Beiträge von Piksieben

    Ich finde es auch unglaublich, wie gnadenlos in dieser für alle schwierige und unbekannte Situation geurteilt wird. Als hätte der einzelne Lehrer das in der Hand, wie das Lernen klappt. Es war und ist für alle schwierig. Ich habe vor allem die Erfahrung gemacht, dass man einander mehr zu schätzen weiß: Ich freue mich, meine Schüler "in echt" zu sehen, und die Schüler freuen sich, wieder in die Schule zu kommen.

    Enttäuscht? Ja, sicher. Das Leben ist kein Ponyhof in so einer Pandemie. Was haben wir denn erwartet?

    zudem wird ein IT-Manager notwendig erachtet

    Ich weiß nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Offenbar musste erst eine Pandemie kommen, damit endlich, endlich begriffen wird, dass 200 Rechner gewartet werden müssen, und zwar von Leuten, die das gelernt haben und dafür eingestellt sind. Bei uns ist davon seit Jahren die Rede und die Betreuung der Rechner wird immer schlechter, die Not ist groß. Auch Dienstlaptops stehen schon lange auf der Liste der Dinge, die wir eigentlich brauchen, aber die vom Arbeitgeber eben nicht gewünscht waren.

    Auch die Lernplattform, die es bei uns endlich schulweit gibt, ist erst jetzt aufgesetzt worden, quasi zwangsweise. Ich finde es super und freue mich auf den Dienstlaptop, das wird meinen Arbeitsalltag sehr erleichtern. Aber hat es dafür Corona gebraucht? Das ist zum Heulen.

    Ich würde auch einen einfachen Texteditor nehmen, ohne allen Schnickschnack. Für so etwas Word zu benutzen setzt ein falsches Signal. Word ist nicht für so etwas gedacht und kann sehr viel, aber zum Lernen von html aus dem automatisch erzeugten Code ist es völlig ungeeignet.

    Viel besser sieht man es, wenn man die Textdatei als html abspeichert und - Überraschung - mit dem Browser öffnen kann, indem man doppelklickt. Dann sieht man auch, dass durch die Dateiendung der "Reiz" gesetzt wird, mit einem bestimmten Programm zu öffnen. Und dass man für das Bearbeiten ein anderes Programm braucht.

    Wir hatten heute Vorbereitungstag und der Schweiß lief in Strömen. Morgen um 14 Uhr mit maskenbewehrten Schülern Mathe machen wollen in Räumen, die man nicht lüften kann, weil auch bei sperrangelweit offenen Fenstern keine Luftbewegung stattfindet - schönen Dank.

    Ich hoffe, man hat auch bei uns ein Einsehen...

    Am Berufskolleg unterrichtest du aber viele Klassen. Willst du jetzt ans Gymnasium oder nicht? Ich unterrichte am BK Informatik und da ist es Kernfach für einige Ausbildungsgänge. Und da habe ich eine Klassenleitung mit 4 Wochenstunden. Mehr als sie Deutsch und Mathe haben.

    Für mich selbst ist es gut, wenn ich einen Test bekomme, wenn ich mir unsicher bin, z. B. einen Schnupfen habe. Bisher war es ja eher schwierig, anlasslos (oder mit "wenig" Anlass) getestet zu werden. So bin ich vielleicht das ein oder andere Mal beruhigt, insbesondere auch, was meine Familie angeht. Ansonsten schützt es mich, wenn die anderen sich testen lassen. Aber insgesamt ist es wohl wirklich weniger ein großzügiges Angebot als eine Möglichkeit, das Infektionsgeschehen zu beobachten - schützen soll mich die Maskenpflicht. Und die ja auch nur, wenn die anderen sie auch tragen.

    Wohin soll deines Erachtens Corona in vier Monaten verschwunden sein? Oder rechnest du mit einem Impfstoff noch in diesem Jahr? Andernfalls halte ich es für realistisch davon auszugehen, dass Corona uns mit allen Begleitern auch noch ins kommende Jahr begleiten wird. Je nach Entwicklung der Fallzahlen dann eben auch in unterschiedlicher Schärfe der Maßnahmen.

    Eben. Natürlich ist immer das Infektionsgeschehen zu berücksichtigen, aber der Schulstart jetzt - Maske ab, Maske auf Schule auf, Schule zu - zeigt, dass wir aus dem Fahren auf Sicht noch lange nicht raus sind und ein paar langfristige Planungen angebracht wären. Das mit den Reiserückkehrern zum Beispiel war sowas von absehbar. Und auch, dass die Disziplin allmählich nachlässt.

    "Damit leben lernen" ist mühsam und langwierig, ich glaube, das haben wir allmählich kapiert, oder? Mir ist nicht wohl beim Start ins neue Schuljahr, aber ich sehe auch, wie viele Menschen sich bemühen, die Dinge in den Griff zu kriegen.

    Ich fände es auch sinnvoll, wenn in der Schule getestet würde. Aber für den Test Unterricht ausfallen lassen kann es nicht sein. Also: Außerhalb der Präsenzzeit. Dann bereite ich meinen Unterricht halt beim Fahrradfahren vor. Da kommen mir eh die besten Ideen.

    Mich haben Diskussionen im Philosophie-, Deutsch- und Pädagogikunterricht stark geprägt und den Grundstein für ein lebenslanges Interesse an vielen Themen aus diesen Bereichen gelegt. Und die Ermutigung meines Mathelehrers hat mich erst auf dieses Studienfach gebracht.

    Man sollte seinen Einfluss nicht unterschätzen. Auch wenn die Schüler scheinbar desinteressiert und froh über das Ende aus dem Unterricht schluffen, bleibt da manches hängen - da können ein Wort, ein Satz viel wiegen. Die wenige Male, die ich das mitkriege (wie ich jemand mit etwas begeistern oder auch verschrecken konnte), zeigen mir, dass da unterschwellig eine Menge passiert. Auch im Unterricht. Vielleicht überlagern die Erinnerungen an tiefschürfende Kamingespräche das - Erinnerungen sind unzuverlässig.

    Ich war mir damals mit meinen Studienfächern schon sicher. Aber über meinen künftigen Beruf kein bisschen. "Auf Lehramt" wollte ich auf keinen Fall, schon, weil mir das so einfallslos erschien, von der Schule gleich wieder in die Schule zu wollen, wo es doch so viele andere Berufe auf der Welt gibt.

    Ich bin dann erst auf Umwegen Lehrerin geworden, das ist jetzt ok für mich und ich bin immer noch froh, dass ich nicht gleich nach dem Studium damit angefangen habe, sondern viele andere Sachen ausprobieren konnte.

    Ich weiß nicht, ob es so ausschlaggebend ist, sich "sicher" zu sein. Vielleicht machen sich Leute auch völlig falsche Vorstellungen und sind deshalb überzeugt, das Richtige zu wählen. Damit kann man ziemlich reinrasseln. Interessen ändern sich auch im Laufe der Jahre. Man kann sich auch schrecklich langweilen, auch wenn man prinzipiell im richtigen Job ist. Da steckt man nicht drin!

    Alles ausprobieren kann man leider nicht. Irgendwo muss man mal anfangen. Ich könnte mir jetzt noch ein Dutzend Studiengänge und Berufe vorstellen, die ich ausprobieren könnte. So zwei, drei Leben dranhängen, das wäre es, denke ich manchmal.

    Samu, ich leide mit dir. Mir verursacht diese Falschschreiberei überall auch Schmerzen, außerdem frage ich mich, wie man eigentlich Rechtschreibung lernen soll, wenn selbst die Zeitungsleute es nicht können. Es regt mich einfach auf.

    Auf dem Erstehilfekoffer: "Mit Schutzhandschuhe" - steht da aber schon seit Jahrzehnten, scheint niemandem aufzufallen.

    Gequatsche im Alltag "Isch geh Aldi" finde ich lustig, aber in der Schriftsprache, nein.

    Es ist mit der Milch ganz ähnlich. Inzwischen gibt es eine unüberschaubare Menge an Alternativen, und gerade Hafermilch ist heiß begehrt. Wofür braucht man Milch? Nicht für Kalzium, das kriegt man auf andere Weise besser, z. B. durch Brokkoli oder Mineralwasser. Ich brauche Milch für meinen Tee, und da tut es Hafermilch genauso, es gibt ja sogar aufschäumbare. Und für das Müsli, das ohnehin zum größten Teil aus Haferflocken besteht.

    Hier zeigt sich, dass man umdenken kann. Vorausgesetzt, jemand klärt einen darüber auf, dass Milch in aller Regel nicht von glücklichen lila Kühen auf der Alm kommt, sonder ebenfalls Tierleid und Klimaschaden verursacht.

    Naja, man kann auch sein Gemüse selbst anbauen. Dafür braucht man keinen Jagdschein und keine Einschränkungen (wie soll das gehen, wenn jetzt jeder jagen geht?). Ist ja auch im Moment voll im Trend. Ich kann meinen Bedarf aber leider auf dem Weg auch nicht decken.

    Ich finde ja die Entwicklung mit dem Laborfleisch recht vielversprechend. Wobei ich die ganze Grillerei sowieso furchtbar finde.

    Lustig finde ich immer, wenn man die Künstlichkeit von Fleischalternativen beklagt. Was bitte an Schweinefleisch von "echtem" Schwein ist denn noch natürlich? Die werden mit Soja gefüttert und kriegen Antibiotika. Dasselbe mit Milch.

    Ich war heute im Freibad und habe mich gefreut über die vielen Kinder dort. Wie schön muss es sein, endlich mal wieder unbeschwert da draußen rumplanschen und Eis essen zu können. Die Grundschulkinder, deren Schulen nach zwei Tagen schon wieder dichtgemacht haben, tun mir wirklich leid. Was für ein Theater, dieses Hin und Her, schrecklich. Und nun wird definiert, dass nach den Ferien alles gut ist. Oder nicht? Oder doch?

    Mit dem Hygienekonzept und der Lernplattform bei uns fühle ich mich im Moment eigentlich ganz wohl. Warum kann man das nicht erst mal so lassen? Ich glaube, da sind längst nicht alle Möglichkeiten ausgereizt. Schule auf - Schule zu ist bestimmt nicht die richtige Methode.

Werbung