Dann sollt er nicht über die Beamten schimpfen sondern mit Hilfe der Gewerkschaft in der Privatschule mal einen Streik anzetteln, der sich gewaschen hat, auf das er ein höheres Einkommen bekommt. Als Deutscher kann man da von den Franzosen viel lernen, wenn es darum geht wie ein Streik durchzuführen ist.
Ich schimpfe nicht über die Beamten, sondern über das Empfinden vieler Beamter, es ginge ihnen ja so schlecht. Und ja - die Pension ist auch verglichen mit Rente + VBL (oder Pendant) immer noch um einiges höher. Wobei ich ledige, kinderlose Beamte nicht beneide (zumal wenn sie am Ende noch in der GKV gefangen sind). Wirklich fett wird der Braten ja erst durch die völlig anachronistische Ferkelprämie namens "Kinderzuschlag". Aber das sind Bretter, die mir ehrlich gesagt zu dick sind, um sie zu bohren - Beamte werden schließlich dafür bezahlt, dass sie NICHT arbeiten, und an diesem Prinzip wird sich so schnell nichts ändern lassen.
Was mich angeht: Ich beklage mich nicht, da wiederhole ich mich gern. Mit jetzt knapp 3.900 netto, GKV schon bezahlt, stehe ich vergleichsweise nicht gar so schlecht da, was eben auch an meinen Arbeitsbedingungen liegt (geregelte Arbeitszeiten, keine nennenswerte Vorbereitung, keine Korrekturen, ergo freie Wochenenden und Abende).
Wäre ich allerdings an einer Regelschule und müsste den Beamten um mich rum dabei zuschauen, wie sie für die gleiche Arbeit bei gleicher Ausbildung mehr Geld bekommen, dann wäre ich wahrscheinlich schon unzufrieden. Zumindest würde ich versuchen, den Gehaltsunterschied durch konsequente Ölonomisierung meiner Arbeit auszugleichen. Und bevor es untergeht: Die betriebliche Zusatzversorgung wird zu einem nicht geringen Teil von den Angestellten selbst getragen; bei Interesse bitte entsprechenden Gehaltsrechner bemühen. Zur Erinnerung: Der Beamte zahlt keinen Cent für seine Versorgung im Alter. Und bevor jetzt Dein Lieblingseinwand kommt: Kein heute noch aktiver Beamter war während seiner Dienstzeit von dieser ominösen (nein, "myheimat.de" ist keine seriöse Quelle!) 15-prozentigen Gehaltskürzung betroffen, die anno '53 oder so zur Finanzierung der Pensionen eingeführt wurde.