Mein Resümee der letzten Wochen:
Diese Situation ist eine riesige Herausforderung und man kann nicht so tun, als ob alles so weiter laufen könnte wie ohne Corona. Daher
1. machen meine Kinder nicht alle Aufgaben und ich beschwere mich regelmäßig bei den Lehrern über die Fülle, die diese Organisation etc. Damit bin ich zwar der Buhmann, aber das ist mir egal.
2. Was meine eigene Arbeit angeht, lasse ich auch hier fünf gerade sein und werde nicht zögern, mir die Tage zu nehmen, wenn es nicht anders geht.
Mir ist es wichtiger, psychisch einigermaßen gesund und im Familienfrieden aus dieser Krise heraus zu kommen als Pflichterfüllung.
Danke, dass das noch jemand so sieht und es auch nicht alles von den Schulen so hinnimmt.
UNd oh Wunder, da wir dies ja nun schon seit Ende des letzten Lockdowns so machen, zwei Lehrer schaffen es darauf einzugehen und beim Jüngsten gibt es somit keinerlei Probleme, obwohl erst Klasse 1, nur das Gymnasium ist einfach beratungsresistend und kriegt damit immer wieder entsprechende Antworten von mir. Denn das was die sich rausnehmen ist einfach eine Frechheit.
Und bei der mittleren läuft nicht alles gut, aber bis auf einen Kollegen (bei dem ist aber auch in Präsenz Hopfen und Malz verloren, der weiß als Quereinsteiger nämlich eh alles besser als Kollegen und Schulleitung) geben sich die anderen wenigstens Mühe, wenn was nicht passt (auch wenn der Informationsfluss immer noch sehr zu wünschen übrig lässt, aber daraus lernen wir ja auch und kontaktieren eben nicht mehr den Klassenlehrer, sondern die Fachlehrer direkt, wenn was nicht passt, weil es sonst nicht ankommt). Mal davon abgesehen, dass sie eben auch ein finanzieller Verlust sind.
Und warum man die Kind-Krank-Tage nicht nimmt (wenn man sie denn als Lehrer überhaupt hat, denn privatversicherte Kinder haben die nicht in allen Bundesländern!) ist doch ganz einfach, es ist erst Januar und keiner weiß genau, was kommt, also versucht man erstmal ohne auszukommen.