Fairerweise muss man sagen, dass auch als gesetzlich Versicherter immer der Goldstandard angewendet wird bei einer Behandlung. Therapien und Medikamente, die die PKV bezahlt, aber die GKV nicht, sind meistens im Alternativmedizinischen Bereich, sprich Esoterik und Unfug, einzuordnen.
Das würde ich so nicht stehenlassen. Einige gesetzliche Kassen werben sogar damit, dass sie Naturmedizin, Homöopathie etc. in geringem Umfang bezahlen, z. B. die Techniker. Die PKV bezahlt so was in der Regel nur, wenn man es mitversichert.
Richtig teuer sind z. B. kieferorthopädische Behandlungen, und da stellt sich die Gesetzliche oft ziemlich an.
Die Gesetzliche muss sich nach den Gesetzen richten; die können sich ändern. Bei der Privaten hast du einen Vertrag, wo genau drin steht, was sie bezahlen und was nicht - da können die nicht so einfach aussteigen. Manche Medikamente sind etwas teurer, man verträgt sie aber besser - PKV zahlt, GKV eher nicht.
Es gibt jedoch auch Leistungen, die von der Gesetzlichen bereitwilliger bezahlt werden als von der Privaten, Stichwort ambulante Psychotherapie, da wird u. U. richtig gegeizt.
Was die Zukunft angeht, so sind beide Versicherungsarten von der Kostenexplosion betroffen. Die Entscheidung ist schwierig. Vor allem, weil man aus der PKV nur mit Verlusten (Beitragsrückstellungen sind dann weg), wenn überhaupt, wieder raus kommt.