Indem ich dem Schüler die sehr gute Note kommuniziert habe und nun klein beigeben musste: „Mh, ja, die Stufenleitung war misstrauisch und der Kollege XY hat auch nochmal drauf geschaut und die denken, dass es da unerlaubte Hilfsmittel gab. Tut mir leid, aber die Stufenleitung hat eine Feststellungsprüfung angesetzt. Muss ich nächste Woche leider mit dir machen.“
Wie sieht das denn gegenüber den Schülern aus? Meiner Meinung nach doch so, dass ich dämlich/gutmütig etc bin und von der Stufenleitung und anderen Kollegen, die bei den Schülern als kritisch/kleinlich gelten, gejagt werde. Kurz: lieb, aber inkompetent.
Das deutest du so. Gejagt werden! Was sind das denn schon für Ausdrücke! "Klein beigeben" - bist du in einem Duell?
Ich hätte es anders kommuniziert, nämlich so: "Freundchen, das hast du doch nicht selbst gemacht. Findet die Stufenleitung auch, deshalb gibt es nächste Woche eine Feststellungsprüfung."
So beugt man nämlich möglichen Beschwerden vor: Man hat Rückendeckung "von oben".
Wenn du den SuS die Noten vorher mitteilst, bloß weil sie ungeduldig sind - selbst schuld. Kann man dann auch mal zugeben. Etwa mit "mir sind im Nachhinein Zweifel an deiner Eigenleistung gekommen. Und das fand Kollege X auch."