Das ist jedoch in einige Situationen durchaus hilfreich, weil das Gespräch dann je nach Lehrkraft stärker auf Augenhöhe stattfindet (als Elternteil fühlt man sich häufig als Bittsteller) und die Lehrkräfte dann nicht mit dem Pädagogengeschwurbel daherkommen, mit dem sie die anderen NichtlehrerInneneltern einlullen.
Elternsprechtag im Oktober, ich kannte die Schüler seit drei Wochen aka überhaupt nicht:
Fossi: Guten Abend, Herr Vater, was kann ich denn für sie tun?
Vater: Ja, ich wollte halt einfach nur mal so hören, wie der Klaus-Dieter sich so macht undsoweiterhier...
Fossi: [Klaus-Dieter?? Who the fuck is Klaus-Dieter??] Ja, also im Allgemeinen bin ich bis jetzt recht zufrieden, mündlich könnte er sich mehr beteiligen, aber mei, das ist halt eine Altersfrage, gell, und die Buben sind ja da meist nicht so eifrig, bla blubb...
Vater: [grinst] Sie haben keinen Schimmer, von wem die Rede ist, oder?
Fossi: [rotwerd] Naja, nach drei Wochen, mit zwei Stunden in der Klasse, bla blubb...
Vater: Schon gut, ich wollte nur mal sehen, wie andere Lehrer diese Situation lösen. Ich geh jetzt noch zur Kollegin XY. Schönen Abend noch!