Sag ich doch immer wieder. Wer meint, in der Nähe (oder sogar mittendrin) einer wirtschaftlich attraktiven Großstadt als Lehrer zu den "Gutverdienern" zu gehören, der weiß nicht wovon er redet.
So jemand braucht dann halt eine Lehrerfrau, und die Sache ist geritzt. Ist natürlich schwierig, so als Berufsmiesepeter eine dauerhafte Beziehung einzugehen.
- das ist übrigens ein Punkt, den ich noch gar nicht erwähnt habe: Dass nämlich das klassische Modell "Lehrerehepaar" finanziell und von der Lebensorganisation her kaum zu toppen ist. Wie sieht es denn in der "freien Wirtschaft" aus? Da gibt es effektiv doch nur wenige Möglichkeiten:
1. Beide arbeiten in durchschnittlichen, also wenig karriereträchtigen Berufen, die verlässliche Arbeitszeiten bieten und haben so die Möglichkeit, eine Familie zu gründen, ohne dass die Karriere der Frau komplett den Bach runtergeht. Einkommen: eher deutlich unter dem des Lehrerehepaars.
2. Er macht Karriere und bringt seine 100.000 (das ist noch ganz gut erreichbar) bis 200.000 heim. Damit befindet er sich auf einem Karrierelevel, bei dem man Aussagen wie "muss heim", "muss Kinder abholen", "muss noch einkaufen gehen, meine Frau kommt spät heim" wohl besser eher selten tätigt. SIE wird also zu Hause sitzen und sich um die Kinder kümmern, nie mehr in ihrem erlernten Beruf arbeiten und irgendwann massiv in die Röhre schauen, wenn ER sich eine 30 Jahre jüngere geholt hat und ihre Rente sich auf HartzIV-Niveau bewegt.
3. Beide gehen arbeiten, machen tolle Karrieren, verdienen super viel Geld und verzichten auf Kinder.
4. wie 3., nur dass sie nicht auf Kinder verzichten und diese dann halt von ständig wechselnden Nannies, Aupairs und sonstigem Fachpersonal erzogen werden. Auch nicht schön.
Und was macht unser Lehrerehepaar? Hat seine 8.000 netto im Monat, hat über drei Monate im Jahr frei, und zwar gemeinsam und immer dann , wenn die Kinder nicht in die Schule oder in den Kindergarten können. Und wenn erst die gemeinsame Pension kommt, in dem Fall so um die 6.000 im Monat, kann demgegenüber so gut wie jeder Rentner einpacken, egal wie gut er verdient hat.
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