Beiträge von Susannea

    Ich 5 min vor Ende der Unterrichtsstunde beim Blick auf die Uhr denke, oh Stunde vorbei, den Unterricht beende und mich dann wundere, warum alle anderen noch im Unterricht sitzen.

    Dafür müssen bei uns einige Kollegen nicht ferienreif sein, die haben nach 2 Jahren geänderten Unterrichtsstunden das immer noch nicht begriffen und schauen jedes Mal verwundert, wenn sie jemand darauf hinweist, dass noch 5 Minuten Unterricht sind.
    Das ihre Kinder im Schulhaus die einzigen sind, die stören usw. merken sie eh nicht.

    Mir ging es nur um die Aussage, dass ITler für ein Lehrersold morgens nicht aufstehen würden. Für manche Experten stimmt das vielleicht sogar, aber nicht für die Art ITler, die man zum Betrieb der Schul IT bräuchte.

    Da bei uns ja vor den IT-Experten mehrere Hierarchieebenen dazwischen sind, ist das ein gut bezahlter Studentenjob und so gut ausgebildet sind viele eben auch.

    Genauso wenn zu viele Lehrkräfte fehlen, fällt Unterricht einfach aus.

    Nee, genau das kann eben nicht sein bzw. müssen dann die Kinder betreut werden

    Egal ob es vorgegeben Betreuungszeiten gibt oder nicht.

    Nein, ist eben nicht möglich, man kann darum bitten früher abzuholen, aber einfach ausfallen lassen geht nicht, Im Zweifelsfall eben alle in der Aula oder in der Turnhalle gemeinsam reine Beaufsichtigung.

    Ich stelle mir gerade Susannea vor, die morgen früh auf dem Dach ihrer Schule sitzt und das Dach repariert, wenn heute Nacht der Sturm ein paar Ziegel abreisst.

    Ich denke da nur an die Variante der vielen Wassermassen in dem einen Jahr in Berlin, da hat unsere Schulleiterin bis nacht um ich weiß nicht wann selber das Wasser aus dem Keller geschöpft, waren nämlich einfach keine Einsatzkräfte mehr verfügbar. Der Schaden war so schon groß, ohne ihren Einsatz wäre er viel größer gewesen. Also ja, es werden dann Lösungen gefunden.

    Diese Geräte müssen ins Schulnetzwerk eingepflegt werden, Software muss aufgespielt werden, sie müssen gewartet werden etc.. Eine Lehrerstunde kostet rund 40 € brutto.

    Software aufspielen ist nach dem Eintragen ins Netzwerk ein Klick und nun, kann man von zuhause vom Sofa machen, kostet vielleicht insgesamt 5 Minuten für alle PCs zusammen.
    Du übertreibst also maßlos, das Einpflegen dauert auch nicht lange, meist müssen sie ja nur gegen die alten ausgetauscht werden und warum sollten sie mehr Arbeit machen als die bisherigen? Eher doch im Gegenteil.

    - Mit etwas Hirnschmalz und wenig Geld leisten moderne PC 10 Jahre und länger an der Schule gute Dienste.

    Unsere PCs sind alles abgelegte PCs, sogar auch Behörden, einmal mit und einmal ohne Festplatte (die in der einen Behörde waren gar nicht genutzt worden, waren kurz vor Corona angeschafft worden und dann mussten transportable Geräte her, daher nie in Nutzung, teilweise noch mit original verschweißten Kopfhörern und natürlich auch mit Maus und Tastatur, einfach genial).

    Wenn der Bezirks-IT-Verantwortliche Geräte besorgt, kosten die 4 Euro Transportpauschale, das ist auch tragbar.

    Ich wollte nur erwähnt haben, dass die Arbeit anderer zu machen, nicht die einzige Möglichkeit ist.

    Es ist ja nicht die Arbeit anderer, sondern meine!

    Und ja, mein eigenes Wohlergehen ist ein sehr wichtiges Kriterium bei meinen Entscheidungen.

    Ach, sag bloß, nur solltest du akzeptieren, dass bei anderen die Kriterien, was sie zum Wohlergehen brauchen, eine anderes ist und das unterschiedliche Schulstufen auch unterschiedliche Notwendigkeiten für Dinge haben.
    Ich kann nicht einfach sagen: "Okay, Tafel geht nicht, dann diktiere ich es euch und ihr schreibt es selber auf!" Das geht mit einer handvoll Buchstaben nämlich noch gar nicht.

    Aber auch das ist Teil des Sparprogramms an Schulen. Wenn man möchte, dass der Kram funktioniert, muss man auch für Wartung und Betrieb Geld ausgeben. Auch das passiert nicht, also läuft nichts. Mich hat das mal sehr gestört. Mittlerweile ist's mir egal.

    Achso und Staub auf Regalen, Druckern usw. fällt angeblich nicht an, ist jedenfalls meiner Meinung nach nicht in der Ausschreibung für die Putzkräfte mit berücksichtigt.

    Und hier ist es eben so, dass sie gemerkt haben, dass es sinnvoller ist, jemanden von der Schule dafür zumindest mit-verantwortlich zu machen, Das geben sie eben mit Stunden (wenn auch viel zu wenig) weiter. Also wo ist das Problem?!?

    Und nein, die ganze Woche warten oder noch länger geht einfach nicht, das behindert uns doch in unserer Arbeit, also wackelt man doch mal lieber am Stecker o.ä.

    Wenn die Reinigungskraft extern beschäftigt ist, meldet sie sich dort krank und der externe Anbieter sorgt für Ersatz.

    Der Idealfall, leider funktioniert das nur in 50% der Fälle, denn die wissen doch längst, dass es manchmal gar nicht auffällt, wenn sie einfach nicht hingehen. Kontrolliert ja oft eh keiner, also wird es wieder kontrolliert.

    Warum muss die Lehrkraft das retten?

    Weil der Anbieter es gar nicht weiß. Das heißt ja nicht, dass das schulische Personal (wie kommst du darauf, dass es dann die Lehrkraft ist) selber kochen soll. Bei uns wird eh nicht gekocht vor Ort ;)
    Aber da informiert dann die Hortleitung bei uns z.B. gleich den Anbieter und der sucht dann mit ihr gemeinsam nach Lösungen.

    Damit ist allen geholfen!

    Warum rettet es nicht derjenige, dem die Kraft ausgefallen ist?

    Wenn er davon weiß, dann ist derjenige das in der Regel, der das rettet, aber dafür muss die Schule ihn informieren.

    Das gleiche gilt für Reinigungskräfte, wenn eine/einer ausfällt, muss die/der andere Überstunden machen, es sei denn, es gibt jemanden im Team, der oder die einspringen kann. Ansonsten wird nicht geputzt.

    Ja und genau das ist das Problem, es wird einfach nicht geputzt und der Anbieter weiß es gar nicht, wie das aussieht.
    Das geht so natürlich nicht, also meldet das Personal alle nicht geputzten Räume (achtet da jeden Tag drauf) und der Hausmeister gibt es direkt an die Putzfirma weiter. Mal kommt dann Ersatz, mal wird nachgeputzt und mal wird dann erst Geld abgezogen und nachher die Firma ersetzt. Hatten wir alles schon und trotzdem lassen wir natürlich zwischendurch dann die Schüler z.B. fegen oder gehen selber mit dem Staubtuch über Sachen, denn ich werde von dem Dreck krank und die Kinder, nicht die Putzfirma.

    aber in der Schule klappt trotzdem vieles nicht, auf das er selbst z.T. nur wenig Einfluss hat, denn auch er kann Vorschläge machen, aber nicht die Anschaffungen wählen und tätigen.

    Siehst du und das zeigt wieder, warum eben doch Leute aus der Schule dann evtl. besser sind, denn wir haben in vielen Fällen Einfluss auf die Anschaffungen (leider nicht auf die Dienstgeräte und die Schüler Ipads während Corona), aber alles was jetzt angeschafft wird, bestimmen wir selber, selbst das Serversystem und ja, da erwarte ich, dass das ein Lehrer geprüft hat, was passt (und sei es nur für ihn, wenn er da zuständig ist) und niemand anders.

    Wenn wir keine Köchin habe, haben wir halt kein Mittagessen.
    Wenn die Heizung im Winter ausfällt, fällt in Nds. der Unterricht aus.

    Naja, aber Berliner Grundschul-Kinder haben Anspruch auf kostenlose Betreuung von 7.30-13.30 Uhr und ein kostenloses Mittagessen, das kann nicht so einfach ausfallen, man kann ja auch nicht einfach beschließen, wenn kein Geld da ist, bekommst du eben kein Gehalt.

    Und doch, das scheint in fast allen Schulen der Normalfall zu sein, dass man da andere Lösungen findet, zumindest an den 12 an denen ich unterrichtet habe, war es überall so und die weiteren, die ich kenne finden auch andere Lösungen.

    Was ist wenn morgen die Mensa-Köchin ausfällt.

    Haben wir auch schon andere Lösungen gefunden, hinstellen und schreien, es muss aber anders, nützt meist nichts. Und bringt einen nicht weiter.

    Und wenn die Heizung ausfällt wird man eben zum Installateur?

    Muss man auch eine Lösung finden, sonst entfällt nämlich ohne Heizung im Winter der komplette Unterricht und die Betreuung.
    Und nein, da wird in der Regel dann keiner ausgebildet, sondern mit dem gearbeitet was man hat.

    Übrigens hat Berlin soviele Quereinsteiger, dass man viele Berufe vertreten hat ;)
    Kann also auch Vorteile haben.

    Die Lehrkräfte in NDS sind beim Land angestellt, dieses gewährt pauschal nach Erlass Freistellungen nach Schulgröße.

    Das sind die Poolstunden bei uns, die es auch gibt, die eben nicht mal für Schulleitung und Klassenlehrer ausreichen, dann gibt es eben noch zusätzliche Stunden, die gebunden sind, z.B. an die IT und dann gibt es den normalen Stundenpool, womit man eben den ganzen Rest abdecken muss.


    Das wird aber nicht jeder können.

    Auch nicht jeder wird sich als ITB bewerben.

    Anscheinend scheint es in den meisten Berliner Schulen auch Probleme mit dem Lehrermangel und fehlenden IT-Fachleuten zu geben.

    Die sogenannten IT-Fachleute sind aber eben eigentlich die sogenannten IT-Experten, die nur einmal die Woche in der Regel, bei viel Bedarf wie bei uns 2 x die Woche da sind und das sind genau die, die ich genannt habe, die eigentlich gar nicht aus der IT kommen und wenn du solche Leute als "Hilfen" hast, dann kannst du nur als Schule schnell lernen, was du wie selber machen musst, da bleibt dir nichts anderes übrig, denn du kannst nicht bis zur nächsten Woche warten bis deine Tafel wieder nutzbar ist oder ähnliches, da hast du dann ein echtes Problem.

    Und ja, das ist dann gezwungener Maßen "learning bei doing"

    Ich kann nicht mit ein paar Fortbildungen auf einmal eine gelernte Kraft ersetzen.

    Wie gesagt, die Frage ist ja, wie gelernt.
    Da sind zwei Firmen beauftragt, die Stellen Leute an, die sich drum kümmern, die stellen dann Leute ein, die in den Schulen sitzen/in die Schulen kommen und damit sind die so schlecht bezahlt, dass es eben meist keine wirklich ausgebildeten Leute sind, manchmal hast du Glück und welche können was und manchmal eben nicht, da wir beides schon hatten, machen wir nur noch Sachen, die wir auch alleine im Zweifelsfall bewerkstelligen können.
    Klar ist das toll, dass der jetzt den ISev Server aufsetzen konnte und damit 1500 Euro eingespart hat, aber wenn das nicht gegangen wäre, hätten wir auch eine Lösung finden müssen und es wäre so wie immer irgendwie gegangen.

    bei uns auch in den anderen Landkreisen gibt es immer eine richtige EDV mit Fachleuten.

    Naja, s.o, was sind schon "Fachleute", eine richtige EDV gibt es auch, die ausgelagert wurde an Fremdfirmen und damit weiß man, wie es läuft.


    Ok, und die anderen Aufgaben habt ihr gekürzt? Oder die Leute arbeiten jetzt einfach effizienter? Oder machen die jetzt mehr unbezahlte Mehrarbeit?

    Wieso die anderen Aufgaben gekürzt?!? Der Stundenpool ist für alle Unterrichtsstunden, inklusive Föderstunden, Teilungsstunden, normaler Unterricht usw. und damit das dann irgendwie hinkommt und man eben auch für Sonderaufgaben die Stunden entnehmen kann, bekommt eben nicht jede Klasse Förderunterricht, sondern es gibt Förderbänder o.ä. Da muss man dann schon etwas hin- und herschieben, muss man aber sowieso, weil man den vollen Stundensatz einer Klasse nur bekommt für 25 Schüler, nun sitzen aber in diverse Klassen keine 25 mehr, in einigen auch welche mehr usw. usw. deshalb muss eh immer gut gerechnet und geschoben werden.

    Sprich, in einer Klasse mit 23 Stunden, die laut Stundentafel 28 Wochenstunden hätten, bekommt man aber nur 26 Lehrerstunden, den Rest muss man sehen, wie man den zusammenschustert.

    Wenn man das fordert, dann muss man es auch bezahlen. Also keine unbezahlte Lehrarbeit sondern Ausgleich. Und das wird auch sicherlich in Berlin an meisten Schulen nicht vorhanden sein.

    Naja, irgendwo wird schon versucht der Ausgleich zu schaffen, sorgt dann eben z.B. dafür, dass ich bei den Projekttagen nur einen Tag da bin, der Rest ist mit IT verbaut usw.

    Das ist ja auch keine Sache, wo ich mal eben eine Fortbildung mache.

    Warum aber nicht, je Admin-Schulung habe ich einen ganzen Tag bei den Firmen verbracht, da ist dann halt mal durchgängig mein Unterricht nicht von mir gemacht worden, sondern vertreten worden oder entfallen. Und doch an einem kompletten Tag, kann man viel lernen, auch einen kompletten Server zu administrieren und ein Imaging-System usw.

    Bei der Entscheidung über iPads wurde - bei den Schulen die ich kenne - die LK informiert und zur Meinung befragt.

    Da hier ja landesweit angeschafft wurde, wurde da niemand gefragt, sondern es musste das genommen werden, was man in entsprechender Größenordnung schnell genug besorgt werden konnte.

    Mit Libre-Office kamen sowohl die KuK als auch die Schüler klar.

    Aber unser Zeugnisprogramm z.B. und diverse andere Dokumente udn Formulare der Senatsverwaltung zerschießt er auch total, also haben wir es abgeschafft.

    Grundschulen bekommen bei uns übrigens 2-3 insgesamt. Für alle Sonderaufgaben. Die werden dann unter allen Kollegen "verteilt", die mehr machen. Vielleicht bekommt man dann 1h für die EDV.

    Wir haben gerade die neue Berechnung bekommen, wir bekommen 49,7 Stunden, brauchen aber alleine für die Schulleitung und Klassenleitung vermutlich bereits 59, aber es gibt noch einen weiteren Pool und aus einem anderen Pool gab und gibt es bisher 1,5 Schulstunden für IT, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Schule mindestens aus ihren eigenen Mitteln die selbe Menge noch einmal drauf legt.
    Das wurde bei uns getan und gesagt, dass das eben nicht reicht und auf 5 aufgestockt und so wird es wohl auch bleiben, damit muss eben der restliche Stundenpool anders verteilt werden.

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