Nö, Blutwurst ist auch im "Westen" bekannt. Hier in der Gegend zum Beispiel unter dem schönen Namen "Blutballen", den man - in Scheiben geschnitten und gebraten - zu ebenfalls angebratener Hackgrütze isst. Das ist aber nun wirklich nicht jedermanns/fraus Sache
. Aber ich mag's - bin halt ein "Alles(fr)esser"
!
Wobei tote Oma ja aus Grützwurst besteht, die beim Kochen zerfließt. Schmeckt ziemlich gut! Ähnliches kenne ich aber auch von meiner (damals noch lebenden) fränkischen Oma - die im "Westen" verwendete Blutwurst bleibt halt beim Braten fest.
In Studententagen war ein ca. vierteljährlicher Pflichttermin auch eine Einkehr im Bürgerspital, wo dann nicht nur einige Viertel Wein, sondern auch stets eine "Schlachtplatte", bestehend aus einem "roten" und einem "weißen" Knäudele (eine grobe Hausmacher Wurst), einem Stück Bauchfleisch und reichlich Sauerkraut (fränkisch angerichtet, also mit viel Brühe), den Weg in den studentischen Magen fand. Gaudabamus igitur...
PS. Leckerem Essen widerwärtige Namen zu geben ("tote Oma") fand ich aber schon immer eine ziemlich schräge Sitte.