Beiträge von Kathie

    Ich kann mir die Software in einem Grundschulkollegium vorstellen, dass Arbeitsblätter, Lesespaziergänge, interaktive pdf, Hörtexte etc. teilt. Für eine Person alleine … eher nein.

    Da gibt es allerdings den Worksheet Crater, der richtig gute Funktionen zur Arbeitsblatterstelllung mitbringt und ein umfangreiches Tauschportal hat, man kann die erstellten Arbeitsblätter aber auch als PDF absichern, falls man den Worksheet Crater irgendwann nicht mehr hat, aber weiterhin aufs Arbeitsblatt zugreifen will.

    Wie ist das mit dieser Software / App, ich verstehe es nicht ganz: Ist das Arbeitsblatt auf meinem Rechner gespeichert oder auf einer "fremden" Website? So verstehe ich O.Meier? das fände ich weniger gut. Ich möchte meine erstellten Sachen auf meinem Rechner haben.

    Für mich hört es sich nicht nach einem Mehrwert an, aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich schon so lange dabei bin und mir selbst eine gute Struktur angewöhnt habe, die ich nicht ändern will für etwas, das erstmal nur mehr Arbeit macht. Bei Neueinsteigern hast du vielleicht mehr Glück!

    Genau wie Magellan schreibt, bezog ich mich mit meinen Beiträgen eigentlich auf die geschilderte Situation, aber da ich sowas ja kommen sah:

    es gibt einfach trotzdem Sachen, wo man sie belehren muss, egal wie du das empfindest.
    Sei es, weil sie gerade ihr Kind verprügelt, sei es, weil sie es anfeuert, wie es ein anderes Kind verprügelt oder oder oder.

    habe ich das sogar sinngemäß geschrieben, nämlich hier.

    Ungefragte Tipps oder Maßregelungen sind unangebracht, wenn das Kind nicht akut gefährdet ist.

    Stimme natürlich zu, dass man in Gefahrensituationen jeglicher Art einschreiten muss, darum ging es hier aber überhaupt nicht.

    Mit geht es hier überhaupt nicht ums Handy, sondern darum, dass man fremde Mütter ungefragt nicht belehren soll, weil das übergriffig ist. Zauberwald konnte ja zum Beispiel auch nicht, wissen, ob die Mutter ihr Handy in der S-Bahn nur in die Hand genommen hat, weil sie es

    a) unangenehm findet, in öffentlichen Verkehrsmitteln zu stillen, und sich so eine Art Abgrenzung schaffen wollte

    b) ihr größeres Kind einen Notfall hatte und sie mit ihm gechattet hat, um ein Problem zu lösen

    c) sie ständig am Handy hängt

    d) mit ihren Arbeitskollegen schreibt, weil sie etwas gefragt wurde

    Kann alles sein. Kann sein, dass es eine Ausnahmesituation war, kann sein, dass sie es immer so macht.

    Aber wie auch immer: Fremde Mütter beim Stillen anzuquatschen und auf "Fehlverhalten" hinweisen, finde ich einfach nicht okay. Es ist übergriffig und es wird auch nichts bringen, denn ihr glaubt doch wohl selbst nicht, dass eine Mama nach einem Hinweis einer Fremden plötzlich geläutert ist, ihr Verhalten sofort hinterfragt, das Handy wegpackt, und ab jetzt beim Stillen immer den gepriesenen innigen Blickkontakt mit dem Baby sucht, oder?

    Ich schrieb ja, es ist mir rausgerutscht, aber die Kinder wachsen ja jetzt so auf. Unsere Nachmittagsbetreuung in der Schule war froh, als eine digitale Tafel in die Küche kam, wo das Mittagessen stattfindet. So können die Kinder beim Essen einen Film schauen und Ruhe ist im Karton. Schaue ich mit egal welcher Klasse einen Lehrfilm an, kommt sofort die Frage: Dürfen wir essen? Essen scheint mit Glotze in Verbindung zu stehen. Jeder wie er mag. Ich sage dazu auch nichts mehr.

    Diese Story hat mit der stillenden Mama aber nichts zu tun. Ich finde es auch nicht gut, dass beim Essen so oft ferngesehen wird und von einer pädagogischen Nachmittagsbetreuung erwarte ich wirklich anderes.

    Ich frage mich halt, wohin so ein Säugling dann schauen soll, wenn nicht in die Augen seiner Mama. Urvertrauen und so. Ich habe es immer genossen.

    Ist ja schön für dich, dass du es genossen hast, und es mag eine berechtigte Frage sein -> trotzdem ist es kein Grund, fremde Mütter in der Bahn oder sonstwo zu belehren, es ist schlichtweg nicht seine Angelegenheit.

    Ich habe beim Stillen oft leise ferngesehen oder gelesen, oder wenn ich mit Leuten war, habe ich mit denen geratscht während das Kind getrunken hat, ich habe also auch nicht permanent Blickkontakt mit meinem Kind gesucht, und heute hat man halt statt Buch oft ein Handy in der Hand.

    Man lässt neue Mütter in Ruhe, finde ich, es sei denn natürlich, sie bitten um Hilfe. Ungefragte Tipps oder Maßregelungen sind unangebracht, wenn das Kind nicht akut gefährdet ist.

    Ich mache seit ca zehn Jahren in jeder Klasse Wochenplanarbeit, es gab bis jetzt nur eine Klasse, da habe ich es schnell wieder aufgegeben, weil die einfach so frei nicht ruhig arbeiten konnten.

    Ich habe zwei- oder dreifach differenzierte Wochenpläne, der Umfang und Schwierigkeitsgrad ist unterschiedlich, sodass jedes Kind die Möglichkeit hat, fertig zu werden. Ich finde das nämlich ganz schlimm, wenn langsame oder schwächere Schüler nie fertig werden, es ist so demotivierend.

    Ich führe das immer sehr kleinschrittig ein und arbeite zu Beginn auch mit einer Vehaltensampel, sodass die Kinder eine optische Rückmeldung haben, wie es ihnen gelingt, die Regeln zu befolgen. Die erste Woche machen wir zwar "Wochenplan", aber gemeinsam, das heißt, alle bearbeiten die gleiche Aufgabe und haken sie danach gemeinsam mit mir ab. Wenn alle das Prinzip verstanden haben, dürfe sie ihre Aufgaben ab dann selbst wählen. Jede fertige Aufgabe wird mir gezeigt, ist der gesamte Plan fertig, gibt es einen Sticker außen auf den Wochenplan-Schnellhefter. So habe ich immer schnell eine Kontrolle, wer seine Arbeit schafft und wer nicht. Wer am Ende der Woche schon fertig ist, darf lesen, spielen oder Zusatz-ABs machen.

    Im Laufe der Zeit führe ich dann noch Kleinigkeiten dazu ein, wie freie Platzwahl in der Wochenplanzeit, Kinder dürfen dann auch am Boden oder vor der Tür (bei offener Tür) arbeiten, und manchmal hören wir leise Musik dazu. Ist eigentlich immer eine total schöne Zeit, wenn die Klasse gelernt hat, leise zu arbeiten.

    Genau, das frage ich mich auch.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass es zwar natürlich die Verantwortung der Lehrperson ist, den Schwimmunterricht gefahrenfrei (oder so gefahrenarm wie nur irgendwie möglich) zu gestalten, dass es aber trotzdem dringend enger gesteckte Rahmenbedingungen braucht, damit sich nicht jede einzelne Lehrkraft mit ihrer Schulleitung auseinandersetzen muss.

    Es sollte klar sein, dass der Betreuungsschlüssel beim Schulschwimmen enger sein muss als im normalen Unterricht, und da sollte man als Lehrkraft nicht erst remonstrieren müssen, um das zu erreichen. Warum wohl bilden Schwimmschulen kleine Gruppen?

    Wenn hier KuK schreiben, dass sie schneller tippen als von Hand schreiben, hoffe ich sehr, dass sie zuvor ganz langsam darüber nachdenken, was geschrieben werden darf, was notwendig ist - und was nicht. Und wie ich meine Pappenheimer kenne, haben hier manche einen Weckruf nötig.

    JustMy2Cents

    "Deine Pappenheimer"? Du weißt aber schon, dass du nicht unser Lehrer bist, ja?

    Verstehe ich nicht. Natürlich ist alles rechtlich abgesichert, weil es eben nicht einem einzelnen überlassen wird wie sicher er mit Daten umgeht.

    Oh ja! Sicherer bestimmt als wenn jeder sein eigenes süppchen kocht! Verstehe auch nicht, warum da hier Probleme herbeigeredet werden, die wohl keine sind.

    Und ich finde diese Kürzel zwar vielleicht zeitsparend, dennoch ziemlich ungenau. Ich schreibe Vorfälle doch lieber in Worten als in eingekreisten Pfeilen, die am Ende dann nur von mir entschlüsselbar sind und wo man beim einzelnen Pfeil die Situation doch nicht mehr ganz genau weiß. "Meldet sich, schreit herum und stampft mit dem Fuß, weil er nicht drangenommen wird" ist definitiv genauer als ein Pfeil.

    Ich habe beides ausprobiert, handschriftlich und tippend, und ich bin am Computer natürlich schneller und schreibe mehr und genauer auf - für mich. Meine Schülerbeobachtungen. Die ich dann bei Elterngesprächen oder Kontakt mit Psychologen (nach Schweigepflichtsentbindung) heranziehe.

    Zwischenstand: VBE will wissen, ob überhaupt noch Schwimmunterricht möglich ist. Diese Frage stellen sich offensichtlich die meisten, die Verantwortung in diesem Bereich tragen: Die Frage nach der Grenze dessen, was man selbst bei einem Unfall zu verantworten hat.

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…sntanz-100.html

    Diese Frage stelle ich mir auch, und ich unterrichte noch nichtmal schwimmen.

    Denn ganz ehrlich: Wenn, wie am Anfang des Threads behauptet wird (und ich zweifle das nicht an), nur eine Lehrkraft pro Klasse vorgesehen ist, und man dann noch eine zusätzliche Lehrkraft / Referendarin mitnimmt, um die zu beaufsichtigende Gruppe zu halbieren, dann hat man sich immerhin vorher Gedanken gemacht.

    Offensichtlich hat das aber nicht ausgereicht, um den Tod eines Schülers zu verhindern.

    Ich finde es absolut tragisch, dass ein Kind ertrunken ist, und ich frage mich, wie es sein kann, dass einerseits Schwimmkurse wie z.B. von der Schwimmschule München eine Gruppenstärke von 6 Kindern haben, und es andererseits Lehrkräften, die vielleicht einmal die Woche Schwimmen unterrichten (müssen), zugetraut wird, 25 Kinder ins Schwimmbad mitzunehmen. Schwimmer und Nichtschwimmer! Kinder IM Wasser konstant zu beaufsichtigen / ggf. zu retten und gleichzeitig Kinder AUßERHALB des Wassers ebenfalls zu beaufsichtigen. Und übrigens, selbst wenn nur ein Kind einer Klasse im Wasser wäre, und die restlichen 24 auf der Bank, könnte man nicht ungestört das schwimmende Kind durchgehend beaufsichtigen, weil die Restgruppe da nicht friedlich sitzen würde - das sind Zweitklässler!

    Nachdem hier das Leben von Kindern auf dem Spiel steht, so dramatisch das klingt, bringt eine Verurteilung der Lehrkräfte, die vielleicht Fehler gemacht haben (keine Ahnung, ob sie welche gemacht haben, dazu will ich jetzt nichts spekulieren), am Ende nichts. Das Kind ist dann schon tot.

    Und deshalb finde ich, dass es strengere Richtlinien braucht, wenn man Schwimmunterricht anbieten möchte.

    Diesen Passus, den du, CDL, so schön formuliert hast, trauen sich garantiert nicht alle Lehrkräfte, zu schreiben, bzw. einige kommen nichtmal auf die Idee.

    Und das ist ja auch das Schlimme: Die Kinder sind abhängig davon, dass jemand gut auf sie aufpasst. Und das muss durch Überlegungen vorher und durch absolute Präsenz und das im-Blick-Behalten jedes Kindes währenddessen passieren. Und wenn es sich jetzt herausstellt, dass die Richtlinien zu Gruppengrößen oder Beckentiefen nicht ausreichend waren, dann sollte man dringend nachjustieren. Und zwar nicht jeder Lehrer so, wie er sich das vorstellt, durch Remonstrieren oder Elternbriefe oder so, sondern offiziell.

    Dann ist ein Rahmen gegeben, innerhalb dessen man natürlich immer noch vorher überlegt, ob der Schwimmunterricht so sicher genug abläuft, oder was man für seine Lerngruppe braucht, um es sicher zu gestalten, aber der Rahmen ist dann schonmal enger, und das fände ich bei Grundschulschwimmen, oder generell Schulschwimmen, wichtig.

    Ich hoffe, es wird klar, was ich sagen will.

    Kathie Ich spar's mir jetzt razszusuchen, an welchen Stellen Moebius wirklich exakt den gleichen Duktus anschlägt. Nein, du kannst dich als Lehrperson nicht "auf Verdacht" verweigern und dich auch nicht darauf berufen, dass ja irgendjemand mal für xyz verurteilt worden sei. Verweigern *musst* du dich hingegen, wenn die Gesundheit und Sicherheit von Schutzbefohlenen nach deiner sachkundigen Einschätzung nicht gewährleistet ist. Dann kannst auch nicht auf irgendwelche generischen Vorgaben verweisen, wenn es zu einem Unglück kommt.

    Und warum du immer noch meinst, belehren zu müssen als wüsste das außer dir keiner, frage ich mich halt.

    Ich schrieb nirgends was von einer pauschalen Weigerung.

    Aber du hast angefangen, "sprachlos" zu werden und Grundschullehrer quasi als überbezahlte Arbeitsverweigerer hinzustellen, als das Überlegen über Veränderungen im Schwimmunterricht losging.

    Du schreibst nicht das gleiche wie Moebius.

    Er schreibt:

    2. Du kannst dir gerne Gedanken über Veränderungen im Unterricht machen oder auch wahlweise zu dem Ergebnis kommen "Der Unterricht ist so nicht sicher machbar, also gebe ich kein Schwimmen", für beides habe ich Verständnis.

    Du schreibst:

    Zitat

    Und du willst dich weigern, einem Kind das Schwimmen beizubringen, weil es dabei ertrinken kann? Wenn du Schwimmunterricht erteilen sollst, wirst du dafür qualifiziert und dann ist es eine Aufgabe, für die du bezahlt wirst.

    Zitat

    Was ich aber nicht kann, ist, mich zu verweigern, weil ja potentiell immer irgendwas passieren könnte. Dann hat der Arbeitgeber nämlich das Recht, mich abzumahnen oder mir auch die Kündigung hinzulegen.

    Dazu noch Vergleiche, dass der Busfahrer auch Leute umbringen kann und schlechter bezahlt wird als Lehrkräfte etc pp.

    Darüber habe ich mich aufgeregt, ja.

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