Beiträge von fossi74

    Das ist im Grunde ein rein rechtliches Problem. Ich würde noch einmal das Gespräch mit der SL suchen, dabei auf die Gepflogenheiten an anderen Schulen verweisen und auch betonen, dass eine längere Anwesenheit ein Problem für dich darstellt, weil du nebenher arbeiten musst. Am Ende bist du aber - das sei ehrlich eingestanden - in einer bescheidenen Situation.

    Musst du im Praxissemester irgendwelche Prüfungen an der Schule ablegen, sprich: Muss die Schule dir bescheinigen, dass du das Praxissemester "bestanden" hast? Das wäre ein Vorteil für dich, denn dann gäbe es "harte" Kriterien, nach denen das Bestehen festgelegt wird, und du könntest das Prüfungsergebnis entsprechend juristisch überprüfen lassen. (Mit anderen Worten: Die Schule könnte dir das Bestehen nicht aufgrund nicht nachgeholter Stunden versagen, wenn es zu diesem Nachholen keinen rechtlichen Zwang gibt.)

    Mir scheint es aber eher so, dass die Schule nichts "falsch machen" und dir eine möglichst gute Ausbildung mitgeben will - und dabei vielleicht etwas übers Ziel hinausschießt. Bevor ich also irgendwas juristisches unternehmen würde, wäre Reden wahrscheinlich das Mittel der Wahl. Wenn es an der Schule einen guten Personalrat gibt, wäre dieser noch ein Ansprechpartner. Viel Erfolg!

    Für eine Abiklausur brauche ich aber, wenn es schnell geht, mindestens 60 Minuten.

    Das sind also bei 30 Arbeiten mindestens 30 Stunden. Lass dir doch von deinem SL erläutern, wie du diese 30 Stunden an vier Tagen ableisten sollst, wenn du außerdem noch Unterricht hast und die Höchstarbeitszeit von 10 Stunden täglich nicht überschreiten darfst. Das darf dein SL auch gern den zuständigen Juristen in der vorgesetzten Behörde fragen.

    Recht (und streng genommen auch die Pflicht) auf Einhaltung der täglichen Höchstarbeitszeit

    Nicht nur "streng genommen"!

    Aber ja, wir sollten niemandem die Abi-Prüfung versauen. [/Ironie off]

    Ob das bei so einer kurzen Korrekturzeit nicht schon als Kollateralschaden passieren kann?

    Ich nehme an, du bekommst mindestens 2 Tage davon unterrichtsfrei, oder? Alles andere wäre ja unzumutbar. [Ironie off]

    Die Abwesenheit einer Person dürfte nicht sonderlich vertraulich sein. Allein durch die Nennung auf dem Vertretungsplan dürfte die schulöffentlich dokumentiert sein

    Zumal man auch einfach neutral sagen kann, dass es um die Unterrichtsverteilung geht.

    Ich sehe keinen Grund, ein Gesprächsthema bei der Einladung nicht zu nennen. Falls es auf dem Flur nicht geht, ist der Flur der falsche Ort, um die Einladung auszusprechen

    Genau so.

    Faszinierend. Noch so ein Dimensionen-Ding: Wenn man ein Seil straff um den (idealisierten) Äquator spannt und es dann um 1 m verlängert - wie weit steht es dann von der Erde ab, wenn es mit Hilfe von Stützen wieder gespannt wird?

    Spoiler anzeigen

    15,9 cm

    Mir wurde vorgeworfen, zu passiv gewesen zu sein.

    Määäh. Ein anderer Beobachter hätte dir das Gegenteil vorgeworfen.

    Es wurde bemängelt, dass ich nie an einem Ort verweilte und häufig die Plätze in der Klasse wechselte

    Siehe oben.

    Die Plakate waren nicht ausreichend vorbereitet

    Das könnte ein bedenkenswerter Punkt sein.

    Es wurde angemerkt, dass ich mehr zwischendurch agieren sollte

    Siehe oben.

    Das Setting wurde als nicht optimal bewertet

    Was denn für ein Setting?

    Ein Schüler hat meinen Namen falsch ausgesprochen, was kritisiert wurde

    Ja, für den Fehler des Schülers bist du natürlich verantwortlich. Isso bei Referendaren.

    Positiv wurde hervorgehoben, dass die Schüler sehr gut mitgearbeitet haben und positiv auf meine Interaktion reagierten

    Ja, was denn nun? Zuviel? Zuwenig?

    - in nuce: In meinen Augen gar kein schlechtes Feedback. Bedenke: Das komplette System ist defizitorientiert. So ein Unterrichtsbeobachter muss erstmal die Haare in der Suppe finden und benennen. Beachte die Punkte, wo es eine konkrete Rückmeldung gibt (Plakate) und versuche diese zu verbessern. Ansonsten gilt: Wenn mal gar nichts positives mehr vermerkt wird, sollte man sich natürlich Gedanken machen.

    Machte der auch den Kaffee?

    Nein. Wie kommst du darauf? Es gab halt diese Druckmaschine (war wohl erheblich billiger als Kopieren), die hätte der gemeine Kollege nicht ohne weiteres selbst bedienen können.

    Erheblicher Nachteil übrigens (von vielen wirklich so empfunden): Die Arbeitsblätter und Klausuren mussten am Vortag fertig sein... Es gab einige Kollegen, die es vorzogen, auf eigene Kosten den Copyshop zu bemühen.

    Ich meine, bei uns gibt es sogar Diagramme für sowas...da hatte mal jemand zu viel Zeit

    In der freien Wirtschaft (c) nennt man so etwas Qualitätsmanagement, und ja, das kostet am Anfang richtig viel Zeit, die hinterher aber mehrfach eingespart wird, weil es keine Diskussion mehr um irgendwelche Abläufe gibt, sondern vieles einfach mal gültig geregelt ist.

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