Beiträge von Piksieben

    Fairerweise muss man sagen, dass auch als gesetzlich Versicherter immer der Goldstandard angewendet wird bei einer Behandlung. Therapien und Medikamente, die die PKV bezahlt, aber die GKV nicht, sind meistens im Alternativmedizinischen Bereich, sprich Esoterik und Unfug, einzuordnen.

    Das würde ich so nicht stehenlassen. Einige gesetzliche Kassen werben sogar damit, dass sie Naturmedizin, Homöopathie etc. in geringem Umfang bezahlen, z. B. die Techniker. Die PKV bezahlt so was in der Regel nur, wenn man es mitversichert.

    Richtig teuer sind z. B. kieferorthopädische Behandlungen, und da stellt sich die Gesetzliche oft ziemlich an.

    Die Gesetzliche muss sich nach den Gesetzen richten; die können sich ändern. Bei der Privaten hast du einen Vertrag, wo genau drin steht, was sie bezahlen und was nicht - da können die nicht so einfach aussteigen. Manche Medikamente sind etwas teurer, man verträgt sie aber besser - PKV zahlt, GKV eher nicht.

    Es gibt jedoch auch Leistungen, die von der Gesetzlichen bereitwilliger bezahlt werden als von der Privaten, Stichwort ambulante Psychotherapie, da wird u. U. richtig gegeizt.

    Was die Zukunft angeht, so sind beide Versicherungsarten von der Kostenexplosion betroffen. Die Entscheidung ist schwierig. Vor allem, weil man aus der PKV nur mit Verlusten (Beitragsrückstellungen sind dann weg), wenn überhaupt, wieder raus kommt.

    Das würde jetzt zu sehr ins Detail gehen, aber ich halte nur 'Draufgucken' für ein bisschen wenig.

    Ob sich der Wechsel in die PKV für dich lohnt, ist nicht so pauschal zu beantworten, aber du kannst dir ja mal ein Angebot machen lassen. Dabei wird allerdings nach Vorerkrankungen gefragt, und die darfst du auch nicht verschweigen, ungünstigenfalls bekommst du einen Risikozuschlag (evtl. nur temporär), kann sich aber immer noch lohnen, je nachdem. Du kannst dich auch online informieren.

    Natürlich bekommst du als Angestellte/r auch für die PKV einen Arbeitgeberzuschuss, bis maximal zur Hälfte des Betrags, der entstehen würde, wenn du gesetzlich versichert wärest.

    Ich bin mehrfach hin- und hergewechselt und meine Erfahrungen sind unterschiedlich. Des öfteren hatte ich das Gefühl, schneller einen Termin zu bekommen und nicht so lange warten zu müssen, weil ich privat versichert bin. Auch einige Therapien und Medikamente bezahlt die GKV nicht.

    Manchmal wird man aber auch "übertherapiert" oder die Ärzte berechnen alles Mögliche und schwatzen einem was auf. Wobei einem das als GKV-Patient mit den IGEL-Leistungen ja auch passieren kann.

    Dass man die Rechnungen erst mal selbst bezahlt, gehört zum Geschäftsmodell. Man kann ja erst in die PKV, wenn man ausreichend viel Geld hat, und da sollte das kein Problem sein. Man sollte sogar mit dem Einreichen warten, bis man weiß, ob man die Grenze überschreitet, an der sich das Einreichen lohnt, denn man bekommt u. U. eine nicht geringe Beitragsrückerstattung, wenn man (außer ggf. Vorsorge) nichts eingereicht hat.

    Ich weiß nicht, ob ich gerne einen Arzt hätte, der nur "draufguckt", wenn da ein gesetzlich Versicherter vor ihm steht, und bei privat Versicherten erst mal seinen Maschinenpark anwirft ...

    Ich würde anrufen. Du wirst doch Unterlagen haben, aus denen hervorgeht, welchen Tarif du hast? Dann lies dir das durch und notiere deine Fragen. Und wenn du es nicht weißt: Die müssen es ja wissen. Lass dir ein Angebot für Zahnzusatz machen, falls nötig, und du kannst ja deinen Vater fragen, ob das sinnvoll ist. Ich glaube nicht, dass du einen Vertreter brauchst.

    Von meiner PKV werde ich im Bedarfsfall zurückgerufen und geduldig informiert. Kein Problem.

    Ja. Noten werden nicht gerechter, wenn man ein Rechenschema vorgibt, und auch nicht, wenn man nicht rechnen darf. Noten werden nie gerecht sein. Schon deshalb, weil nie ganz klar ist, ob man den individuellen Fortschritt oder den Leistungsstand beurteilt. Oder was davon man mehr gewichtet. Für den Arbeitgeber, der ein Zeugnis bekommt, ist der Leistungsstand wichtig, wie der zustande gekommen ist, ist dem wurscht. Für die Beurteilung der Lernfähigkeit muss man vergleichen, was "vorher" und was "nachher" war. Solche Themen werden im Seminar ja auch rauf- und runterdiskutiert, da können wir auch noch seitenweise drüber diskutieren. Ebenso über Voreingenommenheit, Halo-Effekt und dergleichen. Da sollte man sich wirklich nichts vormachen.

    Ja, das kann sein, dass man Formeln schematisch anwendet, ohne etwas verstanden zu haben. Dass in Köpfen etwas vorgeht, merke ich an Fragen, die aus der Reihe fallen (also nicht lauten: "Kommt das in der Klausur dran?", sondern Zusammenhänge herstellen, Spezialfälle betrachten etc.). Auch eine rasche Auffassungsgabe bemerkt man schnell. Andere müssen sich mühen, kommen aber doch ans Ziel - Beharrlichkeit ist auch eine Leistung. Aber das alles in eine Note zu pressen ist natürlich fragwürdig.

    Oft sieht man aber an den Einschätzungen der Kollegen, dass da doch eine gewisse Einigkeit in der Beurteilung besteht, was Fleiß, Intelligenz, Engagement angeht.

    Neleabels, du solltest schon mal lesen, was du selber schreibst.

    Du hast behauptet, Noten dürften in NRW nicht gemittelt werden. Aus der zitierten Vorschrift geht hervor, dass sie an einigen Stellen errechnet werden müssen. So wie die Noten im Staatsexamen auch.

    Man mag das finden, wie man will, aber das war gar nicht die Frage, und die Leute hier dann so darzustellen, als seien sie ohne Excel unfähig, ein Urteil zu fällen, ist überheblich.

    Ich habe einen Ermessensspielraum. Aber meine Noten müssen nachvollziehbar sein. Das sind sie nicht, wenn ich aus einer 1 und einer 2 eine 4 mache.

    Wollte ich auch gerade schreiben.

    In demselben Dokument heißt es:(§26a)

    Die Abschlussnote beruht je zur Hälfte auf der Vornote und auf der Prüfungsnote, in den Fällen des § 26 b Abs. 2 und 3 im Verhältnis 5:3:2 auf der Vornote, der Prüfungsnote und dem Ergebnis der mündlichen Prüfung. Ergeben sich in den Fällen des § 26 b Abs. 2 und 3 beider Berechnung der Abschlussnote Dezimalstellen, so ist bis einschließlich zur Dezimalstelle 5 die bessere Note festzusetzen.

    An dieser Stelle wird eindeutig gerechnet. Woher sollten sonst die Dezimalstellen kommen.

    Ich finde es schon recht frech, aus den hier gegebenen Informationen zu schließen, dass der Mathelehrer die Note nicht begründen kann. TE hat weder Bundesland noch Alter des Kindes angegeben, nur, dass Sohni immer schon in Mathe schlecht war (deshalb, Wollsocken, vermute ich die Gnaden-4). Eine knappe 3 und eine schlechte 5 zusammen mit einer mangelhaften Mitarbeit kann zu einer 5 führen, und die muss man auch nicht monatelang vorher ankündigen, das Halbjahreszeugnis ist doch genau dafür da, diesen Zwischenstand zu dokumentieren - das kann heilsam sein. Und für die Gespräche sind Sprechtage da. Ich kann nicht recht nachvollziehen, warum ihr euch plötzlich alle auf die Seite der Mutter (Vater?) schlagt, ohne Näheres zu wissen. Wenn man hier so liest, meint man, man müsse jedem Lehrer die Bude einrennen, wenn er mal eine 5 vergibt. Seid ihr denn begeistert, wenn ihr nach den Halbjahreszeugnissen einen Überlauf im Posteingang habt?

    Vielleicht ist alles anders. Vielleicht ist das ein mieser, ungerechter Lehrer, der seine Mail nicht liest und auch sonst auf Tauchstation geht, wenn jemand was von ihm will. Aber ohne ihn zu kennen, können wir das schlicht nicht beurteilen.

    Was spricht dagegen, dem Sohn eine Nachricht mitzugeben? Im Unterricht wird er seinen Lehrer ja wohl sehen.

    Es klingt, als sollte eine Gnaden-4 erreicht werden. Frage mich, wer was davon hat? Wichtig ist doch die Versetzung.

    Wenn der Trend abwärts geht, ist eine 5 doch möglich. Vor allem ist sie eine Warnung: Da sollte bis zur nächsten Klassenarbeit was passieren. Wie schon erwähnt, in Lernen wäre die Zeit besser investiert als in Nachforschungen darüber, wer wann was gesagt hat. Können wir da nicht alle ein Lied von singen? Ich zweifle, ob TE so berufserfahren ist...

    Meine Schüler sind zwar schon älter, aber die Thematik mit den Projekten und dem Chaos kenne ich auch.

    Für mich hört es sich so an, als seist du völlig panisch, wenn die Kinder etwas falsch machen, und schwebtest helikoptermäßig (und entsprechend gestresst) über ihnen hinweg. Kannst du nicht mal durchschnaufen, loslassen und dir sagen: Ja, die Rezepte enthalten Fehler und sehen unordentlich aus, aber die Küche steht noch und niemand ist verletzt.

    Bitte lass die Kinder Fehler machen. Das darf auch mal so richtig schlecht schmecken. Kochen ist nicht so leicht, wie es aussieht, wenn man sich zu Hause an den gedeckten Tisch setzt.

    Morgen wird es besser, bestimmt!

    Du hast in dieser Stunde auf andere Dinge geguckt als die FSL. Oder anders gewichtet. Worüber ärgerst du dich? Hast du das Gefühl, deine Mühe sei vergeblich? Dann vielleicht nicht mehr ganz so viel Herzblut in die Betreuung stecken?

    Vielleicht hat man auch einen Tunnelblick, wenn man nur eine Person betreut. Die FSL hat vielleicht letzte Woche eine verschlossene, verkniffene Lehrerin gesehen und hat sich jetzt über das angenehme Wesen dieser Referendarin gefreut. Nur so als Vermutung. Du dagegen hast bei dir gedacht, herrje, das hab ich ihr doch schon tausend Mal gesagt, warum macht sie es wieder falsch ... und gehofft, das würde auch mal notenmäßig quittiert.

    Sei's drum, du hast es ja schon selbst bemerkt, überflüssig, sich darüber zu ereifern.

    Schönes Wochenende!

    Ach was. Jedem seine Bildungslücke. Ich spreche SQL ganz gut, aber dafür kein Französisch. So what?

    Erinnert mich an ein Gespräch im LZ:

    "Schüler xy hat vorgetragen - meine Güte, der hatte überhaupt keine Ahnung, wovon er spricht."
    "Manchmal reden wir im Unterricht doch auch von Sachen, von denen wir keine Ahnung haben."
    "Na klar - fast immer!"


    Ich weiss einfach nie, woher dieser Irrglaube kommt:
    Bachelor in der freien Wirtschaft = super Einkommen mit Firmenwagen etc
    Lehrer = Leben an der Armutsgrenze

    Du hast ja so Recht, Sissymaus. Ich bin ja wie du seitlich reingeschneit und habe auch manch Biographie mitbekommen, die sich eben in diesem Irrglauben verlaufen hat. All diese Blasen, diese erfolglosen Firmengründungen, Zusammenschlüsse, Umzüge, Unwägbarkeiten ...

    Man weiß nie, was auf einen zukommt. Kann man nicht wissen. Man kann auch durch sein Examen fallen.

    Manche Leute können auch nicht mit Geld umgehen und verheben sich mit einem Hausbau. Und überhaupt.

    Und nachher ist man sowieso immer klüger. Deshalb kann man eigentlich nur dieses tun: Sie informieren, sich beraten lassen - und nachher seinem Herzen folgen.

    Kreisaufgaben veranschauliche ich manchmal mit einem Pferd, das an einer Longe im Kreis läuft. Du kannst dir auch eine angepflockte Ziege vorstellen (oder einen Hund), die abhauen will und dabei die Leine immer gespannt hält.

    Man kann mit Schnur und Bleistift auch gleich eine Simulation starten, oder einfach den Zirkel nehmen. Ausmessen kann man mit Schnur und Lineal, wobei man noch nicht einmal das Lineal braucht, weil es ja erst mal nur auf das Verhältnis ankommt.

    Die Fläche kann man von innen mit n-Ecken annähern, wobei man da auch nochmal die Flächenberechnung von Dreiecken braucht, was ja nicht schadet.

    Man muss das mit der Geschichte ja nicht auswalzen, aber mir ist immer eins wichtig: Dass die Leute sich gewundert haben. Dass diese Verwunderung immer noch in der Redensart von der "Quadratur des Kreises" vorhanden ist. Dass das Sichwundern am Anfang eines jeden Fortschritts steht.

    Und ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass in so schlichten Formen wie Kreis und Quadrat so "verrückte" Zahlen wie Wurzel-2 und pi vorkommen? Vielleicht werden deine Schüler nicht wirklich das Konzept der reellen Zahlen begreifen, aber sie sollten schon wissen, dass es einen Grund dafür gibt, dass pi ein eigenes Zeichen bekommt: Weil es eben kein Bruch ist.

    Ach, und ein nettes Experiment ist auch immer, den Umfang eines Wasserglases (möglichst ein hohes, schmales, so wie ein Kölsch-Glas) mit der Höhe zu vergleichen (auch mit Hilfe einer Schnur). Da kann man sich auch schön wundern.

    Ich wage mich mal auf GANZ dünnes Eis indem ich folgendes behaupte:

    Wahrscheinlich ist es nicht schlecht, wenn die AfD in den Bundestag einzieht, um Frau Merkel (oder wer auch immer der nächste Chef ist) "zur Vernunft" zu bringen.

    Ich habe mich schon bei dem Gedanken ertappt, dass ich die FDP vermisse. Sehr eigenartiges Gefühl. Nach dem gestrigen Politbarometer könnten sie es sogar schaffen.

    Sissymaus, Unsicher hat gerade erst Abi gemacht. Andere sind dann erstmal ein Jahr unterwegs, um Erfahrungen zu sammeln und weil sie nicht wissen, was sie machen sollen. "In der Arbeitswelt angekommen" ist man in diesem Abschnitt noch nicht, und was immer "realistische Vorstellungen" sein mögen - die hat in jungen Jahren wohl niemand von uns gehabt. Wie auch.

    An Hauskauf, Familie, Zinsen und dergleichen habe ich in dem Alter überhaupt noch nicht gedacht. Ich hatte noch nicht einmal Lust, den Führerschein zu machen. Ich habe einfach studiert und gelebt. Andere haben auf Lehramt studiert, was nicht empfohlen wurde, und mit vermutlich völlig verträumten Vorstellungen. Letztlich sind wir alle irgendwo angekommen. Manchmal bedauere ich die jungen Leute heute, weil sie immer so schrecklich zielstrebig sind.

    Wie schon erwähnt, man weiß nie ganz genau, was passiert, wenn man einen Beruf wählt, und die Realität setzt einem immer den Kopf zurecht. Aber bei dir ist das Lehramt offenbar keine Verlegenheitslösung, sondern das, was du eigentlich möchtest.

    Solche Entscheidungen wie du sie jetzt treffen musst, sind schwierig, weil folgenreich. Trotzdem gibt es natürlich immer Möglichkeiten, sie zu korrigieren. Manchmal braucht es aber ein bisschen Mut. Du hast aber ja schon Schritte eingeleitet. Manchmal kann man am besten sehen, was man will, wenn man beobachtet, was man tut.

    Ich bin erst spät und auf Umwegen Lehrerin geworden, und ja: Es ist ein schöner Beruf!

    Du lässt uns aber wissen, wie du dich entschieden hast, ja?

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