"Wie finden Sie das Gedicht"
"Oh, ganz leicht, es steht vorne auf dem Aufgabenblatt."
Würdet ihr weiterhin mit vollem Deputat bei gleicher Besoldung (sagen wir mal A13) arbeiten, selbst wenn ihr Millionen erben/im Lotto gewinnen würdet?
OT: Ich glaube, so ein richtig fetter Lottogewinn (ich rede von einem acht- bis neunstelligen Betrag, wie er im Eurojackpot ausgeschüttet wird) würde für die meisten hier mehr Probleme bereiten als er löst. Wenn man es wirklich mal durchdenkt, dann hätte man in so einem Fall wohl tatsächlich die Wahl zwischen "so tun, als wäre nichts, und ganz unauffällig den Lebensstandard dort erhöhen, wo andere es nicht sehen" und "ich wechsle mein komplettes soziales Umfeld, damit ich meinen Reichtum ausleben kann". Eine Kombi aus Option 1 und 2 würde wohl zu erheblichen Verwerfungen im Verwandten- und Freundeskreis führen, und Option 2 erscheint mir auch wenig verlockend. Wir waren über Silvester in Baden-Baden und konnten mal wieder reichlich "reich+schön" bestaunen - ich glaube, für solche Kreise muss man geboren sein. Unsereiner würde auch mit einer Milliarde auf dem Konto unter solchen Leuten rumlaufen wie Falschgeld. Und selbst wenn es nicht so wäre: Ich bin überzeugt, dass zumindest ich von diesem Edelproletariat in kürzester Zeit angeödet bis angeekelt wäre.
Der einzige gangbare Weg, den ich sehe, wenn der Eurojackpot tatsächlich zuschlägt (und ja, gelegentlich spiele ich): Reduktion auf minimale TZ (kann man dem Umfeld mit gesundheitlichen Gründen verkaufen), einen angemessenen Betrag für die eigene Lebensführung abzweigen (das können ruhig 5 oder 6 Millionen sein, in unserer Erbengeneration ist das nicht außergewöhnlich hoch), und vom Rest eine Stiftung zu wohltätigen Zwecken gründen.
Ich glaube, ich bin auch nicht der einzige mit solchen Skrupeln - nicht umsonst bleiben gerade die Großgewinne oft bis zum Ende der Annahmefrist liegen oder werden gar nicht abgeholt (kürzlich erst 4 Mio. in Bayern).
Vermutlich brauchte man damals nicht jedes Jahr ein neues IPhone mit dem entsprechenden Vertrag, selbst für die lieben Kleinen, ebenso, wie sämtliche PayTV Abos, sowie alle naslang das neueste Auto, alle paar Jahre die neueste technische Ausstattung im Haushalt, jede Saison einen komplett neue Ausstattung im Kleiderschrank, dauern irgendwelche Kurztrips in die Metropelen dieser Welt etc. Die Kindebetreuung war auch kostenlos. 😉Da kam man mit einem Gehalt locker hin.
Lebst du so oder ist das tatsächlich - wie weiter oben behauptet - dummes Geschwätz?
Obwohl die Ehefrau im Monat das heimbringt was ich in über einem Jahr netto verdiene entsteht hier für mich kein Neid.
Daher arbeite ich sogar in Vollzeit
Das ist momentan sicher sehr lobenswert. Wenn in 10 Jahren die Junglehrer wieder mit 1,0 auf der Straße stehen, würde ich schon hinterfragen, ob du mit diesem Background wirklich eine Vollzeitstelle blockieren musst.