Ich war mir damals mit meinen Studienfächern schon sicher. Aber über meinen künftigen Beruf kein bisschen. "Auf Lehramt" wollte ich auf keinen Fall, schon, weil mir das so einfallslos erschien, von der Schule gleich wieder in die Schule zu wollen, wo es doch so viele andere Berufe auf der Welt gibt.
Ich bin dann erst auf Umwegen Lehrerin geworden, das ist jetzt ok für mich und ich bin immer noch froh, dass ich nicht gleich nach dem Studium damit angefangen habe, sondern viele andere Sachen ausprobieren konnte.
Ich weiß nicht, ob es so ausschlaggebend ist, sich "sicher" zu sein. Vielleicht machen sich Leute auch völlig falsche Vorstellungen und sind deshalb überzeugt, das Richtige zu wählen. Damit kann man ziemlich reinrasseln. Interessen ändern sich auch im Laufe der Jahre. Man kann sich auch schrecklich langweilen, auch wenn man prinzipiell im richtigen Job ist. Da steckt man nicht drin!
Alles ausprobieren kann man leider nicht. Irgendwo muss man mal anfangen. Ich könnte mir jetzt noch ein Dutzend Studiengänge und Berufe vorstellen, die ich ausprobieren könnte. So zwei, drei Leben dranhängen, das wäre es, denke ich manchmal.