Beiträge von Herr Rau

    Gestern habe ich übrigens gelesen, dass die jüngste Virengeneration die DNS-Cache der Browser verändert, so dass man eben trotz Eingabe einer korrekten Adresse (von Ebay oder einer Bank) an eine getürkte Adresse verwiesen wird. Bei Linux halte ich das aber erst mal für unwahrscheinlich, aber gut zu wissen für die Zukunft.

    Geschieht das nur, wenn du www.lehrerforen.de öffnen möchtest, oder wenn du Firefox überhaupt startest?


    Im zweiten Fall kannst du unter Extras/Einstellungen/Allgemein die Startseite festlegen. (Wenn das nicht funktioniert, hast du wohl tatsächlich malware. "Browser Highjacking" heißt das, auch wenn ich das auch nicht von Linux kenne.)


    Tritt das Problem erst seit kurzem auf, oder seit Installation von Firefox?


    Wenn das Problem nur bei www.lehrerforen.de auftritt: Macht es einen Unterschied, ob du die http-Adresse direkt in die Adresszeile des Brwosers eingibst, oder einem zuverlässigen Link folgst?

    Vor Gericht muss man auch die Kopfbedeckung abnehmen, wenn man als Zeuge geladen ist. (Ja! Ja! Ich geb's zu, Fernsehprogramm am Nachmittag!)


    Ich halte ja auch viel von Grundsatzdebatten, aber warum Probleme schaffen, wo es keine gibt? Bei uns (Gymnasium, Bayern) gilt für Unter- und Mittelstufe, dass im Unterrricht die Kopfbedeckung runter muss, und das führt weder zu Diskussionen noch zu Missstimmung. In der Oberstufe gibt es gar keine Probleme, aber da stören mich Mützen auch nicht.


    Timm schreibt: "Ich habe ja bereits mehrfach geschildert, warum ich das Mützenverbot nur für anlassbezogen rechtfertigbar und somit angemessen halte." Und damit ist seine Meinung konsequent. Ich akzeptiere aber seine Prämisse nicht, und muss deshlab auch seine Schlussfolgerungen nicht teilen.


    Aber es hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, in welche Persönlichkeitsrechte ich als Lehrer eingreife, und inwiefern das vermeidbar ist.

    Ich glaube nicht, dass man diese Browsereinstellung übers Internet auslesen kann (die Art des verwendeten Browser schon), bin aber kein Experte.
    Diese zwei Kodierungen sind die gängigsten in Deutschland. UTF ist internationaler. Aber es konnten eigentlich nur eine der beiden Kodierungen sein bei dir, daher wusste ich das. -- Ich hatte gerade technisch ein bisschen im Zusammenhang mit diesen Kodierungen gebastelt. (Entscheidung: Soll ich meine eigenen WWW-Seiten als UTF oder ISO kodieren? Unsere Schulhomepage hat ISO, wenn die einen UTF-Feed integrieren soll, gibt's Umlautprobleme. Also von UTF auf ISO gestellt. Das war die Kurzfassung.)

    Justus, du verwendest als Zeichenkodierung UTF-8; das Forum hier verwendet als Kodierung ISO-8859-1.
    Die bevorzugte Kodierung kann man am Browser einstellen; es gibt etwas wie "Automatisches Erkennen", den manchmal steht im Kopf der HTML-Seite etwas zur Kodierung, das ist bei den Seiten des Forums nicht der Fall. Ansonsten habe ich bei mir ISO-8859-1 als Standard im Browser, wenn ich auf UTF-8 umschalte, sehe ich deine Umlaute ganz richtig, aber die des restlichen Forums nicht mehr.
    Hoffe, das hilft. Eine Änderung hier habe ich nicht bemerkt.

    Zitat

    und nur Fernseh gucken kann


    Ha. Bei mir waren es damals "Hör mal, wer da hämmert" und "MASH". Das ist acht Jahre her, aber am Fernsehprogramm hat sich wenig geändert.


    Nichts gegen MASH, wohlgemerkt.

    Eine kleine Lanze:


    Mein Seminar war in Ordnung. (Bayern, Gymnasium.) Der eine Seminarlehrer war schlecht, wir hielten ihn für schlecht. Der andere war gut, manche hielten ihn für gut, andere hielten ihn für schlecht.


    Objektive Kriterien wie die in diesem Thread genannten achte ich, wie etwa die Aktualität der Beiträge, das Einbeziehen neuerer Erkenntnisse als des Behaviorismus. Aber bei manchen Klagen, die ich von Referendaren höre, geht es eher um die Persönlichkeit des Seminarlehrers oder das Gefühl, von ihm missverstanden zu werden.


    Jedes Nomen steht immer in einem Fall, egal, ob es als Subjekt oder Objekt oder Teil einer adverbialen Bestimmung verwendet wird. Wie man auf den richtigen Fall kommt, dafür gibt es verschiedene Methoden, man kann danach fragen oder es ersetzen mit einem anderen Nomen/Artikel, bei dem man den Fall deutlicher am Artikel oder am Substantiv sieht. Es braucht halt Übung.

    Molière wird viel gelesen, ich selber hab mal gemacht Goldoni, "Der Diener zweier Herren" - einfache Komödien, die wenig Anforderungen an das Schauspieltalent stellen, bei denen man ruhig übertreiben darf. Eben wegen dem Inszenieren.

    Man darf Hausaufgaben als solche (zumindest in Bayern) nicht benoten. Wenn man aus ihnen durch Abfrage oder sonst irgendwie eine Note machen kann, dann zählt sie wie jede andere mündliche Note (die man durchaus unterschiedlich gewichten kann).


    Man darf sie benoten, wenn man dadurch überprüft, ob der Schüler den Inhalt der Hausaufgabe begriffen hat. Meistens fragt man also über den Inhalt der Hausaufgabe aus, und das darf man benoten. Wenn Schüler Vokabeln lernen oder texte lesen sollen, ist das kein Problem. Wenn ein Schüler keinen Essay zum Vorlesen hat, darf man das auch benoten.


    Ich würde trennen einmal in Aufgaben zum Üben, und mich nur mäßig ärgern, wenn die nicht gemacht werden. Wenn die Übung nicht nötig war, dann war es auch die HA nicht, und wenn sie nötig war, sollte sich das in der Schulaufgabe bemerkbar machen. (Leider funktioniert das nicht immer.)


    Wenn die Hausaufgabe der Vorbereitung der folgenden Stunde dient (Text lesen), und nicht gemacht wurde, würde ich schlechte Noten geben. Den Schülern sollte der Unterschied zwischen den beiden Arten bekannt gemacht werden.


    Natürlich gebe ich lieber gute Noten als schlechte. Aber wie man das verhindern kann, dass die Schüler keine vorbereitenden Hausaufgaben machen, weiß ich auch nicht. Das mit dem Freiwillig-da-sein nimmt jedenfalls kaum ein Schüler ernst.


    Vielleicht fällt mir später noch was ein. Ich kenne das Problem jedenfalls genauso.

    Die MacLaverty-Geschichte habe ich mal im LK English verwendet, in einer Kurzgeschichtensequenz. Ich habe aber nicht viel mit ihr angestellt, fürchte ich. - Zu Irland habe ich noch etwas mehr Material, aber zu Nordirland war's das schon.

    Eine Kurzgeschichte, "Walking the Dog" von Bernard MacLaverty, aus der gleichnamigen Kurzgeschichtensammlung von MacLaverty. 90er Jahre. Ein Nordire wird beim Spazierengehen mit dem Hund in ein Auto gezwungen und soll sich zur IRA bekennen und Protestanten verpfeifen, oder IRA-Leute nennen, die wenigstens für ihn bürgen können. Die Entführer fragen ihn aus nach Beruf, Religion sowieso, Aussprache bestimmter Wörter - eben solcher Merkmale, die man auch im nordirischen Alltag immer bentuzt, wenn man jemandem Fremden gegenübertritt, um herauszufinden, in welche Ecke er gehört. (Sagte MacLaverty jedenfalls mal bei einer Lesung.)
    Am Schluss waren die Entführer dann auch Protestanten und keine IRA-Mitglieder, sie hatten sich nur als solche ausgegeben. Die Pointe geht gnadenlos an unaufmerksamen Schülöern vorbei. "Aber da steht doch, die sind von der IRA." Aber schöne Geschichte.

    Zitat

    Da es sich hierbei um einen orginalen Vokabeltest handelt, ist mir wieder klar, warum ich mit keinem Englisch sprechenden Menschen ein vern�nftiges Wort wechseln kann...


    "Mensch, mein Vater hat mir neulich eine Geschichte erzählt. Er ist Dachdecker für Reetgrasdächer, und steht da oben, als plötzlich eine junge moderne Frau der 20er Jahre hinaufklettert. Er ist wie vom Donner gerührt, als die Faru eine Rolle Stacheldraht hinaufzieht und meint, das Dach gehöre ihr. Stünde in einem Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung. Mein Vater hätte ihr fast in den Schoß gekotzt, so überrascht war er. Naja, es war auch Fastenzeit, er hatte den ganzen Tag nichts gegessen. Dazu seine vielen Krankheiten, der Lymphdrüsenkrebs, das alte Rückenmarksleiden - jedenfalls rumort es in seinen Gedärmen, es dreht es ihn und er fällt herunter. Glücklicherweise stand unten ein Festwagen bei Faschingsumzügen, sonst hätte er sich noch was getan."


    Ist doch ein ganz normales Gespräch mit einem Engländer, nein?


    Ich hab's ja zuerst mit den englischen Wörtern versucht. Ich kenne sie alle (aber ich bin auch Scrabble-Spieler und hab Englisch studiert), auch wenn mir das deutsche Wort für "bodice" gerade nicht einfällt. Aber malen könnte ichs. Ein bodice-ripper war vor hundert Jahren ein billiger Thriller.


    Ich weiß noch, wie ich das erste Mal in eienr englischen Küche war und kochen wollte. Die wirklich wichtigen Wörter hatte ich nicht gelernt.

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    Kannst Du mal den von Dir vermuteten "aggressiven Grundton" näher beschreiben und Beispiele anführen


    Na ja, Großbuchstaben gelten in Foren als aggressiv, weil sie auf die meisten WWW-Leser aggressiv wirken. Auch der Wunsch des erfolgreichen Nachdenkens legt nahe, dass ich vorher noch nicht über die Punkte nachgedacht habe, ebenso das "lebenswichtig" - Übertreibungen wirken schnell mal aggressiv, ebenso das Siezen. Halb so wild. "Herr Rau" darf man trotzdem duzen. Ehrlich gesagt, ich finde den Namen mindestens so cool wie andere Forenname, aber das ist Geschmackssache.


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    Sie zeigen einen Weg auf, eine sinnvolle Regelung zu umgehen.
    Wollen Sie eine Pflichtverletzung begehen, indem Sie eine Vorschrift nicht einhalten ?


    Zum einen will ich ja erörtern, ob die Regelung sinnvoll ist. Wenn mir diese Prämisse klar wäre, würde ich mir keine Gedanken machen. Und Vorschriften einhalten - das ist mir nicht das wichtigste als Lehrer. An Schulen werden oft Vorschriften nciht eingehalten, und zumeist geschieht das zum Wohl der Schüler.
    Das Umgehen der Regelung - erwartet jemand ernsthaft, dass ich keine aufgegebenen Vokabeln abfragen darf? Dass ich in der 12. Klasse keinen Text zur häuslichen Lektüre aufgeben und darüber abfragen darf? Da kann es sich nicht um Umgehen handeln, sondern um sinnvollen Umgang. Ich will damit nur zeigen, dass diese Regelung eben nicht so allgemein gilt, wie man im ersten Moment vermutet.


    Zitat

    Ist "Benoten" für SIE SELBST lebenswichtig ?


    Nein. Wie sinnvoll Noten sind, ist ohnehin ein anderes Thema. Aber an bayerischen Gymnasien sind sie sehr wichtig, müssen peinlich genau festgehalten und zum Zeugnis akribisch gerundet werden. Das gefällt mir auch nicht, ist aber so. Es gefällt mir nicht, weil dadurch oftmals Noten entstehen, die eben nicht der Leistung des Schülers entsprechen.


    Zitat

    Ein Schüler macht nie Hausaufgaben, schreibt aber in jeder Klassenarbeit eine glatte "2" - welche Endnote für sein FACHWISSEN würden Sie ihm zugestehen ?


    Na ja, in Klassenarbeiten, also Schulaufgaben, darf nur ein bestimmter Bruchteil des vermittelten Stoffs abgeprüft werden. Grammatik zum Beispiel gar nicht. Aber wenn er den Stoff beherrscht, kriegt er eine gute Note, und ich freue mich darüber. Aber was ist mit dem Schüler, der ständig seine hausaufgaben gut macht, aber in Klassenarbeiten nur 5er schreibt? Dem darf ich die guten Hausaufgaben (in denen anderer Stoff geprüft wird als in den Schulaufgaben, zumindest im Fach Deutsch) nicht anrechnen-


    Zitat

    werden Noten nicht nur aus "Fachwissen" gebildet, sondern bestehen zB aus einer verschieden prozentualen Gewichtung aus "Leistungen", Sozialverhalten, Arbeitsverhalten und "Mappe"


    Schön. Eine Mappe würde ich auch gerne bewerten. Arbeitsverhalten und Sozialverhalten nicht.


    Zitat

    Gibt es denn eine offizielle Begründung für das Verbot?


    Eben, das frage ich mich auch. In den USA ist das üblich, aber da gibt es auch kein Durchfallen, das macht vielleicht etwas aus.


    Das war lustig. Jetzt muss ich essen.

    Man darf ja zumindest in Bayern, am Gymnasium, keine Hausaufgaben benoten. Die Regel umgeht man, indem man sich den Inhalt der Hausaufgabe im Unterricht präsentieren lässt - das darf man benoten. Keinen Sinn macht das sicher beim Vorlesen des Übungsaufsatzes für die neue Schulaufgabenform, nötig ist es beim Überprüfen gelernter Vokabeln.


    Drei mögliche Gründe gegen die Benotung von Hausaufgaben fallen mir ein:
    1. Man kann nicht kontrollieren, ob die Schüler die Hausaufgaben alleine gemacht haben.
    2. Die Schüler arbeiten zu Hause unter zu unterschiedlichen Arbeitsbedingungen.
    3. Man will den Schülern einen notenfreien Übungsbereich lassen. (Etwa bei Übungsaufsätzen für eine Deutsch-Schulaufgabe.)


    Gibt es noch weitere Gründe?


    Wenn man deutlich trennt zwischen Hausaufgaben, mit denen die Schüler üben sollen, und Hausaufgaben, mit denen Schüler zeigen können, dass sie etwas beherrschen, das sie beherrschen sollten, macht es dann Sinn, die Leistungen zu benoten? (Dürfen tut man es trotzdem nicht.)

    - "Good Old School Days" oder anderes aus dem Musical "Goodbye Mr Chips" (nach einem UK-Bestseller der 30er Jahre um einen liebenswerten Lehrer)


    - auf einer Simpsons-CD gibt es auch noch ein "School Days" (gesungen von Bart)


    - in "New Math" macht sich Tom Lehrer (Musiker und
    Mathematiklehrer der 50er und 60er Jahre) ein bisschen über neue Ansätze in der Mathematik lustig... so wie bei meiner Generation die Mengenlehre (daneben hat Lehrer auch die chemischen Elemente vertont, zur Meloldie eines Gilbert&Sullivan-Stücks)


    - "Schoolhouse Rock" ist so eine Art Sesamstraße, aus den frühen 70ern oder so, mit Grammatik-Liedern wie "Conjunction Junction" oder "I'm just a bill" (über das US-Regierungssystem, den Video dazu zeige ich in der 9. Klasse)

    Inform ist wohl noch mächtiger als T.A.G. - es gibt auch eine gute, fast schülergerechte Einführung in Inform (trotzdem 250 Seiten, englisch, pdf, mit Beispielabenteuern - http://www.inform-fiction.org/manual/download_ibg.html).


    Ich wollte es ja schon lange mal machen, aber dieser Thread hat den letzten Anstoß gegeben: Gestern war ich mit einer vertrauten 9. Klasse im Computerraum und habe sie Zork I spielen lassen. Einige haben sofort kapiert, worum es geht, andere mussten erst lernen, dass man lesen muss, was da jeweils steht. Dass der Punktestand angezeigt wird, gibt zusätzlichen Anreiz, da die Schüler sich so vergleichen können.
    (Natürlich probieren die Schüler früher oder später: "kill myself" oder "kill yourself" aus; bei "take me" gibt es wenigstens die lapidare Antwort: "How romantic.") Die heutigen Parser sind sicher noch besser als der von Zork.


    Gelernt haben die Schüler möglicherweise: rug, rope, lantern, trophy case, ajar, turn on.

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