Beiträge von Susannea

    Die Grundschullehrer werden in diesem Fall aber alle gleich bezahlt und es ist niemand gegenüber den Gleiches unterrichtenden Kollegen schlechter gestellt. Und das ist doch hier der Punkt.

    Ähm nein, werden sie nicht. Sondern sie werden nach der Ausbildung bezahlt, sprich die Quereinsteiger bekommen vor dem Ref weniger, die DDR-Lehrer bekommen weniger usw.

    Also von sie werden alle gleich bezahlt sind wir weit entfernt.

    Lediglich SekI-, SekII- und Primarlehrer die an der Grundschule unterrichten bekommen nun alle E!3 bzw. A13, aber "Unterstufenlehrer" bekommen das eben nicht und werden es vermutlich auch nicht erreichen können (nicht mal wie einige mit Nachqualifizierung)

    Den Abzug für nicht stufengerechte Ausbildung finde ich fragwürdig (macht das nach ein paar Jahren Berufspraxis wirklich noch einen Unterschied?), aber gut, so ist es eben und das weiß ein Bewerber ja auch.

    Ja, auch nach ein paar Jahren macht es einen Unterschied, ob du Ahnung von Pädagogik (für die Altersklasse hat) oder nicht hast. Berlin lässt dann ja alle nach dem Nachstudium usw. das "normale" Ref durchlaufen und danach sind sie nicht mehr nicht stufengerecht.

    Aber wie gesagt, früher bekamen die Studienräte die an Grundschulen unterrichteten sogar mehr Geld als die Grundschullehrer, das sollte eher zu denken geben.

    Der Widerspruch liegt aber doch darin, mit der Argumentation, man habe nur ein anerkennbares Fach, eine Gehaltseinstufung vorzunehmen, aber gleichzeitig zu erwarten, dass dennoch mehr Fächer unterrichtet werden.

    Aber das ist doch bei allen so. Keiner wird für mehr als 2 Fächer bezahlt, ganz im Gegenteil, Grundschullehrer werden grundsätzlich als Einfach-Lehrer eigentlich eingestuft (obwohl alleine das Fach Grundschulpädagogik aus bis zu 3 Fächern wie Mathe-Deutsch-Sachunterricht) besteht. Als Fach wird aber nur das andere Fach anerkannt, bei mir Biologie.

    Es steht also sogar auf dem Zeugnis, dass ich die Fach Biologie und Grundschulpädagogik mit den Lernbereichen Deutsch-Mathe-Sachunterricht studiert habe und damit den Abschluss habe.

    Unterrichten muss man aber in der Grundschule alles. Es gibt kein Fach, welches ich nicht unterrichte, aktuell hauptsächlich Sport (mit Schwimmen), Englisch, Musik und bin für die PCs verantwortlich.

    Nawi hat eben dann auch viel drin, was ich nicht im Studium hatte, wo ich aber sogar im Ref mit geprüft wurde, weil sowas einfach dazugehört und von studierten Leuten erwartet wird, dass sie das im Selbststudium hinbekommen.

    Das ist doch aber in allen Bundesländern so und eigentlich auch bei Eltern bekannt.

    Klar kann man sich das anlesen, aber bitte mit welcher Qualität könnte man das unterrichten..

    Mit der selben Qualität, wie die Biologen sich die Chemie- und Physik-Themen anlesen müssen.
    Ja das weiß man vorher, wenn man sich an einer Schule bewirbt, was es für Fächer gibt, denn sonst sollte man sich besser gar nicht bewerben, wenn man es nicht mal geschafft hat sich darüber zu informieren. Und als Vater dreier Kinder sollte man das alles erst recht wissen.

    Ich habe Biologie studiert, es gibt aber nur Nawi in Berlin und Brandenburg in den Grundschulen, da fragt mich auch niemand (und hat es schon im Ref nicht getan), wie ich zu den Chemie- und Physikinhalten komme, die muss ich mir einfach selber beibringen. Gehört eben einfach zu dem Fach dazu.


    und ja, das man fachfremd unterrichten muss ist bis zur Oberstufe normal.

    Warum nicht?

    Weil das nicht in ihrer Aufgabenbeschreibung steht. Nein, das war wohl eine berlinweite Vorschrift, das das ab sofort die Lehrer zu machen hätten, das gehöre zu ihrem Job.

    Und klar würde es Sinn machen das auszulagern, aber das würde doch dann bedeuten, dass man dafür dann noch mehr Stunden fürs selbe Geld unterrichten müsste, denn sonst beseitigt das keinen Lehrermangel.

    Ehrlich gesagt habe ich anfangs einen Übersichtsplan gehabt, was ich wann in welcher Stunde in der Woche machen will. Am Ende der Woche war die Hälfte eh überholt, also gibt es sowas nicht mehr, mal schreibe ich mir was zu einer Woche auf, aber meist sehe ich an den Sachen in meiner Mappe, was ich wie machen will und der Rest ergibt sich spontan.

    Die letzten Listen hatte ich während Corona, wo ich mir aufgeschrieben hatte, welche Sachen in welcher Videokonferenz, jetzt gucke ich vor Ort, was die Kinder schaffen und wann wir wie weiter machen und siehe da, wir sind genau mit dem Englischbuch der 3. Klasse fertig geworden und konnten in der letzten Stunde noch Memory spielen und in Musik haben wir auch das Notenwerte-Heft noch halbwegs fertig gemacht. Die Übungen dazu können sie alleine machen.

    Also ohne Jahres-, Wochen- Tagesplan hat das alles geklappt, alles andere ist mir zuviel Aufwand, dafür das Mittags schon die Planung von morgens nicht mehr stimmt.

    Wie kommst du darauf, dass es ok ist einen Lehrer für ein Fach einzustellen, um ihn dann mehrere Fächer unterrichten zu lassen?

    Wieso sie stellen ihn nicht für das Fach ein, sondern nach der Ausbildung für das Fach.
    Das ist ein deutlicher Unterschied und das schon immer gewesen im öD.

    Und das weiß man vorher.

    Wenn ich mich auf die Stelle bewerbe, dann zählen eben Vorleistungen in anderen Bereichen nicht (auch das steht klar in den Tarifverträgen), also ob promoviert oder nicht, interessiert überhaupt nicht und macht keinen Unterschied bei der Einstufung.

    Susannea Genau das meine ich. Trotzdem wird im Grundschubereich an "Bürokräften" in NRW extrem gespart. Auch da müssten Schulleitungen schon seit ewigen Zeiten auf die Barrikaden gehen.

    Tun sie bei uns, aber das ändert nichts daran, dass eben kein Geld da ist. Zumal das eben nicht der Schulträger (das Land) bezahlt und der Schulsachträger ist eben der Meinung, dass dann die Aufgaben auch noch von Lehrern übernommen werden können. Der Schulträger natürlich nicht, aber bis die sich da einig sind, ist eben auch viel Wasser den Rhein runter geflossen und die Arbeiten können nicht einfach liegen gelassen werden.

    Ist es vielleicht auch einleuchtend, dass eine Schulsekretärin sich langweilen würde, wenn sie 5 Tage die Woche an einer Grundschule wäre?

    Kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen, da gibts genug zu tun, was nun plötzlich auch die Lehrer machen müssen. Die Schülerakten zu bereinigen, die Schülerakten richtig einzusortieren, die Zeugnisse zu kopieren, stempeln und abzuheften. Die Nummern der Schüler zu aktualisieren, das Papier zum Kopierer bringen. Den Kopierer nachfüllen. Schlüssel ausgeben und Verwalten. Das Telefon beaufsichtigen (das machen wenn die Sekretärin bei uns krank ist dann nämlich auch Lehrer/Erzieher), weil in jeder Stunde jemand anruft und das Klingeln im Klassenzimmer echt nervt.

    Dem Hausmeister hinterher zu telefonieren, den Eltern hinterher zu telefonieren usw.

    Also über Langeweile kann sich da bei uns niemand beschweren und es sind inzwischen eine Sekretärin und eine halbe Verwaltungsfachkraft (die eigentlich nichts anderes macht als Finanzen, Bestellungen, Angebote, Anträge für Möbel tragen usw.)

    Der AG zahlt für ein Fach, der AG bekommt ein Fach.

    Wie kommst du denn auf die schmale Spur? Der AG zahlt ja in der Regel auch maximal zwei Fächer und bekommt dafür einen flexibel einsetzbaren Lehrer, denn in vielen Schultypen muss man alles unterrichten, eben auch fachfremd.

    Dann meckern wieder die, die an dem Ausgleichstag ihren freien Tag haben. Z.B. Teilzeitkräfte oder Abendschulleute. Allerdings kann man es nie allen recht machen.

    Naja, dann müssen die einen anderen Tag frei bekommen, denn Ausgleich muss es ja trotzdem geben oder sie müssen eben nicht kommen am Tag der offenen Tür oder kürzer oder oder oder.

    "Wenn ich meine Euch an einem Samstag oder gar an einem Sonntag einzubestellen, habt ihr das alles so zu machen. Ihr seit meine Verfügungsmasse und habt 24/7 bereitzustehen."

    Naja, Sonntag und Samstag, der Werktag und in diverse Bundesländern auch eigentlich Unterrichtstag ist (den man nehmen kann oder eben nicht), ist dann schon ein Unterschied.

    Ich bin froh, dass wir auch außerhalb der Schule Sozialarbeit haben, mehrere Kinder- und Jungendhäuser Mittagessen anbieten können

    Das sind übrigens Sachen, die bei uns das Land zahlt, Sozialarbeiter und Mittagessen für alle Kinder kostenlos und kostenlose Betreuung für alle bis 13:30 Uhr und die ersten 3 Jahre auch bis 16 Uhr.
    Und ja, das finde ich deutlich notwendiger als z.B. ein Umzugsunternehmen. können sich einige scheinbar nämlich nicht vorstellen, wenn Kinder schon um kurz nach 10 Uhr jammern, dass sie so einen Hunger haben, weil sie heute noch nichts gegessen haben, weil niemand aufgestanden ist oder da war.

    Trotzdem ist der Schulleiter dem Haumei im Normalfall weisungsbefugt.

    Dann ist Berlin wohl nicht der Normalfall, denn das ist extra noch mal klar gestellt worden, dass sie eben nicht Vorgesetzte sind und somit eigentlich über die Vorgesetzten in den Bezirken gehen müssten.

    Ändert aber trotzdem nichts daran, dass auch nach deiner Aussage hier O.Meier eben genau etwas falsche behauptet, dass der Schulträger immer für die Sachaufwendungen zuständig ist, da kennt er den Unterschied nicht, ich eben schon ;) )

    OT: Wie war das mit den fehlenden Buchstaben?!?

    Edit: Übrigens die Surface für alles pädagogische Personal (denn das ist ja deutlich mehr als nur die Lehrer) kamen bei uns wirklich vom Land.

    fossi, was bitte ist jetzt dein Problem.


    Ganz konkret, Schulträger ist bei uns das Land, Sachaufwandsträger der Bezirk, also stimmt seine Aussage nicht.

    Aber leider ist das eben in Berlin auch nicht nur der Sachaufwandsträger sondern eben teilweise das Personal auch nicht beim Schulträger oder der Schulträger auch für Gelder zuständig.

    Das ist überall so. Mir scheint, dir ist der Unterschied zwischen Schulträger und Sachaufwandsträger nicht recht klar.

    Wieso mir, O.Meier behauptet doch der Schulträger wäre für die sachliche Ausstattung zuständig und das ist genau eben bei uns nur z.T. der Fall.

    Und nein, das ist nicht überall so. Hier in Brandenburg an der Grundschule ist Schulträger und Inhaber der Grundstücke usw. der selbe, bei den Oberschulen ist das schon anders.

    Jede Schule hat eine Schulträgerin. Die ist zuständig für die sachliche Ausstattung.

    Nein, eben das genau nicht. Der Schulträger ist die Stadt, die Gebäude gehören aber den Bezirken und ein Teil des Personals auch und genau das macht es so schwierig, weil es eben völlig andere ZUständigkeiten sind. Und genau deshalb ist dein letzte Satz auch völliger Unsinn, weil das nicht besser ist, sondern gar nicht passt.

    Einfach drauf losschreiben ohne die einzelnen Zuständigkeiten usw. zu kennen ist aber sicher einfacher als erstmal festzustellen, dass es eben nicht so einfach ist, wie sich manch einer vorstellt.

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