen wollen. Diese ist in meinen Augen ein schmutziges Geschäft, in der Anstand und Moral zuerst über Bord gehen, da man ansonsten überhaupt gar nicht in irgendeine Position käme, in der man wirklich etwas bewegen könnte.

    Das in meinen Augen traurige Fazit sieht so aus, dass wir uns eigentlich gar nicht mehr über Reformen im Schulsystem zu unterhalten brauchen, weil die Zahl der Player und die Zahl derer, die durch Reformen um ihre eigene Macht und Position fürchten, zu groß ist, als dass es jemals zu einem "großen Wurf" kommen könnte.

    PS: Ich wünsche mir CDL als Co.

    Danke an Palim für die übersichtliche Zusammenfassung der Problematik.

    Das ist die Realität in Deutschland. Und sie wird sich nicht ändern lassen, weil zu viele Player im System mitmischen, die unterschiedliche Kompetenzen haben, unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Ziele.

    Ich schrieb es anderenorts schon einmal. Was wir brauchen, ist...

    ... eine nationale Bildungsbehörde, die dem direkten Zugriff der Politik entzogen ist, über einen großzügigen Etat verfügt und sachorientiert arbeitet. (=> Grundgesetzänderung)
    ... im Zuge dessen die Abschaffung der Kultushoheit der Länder. (=> Grundgesetzänderung)

    ... die Abschaffung der kommunalen Trägerschaft und die Überführung der Zuständigkeit für die Schulen an den Bund. (=> Grundgesetzänderung, Änderung in den Länderverfassungen)

    ... die Einrichtung von Verwaltungsstellen (Schulorganisation, Gebäudemanagement, Haushalt, Personalmanagement) parallel zur didaktischen Leitung, Einrichtung von sozialen/psychologischen Diensten sowie IT-Verwaltungsstellen an jeder Schule.

    Auch wenn ich eigentlich ein Optimist bin, gehe ich hier davon aus, dass nicht einmal meine Enke das erleben werden.

    Ich glaube, worüber wir uns an Schulen verstärkt unterhalten müssen, ist die Abgrenzung von sachlich berechtigter (!) Kritik am Verhalten einiger Mitglieder von Minderheiten und unreflektierten, populistischen und generalisierenden Phrasen wie sie eben die Braunen, aber eben auch Menschen, die nicht überzeugte Nazis oder Protestwählerinnen sind, von sich geben.

    Die Übergänge sind hier fließend - da gilt es ein Auge drauf zu haben.

    Im Rahmen einer Bewerbung für den Auslandsschuldienst oder einer Beförderung wird eine entsprechende dienstliche Beurteilung - im Falle der Beförderung in Verbindung mit einer Revision - anlassbezogen erstellt. Die hat mit zurückliegender Erkrankung o.ä. erst einmal nicht viel zu tun.

    Gleichwohl sollte man vor dem Hintergrund des aktuellen Leidensbildes vielleicht nicht unbedingt an die Karriere denken. Wer gesundet, kann wieder belastbar sein und dadurch auch konkrete Karrierepläne machen und diese verwirklichen. Wer nicht gesund ist, bei dem sind die Chancen eines "Scheiterns" womöglich höher und die Auswirkungen dieses Scheiterns auf die Psyche umso gravierender.

    Daher würde ich empfehlen, eins nach dem anderen zu machen. Erst die Gesundheit - die ist das wichtigste - dann die Karriere.

    Ob die Zusatzaufgabe, die mit A14 verbunden ist, wirklich anstrengender ist als der Fahrtweg?

    Eine A14-Aufgabe ist zudem zeitlich begrenzt, wenn ich das richtig erinnere.

    Nein. Sie kommt on top. Irgendwann schrieb hier mal jemand sinngemäß, dass die Behörde davon ausginge, dass man so "gut" sei bei einer Beförderung, dass man das zeitlich und energetisch hinbekäme.

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