Beiträge von fossi74

    Schulbücher aus den Achtzigern aussortieren

    Warum das denn?! Die werden doch noch gebraucht!

    Aber in den Seminaren wird viel Blödsinn erzählt. Mein Klassiker ist das Verbot Pflaster zu kleben.

    Meiner: "Wer morgens in der Schule anruft und mitteilt, dass er nicht kommt, ist deshalb noch lange nicht von seiner Aufsichtspflicht entbunden." Quelle: Mein damaliger Schulleiter und Seminarlehrer für Schulrecht.

    Erster Elternsprechtag. Achte Klasse. Die ersten Problemchen fangen an, so in Mathe. Papa beschließt, mal hinzugehen. Herr A. hat keine Ahnung, welcher Schüler zu dem Papa gehört und stammelt sich irgendwas zusammen (ja, insgesamt schon ganz ordentlich, könnte sich mehr beteiligen, bla blubb). Papa durchschaut als Lehrer das Spiel sofort und meidet fortan jeden persönlichen Kontakt zu der Anstalt.

    Insofern: nein.

    Kann ein Vegetarier eigentlich an einem Meating teilnehmen?

    Kann es (karrieretechnische) Konsequenzen mit sich ziehen, wenn man sich als fest angestellte Lehrerin psychotherapeutisch behandeln lässt?

    Hm. Angestellte Lehrkraft --> keine "Karriere" (auch bei verbeamteten Lehrern eher in Anführungszeichen zu setzen) --> keine karrieretechnischn Konsequenzen.

    und gehe in Richtung promiskuitiv :))) Bevor es zu spät ist, mache ich mich dann mal auf den Weg zum Therapeuten

    Vielleicht besser eine TherapeutIN.

    Ich sehe bei uns in der Klinikim Rahmen von Fallbesprechungen manchmal die Aufzeichnungen aus der "Angeleiteten Interaktion". Vor meiner Zeit dort hätte ich mir ja nicht vorstellen können, dass es Menschen gibt, die so etwas brauchen. Tja.

    Nein, so direkt kannst Du es nicht umrechnen da alles unter 4.0 ja schon als "ungenügend" zählt. Dann ist es aber auch so, dass wirklich tiefe Noten, also 1en und 2en, im Zeugnis kaum vorkommen.

    Ja, ich weiß. Ich hatte diverse Umrechnungstabellen zu Rate gezogen, die auf eine Spanne von ca. 3,5 bis 4 gekommen sind.

    Im Baselland reicht z. B. ein Schnitt von einer 4.0 um von der progymnasialen Stufe der Sek I aufs Gymnasium zu wechseln

    Jetzt wollte ich so richtig Schlaubi-Schlumpf-mäßig darauf hinweisen, dass das schweizerische Notensystem ja die 6 als Bestnote hat und die 4,0 deshalb umzurechnen sei, um dann beschämt festzustellen, dass eine Schweizer 4 fast exakt einer deutschen 4 entspricht.

    Das ist dann aber in der Tat ein äußerst großzügiger Schnitt. Da könnten ja selbst unsere Luschiländer noch was lernen.

    Bildungspolitik [ist] in Deutschland vor allem ideologisch geprägt

    Hm, überleg... ja, ich glaube, Du hast recht:

    Frühförderung, verpflichtende Kindergartenjahre etc. sind schön und gut, aber letztendlich sollte da eher an die Vernunft der Eltern appelliert werden und auch wenn es im Brennpunkt verantwortungslose Eltern gibt, gibt es dort auch genug Eltern, die einfach Pech im Leben hatten, aber für ihre Kinder das Beste möchten und sich anstrengen, dass es diese mal besser haben werden.

    Echte Chancengleichheit gibt es nicht, aber ich will auch nicht dahin tendieren, dass man sagt: "Die Eltern sind so durch ihr Umfeld geprägt, die können nicht anders.", genauso wie die Kinder. Ein Kind kann auch in einem Alkoholikerhaushalt aufwachsen, schnell erkennen, dass Alkohol Mist ist und die Hände davon lassen.

    Und lass uns mal ehrlich sein: Es gibt genug Lehrer die wirklich digital zurückgeblieben sind oder sich schlichtweg weigern, sich auf den "neumodischen Kram" einzulassen. Das Internet IST nach wie vor für viele Menschen Neuland.

    Je älter ich werde, desto stärker spüre ich selbst, wie mir "neumodischer Kram" vor allem in der digitalen Welt immer egaler wird, oder besser: Wie ich immer schneller und immer entschiedener feststellen kann, dies oder jenes nicht zu brauchen.

    Aber.

    Ich bin jetzt knapp 46 - mein Nick verrät es - und blicke auf ca. 30 Jahre Computer im Alltag (heißt: im Alltag einer Mehrheit der Bevölkerung) zurück. Ich kann mich erinnern, dass ich meine Facharbeit am Gym anno 92 noch auf der damals topmodernen elektrischen Schreibmaschine meines Vaters geschrieben habe. Es war mir zu blöd, mir die zehn an der Schule vorhandenen Macs mit anderen zu teilen und mich in die Bedienung einzufitzen. Das wurde dann aber schon damals im Gutachten zur Facharbeit kritisch angemerkt.

    Mit Eintritt ins Studium habe ich mir dann selbstverständlich den ersten Computer angeschafft (einen Mac, als alle Welt auf Windows 95 verrückt und Apple kurz vor dem Abnippeln war. Mann, war ich ne coole Socke!) und mir mit der Zeit gründliche IT-Kenntnisse erworben - weil ich gemerkt habe, dass man das braucht und ein Computer nicht ganz so einfach zu bedienen ist wie ein Eierkocher. Schon 1996 hatte ich dann Internet zu Hause und habe auch dessen Entwicklung nicht kritiklos, aber aufgeschlossen verfolgt.

    Mit der Zeit sind mir viele Kenntnisse auch wieder flöten gegangen. Mit heutiger Webseitenerstellung wäre ich überfordert, schon gar für mobile Geräte, und das ist nicht das einzige Beispiel. Trotzdem stecke ich hier noch jeden Schüler locker in die Tasche!

    Worauf ich hinauswill: Für KollegInnen, die heute "digital zurückgeblieben" sind, habe ich keinerlei Verständnis. Die können doch beim Übergang von der Schreibmaschine zum PC maximal Mitte 30 gewesen sein! Kann man da schon so verknöchert und desinteressiert sein, dass einem so massive Arbeitserleichterungen, wie sie die Computertechnik mit sich gebracht hat, einfach egal sind?!

    Mein Vater ist jetzt übrigens 82. Er hat sich damals noch wenige Jahre vor der Pensionierung einen PC angeschafft und konsequent nur noch damit gearbeitet. Heute hat und benutzt er selbstverständlich auch ein Smartphone (mal mehr, mal weniger erfolgreich).

    Aber gut - man muss wohl akzeptieren, dass Menschen mit anderen Prioritäten gibt. Die wöchentlichen Mails der GS-Lehrerin meiner Tochter tragen als Absender "Gerda und Klaus Müller" (Namen geändert) und im "To:" stehen die Mailadressen sämtlicher Klasseneltern. Sich über solche Dinge aufzuregen, habe ich mir schon in Usenet-Zeiten abgewöhnt. Das sind wohl die gleichen Leute, die man früher belächelt hat, weil sie am Telefon immer extra laut gesprochen haben, damit man sie am anderen Ende besser versteht.

    Die machen sich teilweise schon genug Gedanken

    Du sagst es: "teilweise". Ich verstehe schon, dass Du Dich gerade ärgerst, aber in dem von Dir kritisierten Post geht es um den anderen Teil. Ob der dort angebotene Schuh einem passt, muss jeder Betroffene für sich selbst entscheiden. Ich kenne durchaus Kollegen, die jetzt kaum verhohlen grinsend sagen, "Oh, ich hatte ja als Kind mal schweres Asthma - sorry, folks!".

    Aber natürlichsind zwei Dinge klar - nämlich dass das ohnehin diejenigen Kollegen sind, die auch sonst Dienst nach (freizügig ausgelegter) Vorschrift machen und dass sie eine Minderheit darstellen.

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