Vielen Dank für den gut meinten Ratschlag. Leichter gesagt als getan. Ich möchte wirklich den Beruf des Lehrers ergreifen.... ein Kindheitstraum halt. Ist die Lage wirklich so aussichtslos...
?
Für Sport weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Für Sprachen und Geisteswissenschaften lautet die Antwort aber ganz klar "ja". Du solltest Dir gründlich überlegen, ob nicht doch auch andere Fächer als die von Dir genannten in Frage kommen, vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich (vor allem Mathe und Physik werden wohl immer an der einen oder anderen Schulform Mangelfächer sein - aber wer weiß?).
Darf ich ganz offen sein? Deine Fächerwahl (und die Wahl des Lehramts an sich, aber da will ich Dir nichts unterstellen) erscheint mir recht "notnagelmäßig" erfolgt zu sein ("Hm, mal sehen, in Sport bin ich ziemlich fit, und Geschichte ist ein Lernfach, das werd ich schon schaffen..."). Sollte das zutreffen, würde ich Dir von einem Studium grundsätzlich abraten. Kannst Du Dir einen handwerklichen Beruf vorstellen? Dann versuch da Dein Glück - ich garantiere Dir: Zehn Bewerbungen, mindestens fünf Vorstellungsgespräche. Und in spätestens sieben, acht Jahren (wenn Du gut bist), wenn Deine Altersgenossen gerade mit ihrem Leeramtsstudium fertig sind, hast Du Deinen eigenen Betrieb und spuckst jedem Lehrer (inklusive dem Uni-Präsidenten) finanziell auf den Kopf.
Ein guter Freund (Politikwissenschaftler), der mit viel Glück und gerade noch rechtzeitig im Uni-Mittelbau untergekommen ist, hat mal sinngemäß zu mir gesagt: "Ich würde nie mehr etwas studieren, das mich auf den Staat als praktisch einzigen Arbeitgeber festlegt." Das kam für mich auch zu spät, ist aber einer der weisesten Ratschläge, die ich je gehört habe.
Viel Erfolg bei der Berufswahl und viele Grüße
Fossi