Beiträge von fossi74

    Nachtrag: Ich würde such kein Gespräch im herkömmlichen Sinne mehr führen wollen. Hingehen, oben genanntes äußern, Schrieb hinlegen, Schlüssel abgeben (gegen Quittung, versteht sich), heimgehen.

    Und lass Dich nicht ins Bockshorn jagen - man wird Dir vermutlich etwas von arbeitsvertraglichen Pflichten und Schadensersatzansprüchen erzählen. Das ist Kokolores. Das eingesparte Gehalt ist bei normalen Arbeitskräften Schadenersatz genug. Weitergehende Ansprüche des AG gibt es im Regelfall nicht, mit plötzlichen Ausfällen ist immer zu rechnen.

    Ich würde bei dem Gespräch anführen, dass das Vertrauensverhältnis zu Deinem Arbeitgeber unrettbar zerrüttet ist und Dir eine Fortführung desselben unzumutbar ist. Dann legst Du die fristlose Kündigung auf den Tisch und gehst nach Hause.

    Ich würde dort keine einzige Stunde mehr unterrichten.

    Die Burnout-Kliniken zeigen vor allem, dass das Lehramtsstudium endlich abgeschafft werden muss. Es sind genug Kollegen, die in dem Job kaputt gehen und ihn mangels Alternativen versuchen totunglücklich durchzuziehen.

    Die Abschaffung der Lehramtsstudiengänge würde nichts daran ändern, dass der Arbeitsmarkt außerhalb von Schule z. B. für Geisteswissenschaftler mehr als beschränkt ist. Und sich über Praktika und kreative Quereinstiege eine Existenz in der Wirtschaft zu zimmern ist nicht jedem gegeben.

    Ich denke, Dein Vorschlag geht auch am Kern des Problems vorbei - schließlich machen Lehrer einen überaus wichtigen Job. Es sind die Arbeitsbedingungen, die verbessert werden müssen, nicht die Fluchtmöglichkeiten. Das Gleiche gilt übrigens für ganz viele andere Berufe genauso. Auch Pfarrer, Polizisten und Ärzte können nicht mal eben etwas anderes machen.

    Ganz ehrlich: Da ist mir sowohl Greta als auch die Ölrechnung der Schule pupsegal.

    OT: Ich finde es unsäglich, wenn ein globales, reales und (in nicht allzu ferner Zukunft wohl auch: letales, zumindest für viele) Problem wie der Klimawandel lächerlich gemacht wird, indem man es auf die Person von jemandem reduziert, der - mit welchen Mitteln auch immer - wenigstens versucht, etwas dagegen zu tun.

    Warum schreibst Du an dieser Stelle nicht "der CO2-Ausstoß ist mir in diesem Zusammenhang egal" (was er durchaus sein kann, von dem bisschen Lüften geht die Welt nicht zugrunder als eh schon)? Warum muss hier noch der plumpe Seitenhieb auf ein Mädchen sein, das unser aller Respekt verdient hat?

    ich bin halt nicht davon ausgegangen, dass jemand in der Verwaltung sitzt, der unfähig ist

    Meine Frau ist seit gestern Beamtin. Das Allerschönste daran? Nein, nicht das höhere Gehalt. Auch nicht die Unkündbarkeit. Oder die PKV. Oder die Aussicht auf (im Vergleich zur Rente) üppige Pension.

    Nein: Das Schönste daran ist, dass Herr S. vom LmaA LfF Würzburg jetzt nicht mehr für sie zuständig ist. 17 Jahre (SIEBZEHN) hat diese Pfeife uns jetzt genervt - erst mich, dann (gleicher Nachname...) meine Frau. Verschimmle er in Frieden in seiner Amtsstube...

    "herzhaft" (übrigens auch so'n regionales Wort...)

    Findest Du? Ich finde eher, dass

    rezent[...]

    ein regionaler Ausdruck ist, aber sowas von!

    Ich könnte hier jetzt mit einem Rezept für gar himmlische Zimtwaffeln aufwarten, die wir gern sonntags statt Kuchen essen und die durch den Zimt nicht nur einen feinen Geschmack, sondern auch eine ganz eigene, samtige Konsistenz erhalten... aber noch sitze ich "im G'schäft" (noch so ein regionaler Ausdruck) und komme nicht an das altmodisch-analoge Kochbuch ran, wo sie drinstehen. Reiche ich heute abend nach.

    wollte fossi74 uns nur mitteilen dass er auch weiss was ein Mol ist?

    Nein, wollte er nicht (und hat er zwar mal gelernt, musste er aber wieder nachgucken). Was er zum Ausdruck bringen wollte, war, dass kein Mensch im Unterricht 25 geteilt durch 85,6 im Kopf oder schriftlich rechnen würde, wenn es nicht gerade um die Division von Dezimalzahlen, sondern eigentlich um Chemie geht. Da meint der Fossi schon, dass jeder normale Lehrer einfach zum TR greifen würde, sofern er es nicht schon vorher ausgerechnet hat.

    Warum ist Wollsocken denn heute so anuriniert?

    Also, versuch bitte nicht, mich als Außenstehende/r über die Vorurteilskultur zu belehren. Denn auch solcherlei "pauschale Vorbehalte helfen da wenig."

    Das war eher an meine Vorrednerin "Zauberwald" gerichtet. Aber danke für die Klarstellung, dass Du eigentlich keine Hilfe willst, sondern im Prinzip nur die Bestätigung suchst, dass Du eine ganz arm dran bist.

    Ich habe das im Familien- und Bekanntenkreis mehrfach mitbekommen und kann sagen, dass ich etliche osteuropäische Pflegekräfte kennengelernt habe, die mit viel Engagement und Herzblut diese Aufgabe übernommen haben. Es muss natürlich menschlich passen, aber ich könnte mir das auch für mich selbst gut vorstellen. Pauschale Vorbehalte helfen da wenig.

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