Ich frage mich auch noch, wie du dir die Zusammenarbeit vorstellst, wenn die Kinder kein Deutsch sprechen? Das bisschen Englisch - und das, was deutsche Grundschüler können - reicht ja nicht zu sehr viel Kommunikation zwischen den Kindern...
Je jünger die Kinder sind, desto besser kommen sie manchmal ohne gemeinsame Sprache aus ![]()
Bei einer Fortbildung zu Comenius (also schon länger her) berichtete mal eine Grundschullehrerin von ihrem Austausch mit Schülern einer dritten Klasse. Einige Kinder waren bei der Fortbildung mit dabei und haben selbst von ihren Erfahrungen erzählt. Das hat so gut geklappt, dass nach dem Austausch die Familien sich gegenseitig auch privat besucht haben.
Auch mit älteren Schülern hat man manchmal nur sehr wenig gemeinsame Sprache. Wichtig ist es dann, dass die Lehrkräfte Aktivitäten in der Muttersprache erklären können. Die Aktivitäten an sich können die Schüler dann gemeinsam ausführen. Z.B. so etwas hier: https://www.dfjw.org/ressourcen/die…egegnungen.html . Oder gemeinsam etwas malen, basteln, sportliche Aktivitäten, ... passend zu einem Thema (z.B. Wald, Natur, Naturschutz, ...)
Bei einem Austausch geht es oft, aber nicht nur um die Sprache. Schüler erfahren, dass Fremdsprachen wichtig sind (und dass sie mit ihrem bisschen Englisch ganz schön weit kommen können). Es geht aber auch um das "Gefühl", das Kennenlernen von Menschen aus anderen Ländern und die Erkenntnis, dass man sich sehr sehr ähnlich ist(https://www.austausch-macht-schule.org/initiative/austausch-wirkt).