Ich freue mich riesig, dass die Schwimmbäder wieder auf haben. Und ich möchte, dass das so bleibt. Ich hoffe, dass die App hilft, das Virus unter Kontrolle zu behalten. Ob das so funktioniert, weiß man nicht. Aber ich möchte jetzt nicht kleinliche Bedenkenträgerin sein. Bin gespannt.
Beiträge von Piksieben
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Ich war einige Jahre an einem Kleinstadtförderzentrum und bin nun seit 2 Jahren am Großstadtförderzentrum und in der Kleinstadt fand ich die Schüler deutlich entspannter, in der großen Stadt habe ich auffallend mehr Sozial- und Emotionalauffälligkeiten.
Aber: Der Spruch "Je schlimmer die Schüler, desto netter das Kollegium" scheint hier zu stimmen. So ein nettes Kollegium hatte ich noch nie (es ist mein 5. Kollegium).
Ich hänge mich im Übrigen mal dran an deine Frage, weil ich evtl wieder zurück an die Kleinstadtschule will. Aber will ich das wirklich? Nette Schüler gegen nette Kollegen austauschen? Schweeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeere Frage.
Eigentlich hatte ich mich auch schon zurückbeworben, aber nun hieß es, wer bis 30.6. seine Masernimpfung nicht vorzeigt, der wird nicht versetzt. Also könnte ich meinen Antrag wieder rückgängig machen.
Was meint ihr? Ich bin komplett ratlos. Zur Großstadt-Schule muss ich zumindest teilweise mit dem Auto fahren (22km, ein Teil geht mit dem Radl), zur Kleinstad-Schule könnte ich komplett radeln (7km), und ich muss sagen, ich HASSE Autofahren. Aber ich mag auch nette Kollegen.
Sorry fürs Entern deines Threads....
Nette Kollegen gibt es aber auch überall. Zumindest ein paar sind doch irgendwie immer dabei. Und manchmal gehen sie auch. Oder es kommen neue. Klar, es gibt so eine Grundstimmung. Aber trotzdem, es ist ein hakeliges Entscheidungskriterium - definiere "nett". Wechselt die Schulleitung, kann sich alles ändern. Außerdem kann man selbst Einfluss nehmen. Man muss sich nicht an Miesmacherei und Meckerei beteiligen. So zum Beispiel.
Die Entfernung dagegen ändert sich nicht. Ich denke jedes Mal, wenn ich mal auf der Autobahn unterwegs bin: Wie schön, dass ich zur Schule radeln kann. Ich mache das seit gut drei Jahren und das hat mein Leben sehr positiv verändert. Auch ein Umfeld mit Grün und frischer Luft ist ganz entscheidend für die Lebensqualität. An deiner Stelle wäre ich nicht ratlos, zumal du zu einer pflegeleichteren Klientel zu wechseln scheinst.
Aber das ist natürlich nur meine Meinung

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Danke für die Antwort!
Ich habe von irgendwo mal aufgeschnappt, dass es Referendaren mit Doktortitel schwieriger haben können, da die Prüfer eher zur Strenge tendieren würden (u.a. deswegen auch Fragen 1 und 2). Damit hast Du dann keine negativen Erfahrungen gemacht?
Das sind doch völlig ungelegte Eier, über die du dir da den Kopf zerbrichst. Natürlich ist es total peinlich, wenn man da mit frischem Doktortitel ankommt und sich fachlich oder didaktisch in die Nesseln setzt. Aber ansonsten beurteilen die Prüfer, was sie sehen - und wie so ein Prüfer gerade tickt, ist auch nicht vorherzusehen.
Ich kann Leute auch nicht leiden, die überall meinen, ihren Doktortitel raushängen lassen zu müssen. Wenn dich das wissenschaftliche Arbeiten interessiert, dann versuche halt zu promovieren. Ohne Hintergedanken, ob dir das nutzt oder schadet. Das weißt du nicht und das wissen andere auch nicht. Ich kenne auch Leute, die die Promotion abgebrochen haben. Kein Ding, die machen jetzt andere Sachen. Mediziner bilden eine Ausnahme, das ist ja bekannt.
Sich in eine Sache tief reinknien verändert einen. Man weiß dann, man kann auch gründlich. Um so größer ist der Abstand zu Pubertierenden, die gerade Mathe kein Stück interessant finden und sich fragen, warum man sich mit sowas überhaupt beschäftigt. Die fragen dann vielleicht mal. Und dann gucken sie wieder auf ihr Handy.
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Genau - Stundenplan als App ist super.
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Ich mache mir in den Sommerferien eine Schuljahresübersicht mit Excel. Die drucke ich auf 4-5 Seiten aus, jeweils "von Ferien zu Ferien".
Das wird dann gelocht und kommt geheftet in eine Unterschriftenmappe. To-do-Listen mache ich auf Post-it's, wenn es umfangreicher ist, eine separate Seite, meistens kann das ja nachher weg (z. B. Ausflugsvorbereitungen). Die Übersicht enthält Schultermine, Klausuren, Konferenzen etc., immer mit der Absicht, das im Blick zu haben. Alle anderen Termine habe ich nur noch auf dem Handy. Anfangs hatte ich ein dickes Buch, aber das schleppt man rum und braucht doch nur 3 Seiten davon. Lose Zettel sind gar nicht schlecht. Die kann man hochzufrieden wegwerfen, wenn sie sich erledigt haben.
Die Mappe enthält außerdem die wichtigsten Dokumente, die griffbereit sein müssen. Und für jede Klasse habe ich eine Mappe - in auffällig verschiedenen Designs. Unterrichtsmaterialien verwalte ich fast ausschließlich elektronisch. In die Schule nehme ich immer einen Stick mit. Damit komme ich besser zurecht als mit "Wolken"-Dateien. Schülerdaten natürlich nur auf dem Papier.
Außer Excel brauche ich keine speziellen Organisationstools. Man kann's auch übertreiben.
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Auf dem Dienstweg, also über die Schulleitung, an die Bezirksregierung. Da gibt es zum Teil sogar Vordrucke. Ansonsten weiß das auch das Sekretariat.
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Mathe ist überall schwierig, sogar bei technischem Schwerpunkt. Oftmals fehlen, warum auch immer, die Basics.
Am BK kommt es auf die Schwerpunkte und die Bildungsgänge an, in denen man eingesetzt wird. Was man da im Einzelnen unterrichtet, lässt sich nicht allgemein sagen. Vielleicht Excel für Fachlageristen oder Programmierung für Fachinformatiker ... Man muss sich da eh arrangieren und manches neu lernen bzw. flexibel sein. Da ist das mit Mathe deutlich entspannter/langweiliger, der Stoff ändert sich wenig, auch wenn man sich manchmal hinsetzen und sich etwas neu aneignen muss. Es hat aber nicht dieses Atemlose wie in der Informatik, wo sich alle Jahre etwas Neues tut.
Aber ich finde ja auch, dass man in seine Aufgaben hineinwächst und es meist mehrere gute Wege gibt und nicht den einzig Wahren, den man nur finden muss und dann ist alles großartig bis zum Lebensende ... Man kann in jeder Schulform und an jeder Schule Pech und Glück haben. Am Reißbrett lässt sich das sowieso nicht entscheiden.
Ich würde wohl auch den direkte Weg in die Praxis wählen. Und gucken, was passiert. Du bist noch jung genug, du kannst die Entscheidung auch noch korrigieren.
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Ich finde, das ist jetzt eher eine Frage der Schulform. Klar, Quereinstieg am BK ist machbar, wie schon geschrieben, das Unterrichten lernst du in der Praxis. Aber es ist halt eine andere Klientel. Warum willst du ans Gymnasium? Weil die Schüler jünger sind? Am BK begleitest du Schüler auch über mehrere Jahre und siehst Entwicklungen. Bei manchen reichen einem 3 Jahre auch voll und ganz

Das "ohne Vorkenntnisse" würde ich eher auf berufliche Erfahrung beziehen. Die sind nämlich schon nützlich, wenn man am BK ist. Aber etwas Berufserfahrung scheinst du ja zu haben.
Niedliche Fünftklässler mit übermotivierten Eltern vs. Schüler, die doppelt so alt, schwer und/oder breit sind wie du ... noch du hast die Wahl.
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Mich nervt Fluglärm und die Ignoranz von Leuten, die meinen, ohne Flug wäre ein Urlaub kein Urlaub und die meinen, man müsse sie bewundern, weil sie einen Flug gebucht haben. Deshalb werde ich gerne mal belächelt, ich bin ja auch sonst so niedlich ökovegan, haha. Nun darf ich mal lächeln. Unser Urlaub wird, wie es aussieht, wie geplant stattfinden, zwei Wochen, das reicht uns auch. Jetzt bin ich froh, dass es nicht ans Meer geht. Die Bilder von Pfingsten haben mir schon genügt.
Im Urlaub brauche ich vor allem Zeit zum Lesen, Zeit in der Natur und viel Bewegung. Das könnte ich sowieso auch zu Hause haben. Einfach mal in den Wald, in den Garten oder auf dem Sofa bleiben. Frei nach Klaus Lages etwas angestaubtem Hit: "Ich bleib diesen Sommer zu Haus". Da guckt mich nur immer so viel Unerledigtes an. Aber Weggucken kann man ja auch üben. Ich bin einfach froh, dass die Sommerferien nicht mehr weit sind.
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Ich kann diese Kommentare nicht glauben. Offenbar braucht ihr auch mal einen Besuch von Leuten, die sich mit sowas auskennen. Bei uns waren welche. Wir sind nämlich auch Schule ohne Rassismus.
Diese Marken wurden von rechten Gruppen sozusagen gekidnappt. Die Menschen gleicher Gesinnung erkennen einander daran. Das sind Neonazis. Verfassungsfeindlich, menschenfeindlich, rassistisch. Es ist ja gerade deren Absicht, "unerkannt" ihre Codes zu kommunizieren.
Das mit Adidas oder Apple vergleichen, ist eine fahrlässige Verniedlichung von dem, was da wirklich passiert.
Dazu gibt es in NRW zum Beispiel Workshops. Es ist wichtig, mit diesen Schülern ins Gespräch zu kommen. Ich würde mir das aber auch nicht zutrauen, regt mich auch zu sehr auf.
Kleidungsvorschriften sind nun nichts Ungewöhnliches. Man darf auch nicht mit einem Hakenkreuz auf dem T-Shirt rumlaufen oder ganz/teils nackt. Wenn Gewalt verherrlicht wird oder das Seelenheil anderer gefährdet wird, hört die Freiheit auf. Was ist daran schwer zu verstehen?
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... aber was sind das für Aussichten! Rekordhitze und Waldbrände ... umpf ...
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Wir haben im Moment aufgrund des erhöhten Bedarfs "Aufsichtstage". An diesen Tagen hat man außer Aufsicht nichts. Aber dann eben auch gleich 4 Aufsichten mit jeweils einer Stunde Unterbrechung.
Vielleicht könnte man das ähnlich regeln, dass du an einem Tag drei Aufsichten übernimmst und dann zwei Wochen keine?
Das mit der langen Anfahrt ist tatsächlich ein privates Problem und das Argument ärgert mich immer ein bisschen. Ich kann auch weit wegziehen und dann beim Stundenplanteam um Sonderrecht bitten. Ich fahre in der Regel mit dem Fahrrad, bin zwar auch eine gute halbe Stunde unterwegs, aber das fällt unter "Bewegung an der frischen Luft" und wird nicht als Zeiträuber gesehen. Allerdings sind diese Aufsichtstage schon ziemlich öde und dadurch irgendwie anstrengend. Zum Glück ist das ja nur vorübergehend.
OT: Ich hoffe, dass sich nach dieser Krise die Einsicht durchsetzt, dass ein Tag Homeoffice in der Woche für Lehrkräfte eine sinnvolle Sache ist.
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Ich hätte auch gern nach den Ferien den normalen Schulbetrieb zurück. Es ist schön, dass Frau Gebauer das alles für uns regeln wird. Wir lassen uns gerne überraschen, gell?
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Im Fernsehen sah ich auch einen euphorischen Bericht über die ersten Öffnungen von Freibädern. Ich habe 45 min Anfahrt in Kauf genommen, um endlich mal wieder zu schwimmen. Dort war es so voll, dass ich mich fragte, wozu die vorherige Online-Anmeldung gedacht war. Im Wasser war es unmöglich, Abstand zu halten.
Ich nahm davon Abstand, nochmal schwimmen zu gehen. Ich guck erst mal, wie das läuft.
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OT: Warum nur habe ich hartnäckig immer wieder "Alibikorrektur" gelesen?

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Bei uns am BK gibt es eine ganze Menge "Kinder", die schon über 20 sind. Geschlossene Räume sind das Problem, das steht heute auch auf Zeit online nachzulesen. In vielen Räumen bei uns kann man die Fenster nur auf Kipp machen.
Unsere "Kinder" halten sich oftmals auch nicht an die Abstandsregeln. Man macht sich da als Aufsicht zum Affen. Die verlassen dann das Schulgelände und stellen sich feixend auf der anderen Straßenseite auf. Es ist einfach zu blöd.
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Ich vermute, dass die psychische Belastung derzeit unterschätzt wird. Es ist ja nicht nur die Angst vor Ansteckung - für jemanden mit einer Neigung zu Angststörungen ist das gerade eine Art GAU - auch das Homeoffice geht auf Dauer auf die Pumpe. Bei manchen mehr, bei manchen weniger.
Ich merke, dass es mir gut tut, wieder in der Schule zu sein - auch mit Maske und allem. Fast jede Begrüßung startet doch mit: "Schön, euch/Sie zu sehen" - man ist einfach froh, die vertrauten Nasen zu sehen. Ok, manche mehr, manche weniger, aber das ist ja das Normale, was uns gerade so fehlt.
Ich sehe auch bei uns, dass sich einige offenbar einen schlanken Fuß machen. Aber ich tue mich schwer damit, Leute zu verurteilen, die mit der aktuellen Situation Schwierigkeiten haben. Solche globalen Beschimpfungen hauen doch in die immergleiche Kerbe von den faulen Säcken und sind wirklich nicht hilfreich.
Wobei natürlich: Wir können froh sein. Mit wem wollen wir denn tauschen? Mit der Zahnärztin, der gerade die Patienten ausbleiben? Mit der Kassiererin am Supermarkt? Der Altenpflegerin, dem Paketboten? Die Liste ist endlos.
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Ich frage mich, ob die Leute, die das viele Mehl und die Hefe gehamstert haben, wirklich gebacken haben.
Ich habe schon die Mensa in der Uni gehasst und war für jede Gelegenheit froh, bei der ich mir selbst etwas zubereiten konnte. Das ist bis heute so. Ich nehme mir gelegentlich etwas in die Schule mit. Und in der ganzen Zeit vom Homeoffice ist uns hier nie der Gedanke gekommen, man könnte sich etwas bringen lassen. Dafür war auch immer viel zu viel da ... außer Hefe...
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Wir haben jetzt ganz unfassbar viel Aufsichten, weit über die Pausen hinaus. Mir graut davor, auf dem Schulhof herumzulaufen und die Leute auseinanderzutreiben. Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Funktioniert das? Bei den Prüfungen sind alle ganz brav, aber es gibt auch weniger einsichtige Schüler ... Ich sehe mich da schon mit Schlag- äh - Zollstock rumfuchteln ... Das ist so gar nicht meins.
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Ach, das sind doch Binsenweisheiten. "Kinder müssen lernen, dass..." oder wie früher in Supermärkten alte Damen pikiert "das sollte meins sein" gifteten, wenn ein trotziges Balg sich auf dem Boden rollte. Klar, *Jazzy* kann ja jetzt einfach denken: leckt mich, ich krieg hier mein Geld, egal ob ihr lesen könnt. Aber ich bin überzeugt davon, dass Binsenweisheiten absolute Gesprächskiller sind. Die Frage sollte m. M.n. erst mal lauten: "wie geht's dir/Ihnen damit?"
Eben. Das Gemecker verschlimmert doch alles. Bei einigen meiner Schüler klappt es super mit dem Lernen zu Hause. Andere brauchen die direkte Rückmeldung, die Lehrerin, die man mal was fragen kann oder die einem mal zuhört. Dass sie lernen müssen, wissen die Schüler sehr wohl, und sie wollen durchaus auch - aber je länger diese Krise dauert, desto schwerer fällt es ihnen, sich zu motivieren. Das ist ein bisschen wie Depressionen haben - der Ratschlag, sich zusammenzureißen, ist völlig kontraproduktiv.
Ich konnte heute mit meinen Schülern reden, das war sehr schön, trotz Masken. Alle waren froh, ein bisschen was von Normalität zu spüren. Ich habe auch gemerkt, wie viel schöner es ist, direkt miteinander reden zu können. Ich wollte gar nicht mehr meckern, Grund gab es schon, aber ich wollte nur zuhören und ermutigen.
Diese Schwierigkeiten beim Fernlernen bestätigen doch nur, wie wichtig die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden ist. Ich hoffe ja, dass die "Mischform", auf die wir uns wohl jetzt erst mal einstellen müssen - Fern- und Präsenzlernen - doch halbwegs besser funktioniert als das reine Homeschooling- einfach weil man direkt reden kann und das vielleicht dann auch viel mehr zu schätzen weiß.
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