Beiträge von Herr Rau

    Ich habe diese Begriffe nicht benutzt, aber finde diesen "Reflex" sehr nachvollziehbar. [...]

    Zu sagen, dass hier ist ja ein privates Internetforum und deshalb sei es gar keine Zensur, finde ich ein täuschendes Argument

    Nachvollziehbar: Ja. Aber wir sind gebildete Akademiker und sollten unsere eigenen Reflexe zu überprüfen gelernt haben. Ich finde das Argument nämlich mitnichten täuschend, und eine Entwertung des Begriffs Zensur. Es ist eben keine solche, sondern ehrlicher: "Man darf hier bei fremden Leuten nicht sagen, was man will (und nicht mal darüber diskutieren)", und das klingt dann schon viel weniger dramatisch. Ersetze "Internetforum" und "S-Bahn" und du hast das gleiche. In dr S-Bahn wünschte ich mir mehr Moderatoren, ehrlich gesagt, von Bahnreisen zum Zeitpunkt von Fußballspielen ganz zu schweigen. "Ich hab meine Karte gekauft, ich darf hier machen, was ich will." Nein.


    (In meinem privaten Blog lasse ich auch nicht alle Kommentare durch.)

    Während kritischer Phase in Großbritannien gelebt: Darf auch nicht spenden. Dort auch nicht: Ich hab's im Urlaub mal bis in den Wagen geschafft, die Kekse standen schon da - aber ich brauche einen (festen örtlichen) Arzt im UK, an den dann die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung geschickt werden. Ohne diese Untersuchung und diesen Arzt ging nichts.

    Ich meine mich zu erinnern, dass wir mal von einer anderen auf diese neue Forensoftware umgezogen sind, also nicht nur Update. Mussten unsere Benutzerkonten neu anlegen; ich weiß das noch, weil ich Stefan gebeten hatte, die Höchstlänge für das eigene Motto heraufzusetzen, damit ich mein altes behalten konnte. Aber ich weiß nicht mehr, wann das war. Sind unsere alten Beiträge da mit umgezogen worden? Ich weiß es nicht mehr.


    Vor 17 1/2 Jahren: Alles wie jetzt, mehr oder weniger. Youtube gab's damals noch nicht, auch kein Facebook in Deutschland. Der gleiche Schreibtisch, anderer Monitor und Rechner.

    Dass soetwas belangloses wie ein Reaktionssystem in einem Forum eine "sehr relevante Frage" ist,

    Ich würde ja gerne nicht mitreden, wenn man mir einen geeigneten Smiley anböte. Im Moment, ich wiederhole es, muss ich einen Thread mit meinem Kommentar aufblähen oder als nichtwidersprechend betrachtet werden.

    Ich möchte einen Knopf um ausdrücken zu können, dass ich einen Post für inhaltlich falsch/unsinnig/unzutreffend finde. Gerne so dezent, wie es die Dezentwoller wollen. Ich kommentiere meist dann nicht, wenn alle Argumente bereits vorgebracht wurde: Dann mache ich ein "Gefällt mir" bei denen, die mir gefallen, und muss schweigen bei denen, die mir nicht gefallen.

    Ach was ein schönes Beispiel: Herr Rau, was gefällt dir daran nicht? Dass ich Connis Meinung nach genau lese, mehrere das Wort so verwenden oder es noch nicht im Duden steht?

    Wenn ich das hätte erklären wollen, hätte ich einen Kommentar geschrieben. Ich will nicht dazu gezwungen sein, alles zu erklären oder zu schweigen. Beruflich bin ich Pädagoge, aber hier möchte ich weder mich erklären müssen noch anderen etwas erklären. Meine Ambiguitätstoleranz ist hoch.


    Aber wenn du fragst: Das Wort "Aufgebähren" steht nicht nur nicht im Duden, es gibt auch echt wenig Google-Fundstellen dafür (~212); diejenigen, die ich angeschaut habe, sehen nach Verschreibern aus oder sind nur scheinbare Fundstellen. So ein Wort falsch zu verwenden, ist kein Problem; darauf hinzuweisen, auch nicht; dass der Hinweis darauf ohne nachvollziehbare Begründung abgetan wird, gefällt mir dagegen nicht.


    Und ja: Ich experimentiere gerade mit Daumen hoch und runter und schaue, was passiert. Ist für mich ja auch neu hier.

    Kennt ihr Stack Overflow? Eine Webseite mit ausgeklügeltem Kommunikationssystem für Fragen und Antworten. Im Original für Programmierfragen, inzwischen auch mit gleichartigen Seiten für Film- und Literaturfragen, für Englische Sprache, für alle möglichen Themen. Allen gemein ist, dass Antworten auf Fragen bewertet werden können - Daumen hoch oder Daumen runter. (Ich weiß nicht, wie die Knöpfe dazu aussehen oder heißen, ist mir als Strukturalist auch nicht so wichtig.) So sieht man, was die Community von Antworten hält. Ohne Begründungen in die eine oder andere Richtung.


    Das finde ich sehr gut, und das System funktioniert auch sehr gut. Nennt die Knöpfe "Stimme zu" oder "Stimme nicht zu", genau das bedeuten sie ja. Unmissverständlich, finde ich.


    Ja, ein Forum ist etwas anderes; hier geht es mehr um Austausch als um Fragen und Antworten - es gibt mehr thread drift, und als Fragesteller muss man damit rechnen, dass dann doch auch über anderes als die Frage gesprochen wird. (Gefällt mir.)

    Fast alle Argumente für oder gegen einen "Gefällt mir nicht"-Knopf kann man auch auf einen "Gefällt mir"-Kopf übertragen. Da weiß man genauso wenig, warum der gedrückt wurde. (Das heißt, ich hatte da nie das Gefühl, das misszuverstehen, und bei "gefällt mir nicht" auch nicht.)


    Manches hier gefällt mir nicht, aber ich lasse gerne denen das letzte Wort, die immer das letzte Wort haben müssen. Ihr wisst vielleicht, wer ihr seid. Oft wiederholen sich die Argumente, schlechte wie gute, da ist es geradezu kontraproduktiv, wenn ich auch nochmals meinen - ja auch schon bereits gesagten - Senf dazu gebe. Da würde mir ein "Gefällt mir nicht"-Knopf sehr passen. Man kann ihn nennen, wie man will; ich bilde mir ein zu wissen, was damit gemeint ist.

    In Bayern kann man stets ein drittes Fach als Erweiterungsach nachstudieren, Stichwort "nachträgliche Erweitreung", steht in der LPO (Lehramtsprüfungsordnung) für Bayern. Damit hat man dann eine vollwertige Qualifikation für ein weiteres Fach. Ansonsten gibt es recht gelegentlich verschiedene Maßnahmen unter verschiedenen Namen, die lediglich zu Unterricht in bestimmten Jahrgangsstufen qualifizieren. (Was formal nicht nötig ist, da man ohnehin fast immer fachfremd eingesetzt werden kann in Sek I.)


    Im Moment wird die nachträgliche Erweiterung im Fach Informatik (Gym) bzw. IT (Realschule) auch durch Anrechnungsstunden (=weniger Unterricht, technisch: voll bezahlte Teilzeit) und eigene Veranstaltungen an den Universitäten unterstützt, weil man im Zug des G9 wieder einen Schwung Lehrkräfte dafür braucht - so war das vor fünfzehn Jahren auch, als das Fach eingeführt wurde.


    Nachtrag: Details z.B. von hier aus: https://ddi.ifi.lmu.de/Nachqualifizierung

    In BY muss man zumindest am Gymnasium ja bei den Schülern, die eine Stegreifaufgabe (oder: Ex = kleiner, unangekündigter Leistungsnachweis über die letzten 2 U-Stunden) verpasst haben, weil sie gefehlt haben, eine Note (kleiner LN) "nachholen".

    Einen Tipp habe ich nicht, aber ich glaube, man muss die gar nicht unbedingt nachholen - jedenfalls nicht laut GSO. Die Lehrerkonferenz kann allerdings Regelungen treffen, wie mit kleinen schriftlichen Leistungserhebungen umzugehen ist - ob man die nachholen muss, oder nur angesagte, oder die nicht, und ob sie an Tagen von großen Leistungserhebungen erlaubt sind, und so weiter.

    Dass jemand zwei verschiedene Einsatzschulen bekommt, also zwischendrin nochmal wechseln muss, kommt eher selten vor (Disclaimer: Das ist meine - allerdings schon jahrelange - Beobachtung in Bayern. Wer jetzt aufschreien möchte, dass es aber bei ihm und fast seinem gesamten Seminar so war: You're welcome!). Außerdem sind die Einsatzschulen oft im ländlichen Raum, und die Schulen haben ein paar Vermieter an der Hand, die Wohnraum an Referendare vermieten. Meist möbliert, so dass man bei dem Wort "Umzug" eher an Papas Kombi als an den 40-Fuß-Container denken sollte.

    So einem charmanten Versuch, Widerspruch gar nicht erst zuzulassen, kann ich einfach nicht widerstehen: Doch, in meinen jahrelangen Beobachtungen ist das anders in Bayern. Wer das Einsatzjahr im September beginnt, bleibt meistens ein Jahr an der Schule; wer im Februar beginnt, häufig. Beides heißt, dass Wechsel weit entfernt sind von "eher selten" - das sind nun seit zwanzig Jahren meine Beobachtungen an der Einsatzschule - wir hatten früher jedes Jahr um die zehn, wenn auch jetzt gerade nur drei oder vier Referendare. Münchner Speckgürtel statt ländlichem Raum. Disclaimer: Vielleicht gilt das ja nur an meiner Schule und alle anderen sind anders.)

    (Schriftliche) "Tests" gehören übrigens in (einigen/vielen?) Bundesländern nicht zu den schrifltchen Leistungen, sondern zu den mündlichen und/oder sonstigen Leistungen.

    Das war in Bayern bis vor ~15 Jahren auch noch so. Inzwischen gibt es große und kleine Leistungserhebungen, und - unabhängig davon - schriftliche und mündliche (und, seltener, praktische/sonstige). Die Unterscheidung schrifltich-mündlich ist z.B. für Legastheniefälle relevant.

    Wenn nun die Antragsteilzeit auf 24 Stunden hochgesetzt wird, wird der Krankenstand ins Unermessliche gehen.

    Als die gleiche Maßnahme vor zehn Jahren die Lehrer und Lehrerinnen am Gymnasium betraf, war das nicht so. Es gab auch keine Petition.

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