Beiträge von fossi74

    Die Details kenne ich nicht. Ich habe mich mit ihrer Antwort: "Das Kultusministerium hat mein 1. StaEx aus NDS nicht anerkannt", zufriedengegeben.

    Komisch. Es gibt einen für alle Bundesländer bindenden KMK-Beschluss vom 22.10.99, der ganz klar sagt, dass die 1. und 2. Staatsexamina gegenseitig anerkannt werden und die Länder nur das Recht haben, die Besoldung und Verwendung eines "ausländischen" Kandidaten dem eigenen System anzupassen.

    Aber wenigstens gefällt mir der neue Roman ganz gut. Definitiv mehr Tiefgang als das Pferdebuch.

    Ich bin ja nun nicht direkt betroffen, weil ich nur gelegentlich Schüler aus BW aufs Abi vorbereiten darf (auch wenn meine Oberchefin gern raushängen lässt, dass wir ja auch das Abi abnehmen dürften... danke, aber: nein danke), aber mir hat das "Pferdebuch" gut gefallen. So gut, dass ich es auch in meinem bayerischen Nebenjob verwendet habe.

    Trotzdem wundert mich, wie hier reflexartig die Kritik als lächerlich abgetan wird, einfach und allein deshalb, weil sie von den Schülern kommt

    Ich vermute, dass k(aum)einer der reflexhaft abtuenden die Petition auch gelesen hat. Die ist nämlich überaus sachlich, fundiert, detailliert und nachvollziehbar, und der Verfasserin gebührt eigentlich schon dafür das Abitur AKA "Reifezeugnis".

    ob es Bundesländer gibt die Fremdsprachenlehrer ohne Auslandserfahrung einstellen

    In Deutschland sind das nur Einzelne, ich würde sagen, so um die 16. Kann es sein, dass Du keine Ahnung davon hast, wie in D Lehrerausbildung und -einstellung laufen? Mit dem bestandenen 2. Staatsexamen bist Du voll ausgebildeter Lehrer und darfst Deine Fächer unterrichten. Weitere Qualifikationen sind im Allgemeinen nicht erforderlich.

    Im Übrigen: Gründe, während des Studiums keinen Auslandsaufenthalt zu absolvieren, gibt es reichlich.

    Ich nehme jetzt einfach mal wohlwollend an, dass Du es wirklich nicht verstehst. Im Übrigen zitierst Du mich auch schon wieder falsch bzw. interpretierst etwas in meine Worte, was ich nicht gemeint habe. Ich schrieb nicht "Vorteile" ich schrieb "profitieren", das ist etwas anderes.

    Ich hatte bei Krabappels Aussage den Eindruck, dass er/sie sich hier eher auf die unsäglichen "Aber die Nazis haben doch die Autobahnen gebaut/die Arbeitslosen von der Straße geholt/die Mütter gefördert/younameit"-Parolen. Und hier gilt tatsächlich: Nein, da ist nichts Gutes dran, weil alle diese Segnungen letzten Endes der Nazi-Ideologie entspringen. Die Autobahnen haben andere erfunden und geplant (und teilweise auch gebaut), die Arbeitslosen wurden großteils in ABM-Maßnahmen (z.B. durch weitgehendes Verbot von Maschineneinsatz beim Autobahnbau... habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum ältere BAB-Abfahrten bis vor wenigen Jahren mit diesem kleinen, würfelförmigen Granitpflaster belegt waren? Das war alles Handarbeit!) oder im Rahmen der Aufrüstung untergebracht, und warum die Nazis die Mütter gefördert haben, ist ja hinlänglich bekannt.

    Beim Thema "Menschenversuche" z. B. kann man sich aber auch mal Gedanken drüber machen, dass wir heute durchaus davon profitieren, was in der Vergangenheit gemacht wurde

    Genau. Z.B. erst kürzlich im Auftrag von VW...

    edit: Ich beziehe mich damit auf die schlichte Tatsache, dass "Menschenversuche" auch heute noch gang und gäbe sind. Im kleineren Maßstab (Medikamententests etc.) zumindest hierzulande freiwillig und bezahlt (da möchte ich aber nicht wissen, was man in diversen dubiosen Staaten so beauftragen kann), im größeren Maßstab (Feinstaubbelastung in Stuttgart oder anderswo) au contraire.

    für mich hört sich das schon ein bisschen wie ein Redeanlass zu einer frei geführten Diskussion an, in der die psychologischen Herangehensweisen abgeklopft und auf spekulative Lehrervorstellungen angewandt werden sollten.

    Vielleicht war ja der Seminarleiter/Dozent (keine Ahnung, wie diese Leute an zentralen Seminaren heißen) einfach nicht vorbereitet und hat mal "us dä Lameng" eine Seminarsitzung gehalten, #Schwellenpädagogik, #Autodidaktik.

    Ist dies eher ein Problem, welches bloß in einigen Ländern auftritt? Also das jeder dritte Absolvent einen Einserdurchschnitt hat, ist mir neu.

    Sagen wir mal so: In meinem Abiturjahrgang (Bayern, 65 Aburenten, alle bestanden) gab es als beste Noten zwei Mal die 1,4 (daneben noch drei oder vier Einsen). Beides sehr begabte und ehrgeizige junge Menschen, der eine heute Professor, die andere Apothekerin. Beide würden heute - so zumindest meine Einschätzung - mit 1,0 oder besser aburieren [1] , wären aber heute mit ihrer 1,4 nur noch mit Glück unter den besten zehn ihres Jahrgangs.


    [1] Dieses schöne Wort kennt nicht mal Google, aber ich frage mich, was Aburenten (und die gibts!) sonst tun sollten.

    Wozu man aber dann schon im Lehrerzimmer sein muß. Bringt ja nichts, wenn man daheim online auf den Vertretungsplan guckt, um festzustellen, daß man gleich in 30 Minuten Vertretungsunterricht hat, dann aber 90 Minuten braucht, um die Schule auch zu erreichen.

    Dazu passend ein Zitat von hier:

    Im Urteil des Arbeitsgerichtes Berlin vom 05.10.2012, Az. 28 Ca 10243/12
    siond zu dieser Frage Kriterien aufgestellt, die bis heute von den
    meisten Gerichten übernommen werden.


    Danach sind kurzfristige Änderungen der vom Arbeitgeber einmal
    vorgenommenen Festlegung im Dienstplan grundsätzlich nur aus wichtigem
    Grund und mit einem entsprechenden zeitlichen Vorlauf zulässig, wobei
    das Arbeitsgerict Berlin sich an der Regelung des § 12 Abs. 2 TzBfG
    orientiert, wonach "ein Arbeitnehmer nur zur Arbeitsleistung
    verpflichtet (ist), wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit
    jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt."


    Auf der Grundlage dieser Entscheidung ist die Forderung des
    Arbeitgebers, Sie hätten sich täglich über etwaige Änderungen zu
    informieren, rechtlich nicht haltbar. Änderungen mit einer kürzeren
    Vorlaufzeit als 4 Tage sind nicht zulässig und damit auch nicht wirksam.

    Ich empfinde das Vorgehen als Unverschämtheit, da ich aufgrund der Einführung einer weiteren Stufe nun permanent weniger Lohn erhalte... Ist das fair? Was meint ihr?

    Dann mach halt in Zukunft wieder die Arbeit eines E13ers. Wäre aus meiner Sicht die praktikabelste Lösung, zu deren Verwirklichung - Achtung, jetzt kommt's! - Du niemanden brauchst und an der Dich niemand hindern kann. Wobei es eigentlich so sein müsste, dass Du im TV-L Anspruch auf die Stufe hast, die Deiner Tätigkeit entspricht. Und wenn Deine Tätigkeit eben E14 entspricht, musst Du Dich nicht mit E13Z abspeisen lassen. Hol Dir juristischen Rat; die 200 € für eine Erstberatung wäre mir das mindestens wert.

    Bauakte? Wo finde ich die?

    Bei deiner Gemeinde. Aber wie gesagt, das kann auch alles regional unterschiedlich sein. Wir haben damals beim Hauskauf (Bayern) die Bauakte in Kopie von der Maklerin bekommen, und die hatte sie vom Bauamt. Unsere Aufwendungen für den Bau des Hauses spielen übrigens nur dann eine Rolle, wenn sie die AZs betreffen. Da wir vor zwei Jahren das oberste Geschoss ausgebaut und dabei die AZs eingerichtet haben, konnten wir das auch sehr genau belegen. Bei der von Dir beschriebenen Methode der Sanierung (die der unseren sehr ähnelt :) ) würde ich Dir empfehlen, schlicht jeden Beleg aufzuheben und dann in Ruhe zu überlegen, ob er steuerlich vorteilhaft verwertbar ist.
    Ich bin mir übrigens fast sicher, dass Du die gesetzlich zulässigen Abrechnungsmethoden für Mietverhältnisse nicht auf die steuerliche Absetzbarkeit des AZ übertragen darfst. Meines Wissens könntest Du z.B. beim Gasverbrauch stumpf die Quadratmeterzahl bzw. den Anteil Deines AZ ansetzen. Unser Haus ist dank einer Einlieger"wohnung" auch als Zweifamilienhaus registriert, und wir brauchen definitiv keine getrennte Abrechnung der Heizkosten.

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