Beiträge von fossi74

    Sieht man ja auch hier im Thread: Lieber mit befristeten Vertrag am Wunschort und der Wunschschule für ein Jahr und dann weitersehen, als womöglich direkt mit Planstelle in ein anderes BL zu wechseln...

    Der Gerechtigkeit halber sei aber (unnötigerweise) darauf hingewiesen, dass Lehramtsabsolventen nach dem Ref meist zu alt sind, um mal eben locker-flockig ihren Lebensmittelpunkt wechseln zu können. Das ist halt im Lehrerberuf so.

    @fossi74 , Sommertraum und die anderen

    Das heißt auf gut Deutsch:
    Man hat die ersten 5 Jahre befristete Stellen (sofern man keine Planstelle bekommt und annimmt) und danach "nichts" ? Was kommt denn danach? Ich habe doch nicht x Jahre studiert, 1,5-2 Jahre Ref. gemacht um dann 5 Jahre an einer Schule arbeiten zu können und mir dann einen Job in der freien Wirtschaft suchen "zu müssen"... -- verstehe ich das alles falsch, oder ist das wirklich so be***** ?

    :victory:

    Nein, das hast Du falsch verstanden. Du hast nicht x Jahre studiert und 2 Jahre Ref. gemacht, um dann fünf Jahre an einer Schule arbeiten zu können.
    Du hast x Jahre studiert und 2 Jahre Ref. gemacht, um dann an bis zu fünf Schulen jeweils ein Jahr arbeiten zu können...

    Sarkasmus beiseite: Es ist wohl tatsächlich so wie beschrieben - ich kenne aber niemanden, dem das tatsächlich so passiert wäre. Irgendwas geht dann schon, wobei die Situation an den Gymnasien derzeit wirklich katastrophal ist. Schlimm war es schon einige Male, aber fast dauerhaft so schlimm wie gerade? Ich weiß nicht.

    Im Fall der Fälle werde ich in der Rentenversicherung nachversichert, man zahlt aber nur den AG-Anteil ein, richtig? Also im Grunde eine halbe Pension.

    Nein, eine halbe Rente. Das dürfte - wenns hoch kommt - maximal einer drittel Pension entsprechen.

    Laut PR und BezReg kann ich mich danach aber wieder normal im Schuldienst bewerben und werde nicht gesperrt oder ähnliches.

    Hast Du das schriftlich? Wer schreibt, der bleibt...


    edit: Nachversichert werden aber wohl die kompletten RV-Beiträge. Wäre dann also eine ganze Rente, mithin eine gute halbe Pension.

    Was ist deine Quelle?

    Meine Frau.

    Auf welche Grundlage berufst du dich?

    Auf die Tatsache, dass meine Frau nach zwei Jahren Gym und drei Jahren BS keinen Vertretungsvertrag mehr bekommen hätte. Mit dem Arbeitsrecht, auf das Du Dich zu berufen scheinst, hat das nichts zu tun. Was Du meinst, ist die sogenannte "sachgrundlose Befristung". Die kann nur für insgesamt zwei Jahre ausgesprochen werden, dann muss entfristet oder nicht weiterbeschäftigt werden. Mit Sachgrund geht das aber länger.

    Befristete Lehrerstellen sind IMMER mit Sachgrund befristet.

    Ich kenne eine Person, die letztes Halbjahr mit einem Schnitt von 2,8 gesamt eine Planstelle für die Fächer Deutsch und Geschichte bekommen hat, nachdem sie angefordert wurde.

    Vielleicht hatte die Person schlicht Glück, dass niemand eine Konkurrentenschutzklage angestrengt hat. Der erste Bewerber mit 2,79 hätte die Stelle gehabt.

    Zudem habe ich kein Problem damit zunächst einen befristeten Angestelltenvertrag an besagter Schule zu unterschreiben. Das ist für mich keine Ausbeute. An der Schule befinden sich mehrere Lehrer im Angestelltenverhältnis, die sehr zufrieden sind. Ich denke, dass das sehr von der Schule abhängig ist.

    Ich bin auch Angestellter und damit mal mehr, mal weniger zufrieden; es hat Vor- und Nachteile. Du wirst aber keine unbefristete Stelle als Angestellte bekommen - alle unbefristeten Stellen sind Planstellen, und wenn Du die Voraussetzungen erfüllst, wirst Du auf einer solchen Stelle auch verbeamtet.

    Ich sprach davon, dass Du Dir nicht von einem schlauen SL erzählen lassen sollst, er könne für Deine Verbeamtung sorgen, wenn Du Dich auf Deiner Aushilfsstelle nur ordentlich anstrengst. Das ist nämlich dann schneller "Ausbeutung", als Du denkst.

    Glaubt man veröffentlichten Zahlen und der Aussage unseres Seminarvorstands werden wir alle in 2-3 Jahren eine Planstelle bekommen.

    Höhö, was Seminarvorstände so erzählen... Meiner hat mal vom Stapel gelassen, dass man seine morgendliche Aufsichtspflicht noch lange nicht los sei, nur weil man im Sekretariat angerufen und gesagt habe, man komme nicht.

    Es ist kein Weltuntergang wenn man nicht direkt etwas bekommt

    Nein. Aber sei Dir bewusst, dass Du maximal fünf Jahre mit befristeten Verträgen überbrücken kannst. Danach bist Du für Bayern raus.

    was arbeitet ihr denn wenn ich fragen darf?

    Ich bin Aushilfshausmeister an einem großen Gymnasium. Was denkst Du, warum ich mich in einem Lehrerforum herumtreibe?!

    "Weltrettung" statt für die eigenen Interessen einzustehen, war halt schon immer eine besondere Eigenschaft vieler verbeamteter Lehrkräfte. Da leben viele halt in ihrem eigenen gutbürgerlichen Mikrokosmos und nehmen ihre Priviligien als selbstverständlich hin. Bis sie es nicht mehr sind...

    Du vertrittst hier also explizit die Ansicht, dass man die Wahlentscheidung AUSSCHLIESSLICH von den eigenen - und auch da nur: den eigenen finanziellen - Interessen abhängig machen sollte?

    Sorry, lieber Mikael, so sehr ich im Allgemeinen Deine pointierten Beiträge und Deine oft wohltuend nüchterne Sicht auf die Dinge schätze, aber das ist schlicht armselig. Zumal für einen Akademiker, der zu sein Du ja nicht müde wirst zu postulieren.

    Das geht jetzt ausdrücklich nicht gegen dich, AnnaMarie!

    Aber: Ich finde es nach wie vor skandalös (und äußerst bezeichnend für die Qualität dieser "Ausbildung"), dass jemand am Ende des Referendariats nicht einmal basale Kenntnisse über das Procedere der Einstellung in seinem Land hat.

    Lass Dir also ausdrücklich folgendes gesagt sein, liebe Anna Marie:

    1. Der SL hat in Bayern KEINERLEI Einfluss auf die Vergabe der Planstellen. Das macht einzig das km nach den von keckks genannten Kriterien.

    2. Hüte Dich vor Schulleitern, die Dir eine befristete Anstellung schmackhaft machen wollen, und zwar mit der Aussage, dass sie bei Bewährung "schon etwas machen könnten" hinsichtlich einer Planstelle: DAS IST GELOGEN und dient nur dem Ziel, dass Du Dich so stark engagierst wie möglich (bitte glaub mir das - ich kenne mehrere, die das jeweils mehrfach durch haben).

    3. Sorry, wenn ich das jetzt so deutlich sage: Mit der Kombi und dem Schnitt kannst Du eine Planstelle am Gymnasium in Bayern auf absehbare Zeit vergessen. Geo ist ein sterbendes Fach, und die Kollegen am Gym sind - so mein Eindruck, und ich habe es mit vielen Gymnasien in By und Bw zu tun - mittlerweile stark verjüngt.
    Sieh Dich nach Alternativen um: anderes Bundesland oder andere Schulformen sind erstmal Ansätze. In Bayern laufen derzeit Sondermaßnahmen für Mittelschule und Förderschule, in Bw gibt's ähnliches. Sagt man Euch das nicht im Seminar? Naja, siehe oben.

    Ich wünsche das Beste!

    Aber rentiert sich die Beziehungsarbeit auch ökonomisch?

    "Ökonomisch"="Ich profitiere davon für meine Arbeit, weil ich bestimmte Dinge dann leichter bearbeiten kann, sprich weniger Energie dafür aufwenden muss": Auf jeden Fall.

    "Ökonomisch"="Irgendjemand profitiert in Form von Geld": Natürlich nicht.

    So oder so eine etwas seltsam Frage. Erst recht für einen Lehrer.

    Firelilly: Wie immer kommst du vom Hölzchen auf's (auf DEIN) Stöckchen. Ich möchte z. B. nicht, dass von meinen Steuergeldern irgendwelche Weihnachtsfeiern bezahlt werden. Nicht im Finanzamt, nicht im Bauamt und nicht in Schulen.

    Ich bin ja nebenher noch ein bisschen am Abendgymnasium und kenne dort auch nur Doppelstunden. Vor- und Nachteile halten sich die Waage, wie ich finde: In Deutsch oder Englisch ist es von Vorteil, auch während der Stunde mal Zeit zum Üben zu haben, in Ethik (einstündig) ist es ein massiver Mangel, die Schüler nur alle zwei Wochen zu sehen. Selbst perfekt organisierte Menschen wie ich (Ironie) haben dann Schwierigkeiten, sich daran zu erinnern, was sie in der Vorstunde gemacht haben.

    @Mikael

    Oder hier aus der NZZ: http://ein%20assistenzarzt%20an%20einem%20deutschen%20krankenhaus%20verdiente%202018%20brutto%20rund%2081%20000%20euro%20und%20damit%20gerade%20einmal%204300%20euro%20mehr%20als%20ein%20lastwagenfahrer,%20der%20in%20den%20usa%20f%c3%83%c2%bcr%20walmart%20arbeitet.

    "Ein Assistenzarzt an einem deutschen Krankenhaus verdiente 2018 brutto rund 81 000 Euro und damit gerade einmal 4300 Euro mehr als ein Lastwagenfahrer, der in den USA für Walmart arbeitet."

    Ich glaube nicht, dass es "den" Lkw-Fahrer gibt, der für (ausgerechnet!) Walmart fährt und 77000 Euro verdient. Es mag solche Fälle geben, aber bei Walmart und Fahrer denke ich eher an minimum wages als an üppige Gehälter.

    Ohne die Hintergründe zu kennen: wenn eine landesweit zuständige Stelle bestätigt, dass alles korrekt zugegangen ist, würde ich mich schon fragen, ob ich vielleicht doch im Unrecht bin.

    Käme ich dann zu dem Schluss, dass dem nicht so ist, würde ich z. B. die Steuerbehörde informieren. Gegen die Vorwürfe, die gegen dich erhoben werden, musst Du Dich mit Hilfe der Dienstordnung und des Beamtenrechts wehren.

    Auf welcher Grundlage soll Dein Unterricht so engmaschig überwacht werden? Das wäre mal ein Ansatz.

    Ach ja, dass Du ob solcher Behandlung noch nicht dauerhaft erkrankt bist, ehrt Dich. Aber auch das solltest Du überdenken.

    Abschließend noch eines: Die lokale Presse interessiert sich meist sehr für mauscheleien in Behörden, vor allem, wenn es um veruntreuung von Geldern geht.

    Nicht nur den nervigen Taschenrechner habt ihr abgeschafft da unten, sondern man verdient auch noch mehr ;) .
    Aber ich bin trotzdem gerne in NRW.

    In Bayern sind es wohl noch ein paar Euro mehr. Nachdem ich den Thread gelesen habe, gelobe ich aber Folgendes:

    Ich werde mich nie mehr über mein Gehalt beklagen.
    So schlecht ist das nämlich gar nicht. Und zwar nach Abzug der sozialbeiträge.

    Nein, aber zwei pubertierende Töchter. Da kommt mir unser Haus manchmal so vor.

    Kapa hat geschrieben, in Japan danke der "Tennis" ab.
    Nervt dich die Autokorrektur am Handy auch manchmal?

Werbung