Beiträge von Kathie

    Ich glaube einfach, die Tatsache, dass dieser Junge sich das bei mir getraut hat und sich bei seiner Klassenlehrerin oder anderen Lehrer so etwas nicht getraut hätte, nagt an mir und lässt mich fühlen, als hätte er (und vielleicht andere ja auch) keinen Respekt vor mir. Das ist eher das, was mich etwas "traurig" macht, wenn man das so sagen kann.

    Das vermutest du, weißt es allerdings nicht. Vielleicht steht sowas auch in seinem Matheheft.

    Rot-Rot-Grün wäre tatsächlich auch völlig okay für mich.

    Ich frage mich, wie das funktionieren soll, die Grünen und die Linken sind, was die Verteidigungspolitik und die Haltung zur NATO anbelangt, doch meilenweit voneinander entfernt. Aber so, wie die Stimmen momentan verteilt sind, wird es sowieso zu schwarz-rot kommen.

    Eines der großen Institute hat bei der Nachwahlerhebung auch zur Zusammenarbeit CDU/AfD gefragt, 52% der Befragten sind inzwischen grundsätzlich der Auffassung, dass die CDU mit der AfD zusammenarbeiten sollte. Vielen Dank dafür.

    Heute Früh im Radio auf Bayern 3 sagten Sie allerdings, Umfragen hätten ergeben, dass nur 6% (oder 9%? auf jeden Fall einstellig!) der CDU-Wähler eine Koalition zwischen CDU und AfD wollen.

    Vor 30 Jahren war das Vokabular nicht weniger derb aber es blieb auf dem Pausenhof. Mittlerweile wird das schon in der Grundschule wie selbstverständlich im Klassenzimmer gebraucht, von "Digga" etc. ganz zu schweigen. Dass die räumliche Trennung auch ein anderes sprachliches Register (und Verhalten) bedeutet, scheint verlorengegangen zu sein.

    Wie sich früher über das Wort "geil" aufgeregt wurde, dann war es eine Weile völlig normal, es zu benutzen, mittlerweile benutzt es von den Jüngeren keiner mehr. Sprache wandelt sich halt. "Digga" finde ich nicht mal so schlimm, genausowenig wie "Alter".

    Da ist "Scheiße" schon nochmal eine andere Hausnummer. Ich sage das meinen Schülern schon, dass man das nicht sagt.

    Ich habe mir gestern diesen Bürgerdialog angesehen und mich dabei schon immer mal wieder gewundert, dass erstens zum Beispiel Habeck von einigen Problemen nichts wusste und nachfragen musste (Gelder fürs Ahrtal zum Beispiel) und zweitens, dass die Kanzlerkandidaten von SPD und Grünen, die ja in der Regierung waren die letzten dreieinhalb Jahre, dazu befragt werden, wie sie xyz besser machen wollen und dabei beim Antworten oft außer Acht lassen, dass sie ja eigentlich bereits dreieinhalb Jahre Zeit gehabt hätten, was zu tun.

    Frau Weidel hat es meiner Meinung nach geschafft, im Schlusswort recht nett zu wirken, dadurch hat sie wahrscheinlich bei den unentschlossenen AfD-Wählern eher gepunktet als abgeschreckt. Ich vermute aber, dass die meisten AfD-Wähler die politischen Debatten nicht verfolgen, sondern nach Gefühl oder Slogans auf Plakaten wählen, ansonsten wundert mich die hohe Prozentzahl wirklich.

    Bin gespannt auf die Ergebnisse heute und, muss ich zugeben, ein klein wenig nervös.

    Ich würde mir das Kind herholen, ihm das Arbeitsheft zeigen und ihm sagen, dass er meinen Unterricht nicht mögen muss, dass sowas im Arbeitsheft aber nichts verloren hat. Dann würde ich ihn fragen, was er denn so Scheiße findet. Entweder fällt ihm nichts ein und ihm ist der Eintrag peinlich, oder er hat Gründe und ihr kommt ins Gespräch.

    Wenn er dann aufhört, würde ich es dabei belassen.

    Wenn er weiter solche Sachen ins Arbeitsheft schreibt, würde ich ihn schriftlich formulieren lassen, was in seinen Augen Scheiße ist und was er sich wünschen würde (ernstgemeinte, realisierbare Wünsche) -> als Hausaufgabe mit Elternunterschrift.

    Vielen Dank für die vielen Ratschläge und aufbauenden Worte. Das ist sehr hilfreich und tut gut.

    Ich habe das schonmal gehört, dass den jüngeren Kollegen öfters versucht wird an den Karren zu fahren. Deshalb hatte ich es auch auf dem Elternabend vermieden zu sagen, dass ich jetzt erst mit dem Ref fertig geworden bin. Trotzdem sieht man es mir an, dass ich jung bin.

    Wir haben damals im Ref eine Veranstaltung zu Elterngesprächen besucht, und da wurde uns als Tipp für genau solche Elterngespräche gegeben, dass wir ganz ruhig bleiben sollen, aber einen Block vor uns liegen haben und dann sagen "Können Sie das nochmal wiederholen? Ich will mir das kurz aufschreiben, damit ich daran arbeiten kann. Wie war das nochmal, was haben Sie gesagt?" und in den allermeisten Fällen würden die Eltern, die sich massiv im Ton vergriffen haben, dann sofort zurückrudern. Ich hab es nie probiert, ich weiß also nicht, ob es funktioniert. Den Tipp habe ich aber immer noch im Kopf.

    Mir hat im Referat (in Bayern hat man im 2. Jahr eine Klassleitung) ein Elternteil sehr unfreundlich an den Kopf geworfen, ihr wäre das ja überhaupt nicht recht, dass ich die Lehrerin der Klasse bin, im Krankenhaus will man ja auch von einem fertigen Arzt behandelt werden und nicht von irgendeinem Neuling, der es noch nicht kann. Mit dieser Mutter war ich bei jedem Gespräch danach recht angespannt.

    Und auch danach gab es noch ein, zwei unschöne Begegnungen, die mich mitgenommen haben, aber ich versuchte dann immer, mich selbst von meiner Rolle als Lehrerin zu trennen, es also nicht persönlich zu nehmen. Manche haben auch einfach schlechte Erfahrungen mit Schule an sich gemacht, machen sich große Sorgen um ihr Kind, was auch immer. Muss nicht immer mit einem selbst oder dem Unterricht zu tun haben.

    Hoffentlich fühlst du dich besser und kannst das Wochenende genießen!

    Im Rahmen eines freiwilligen Gentests, wurde bei mir ein Gendefekt festgestellt, der mit ca. 25 bis 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens eine Herzerkrankung auslösen kann.

    Schließe mich den vorherigen Antworten an und füge hinzu: Selbst wenn eine Herzerkrankung ausgelöst wird, ist sie dann noch lange kein Grund, nicht mehr arbeiten zu können.

    Das ist lange bekannt, erklärt aber nicht, warum in der U18-Wahl "Ostdeutschland" wieder mal so anders gewählt hat als "Westdeutschland". TikTok wird überall gleichermaßen verwendet, vermute ich mal.

    In Ostdeutschland wird doch generell mehr AfD gewählt als in Westdeutschland, bei den Jungendlichen kommt dann vielleicht noch jahrelanges elterliches Vorbild dazu, Peer Groups, mehr Unzufriedenheit und Zukunftsängste, und dass die AfD vielleicht weniger scharf verurteilt wird als in anderen Teilen Deutschlands? Nicht zu vergessen, wie ich vorhin schrieb: die For You Pages bei TikTok unterscheiden sich zum Beispiel immens!

    Ich wundere mich allerdings schon, wo die Wähler so alle herkommen, in dieser Menge. Kenne persönlich keinen, der die AfD wählt. Oder manche halten es geheim, kann auch sein.

    Das Wahlprogramm der Linken, die für den Austritt aus der Nato sind und auch weniger Geld für die Bundeswehr ausgeben wollen, in dieser heutigen Zeit, wo die Parteien der Mitte quasi geschlossen dafür sind, uns von den USA unabhängiger zu machen, in der EU eine starke Rolle zu übernehmen und verteidigungsfähiger zu werden, scheint mir auch nicht logisch.

    Einer meiner 13er, der sich sehr für Politik interessiert, meinte, dass TikTok in seiner Altersgruppe tatsächlich einen absurd großen Unterschied mache. Die AfD hätte dort einen sehr großen Vorsprung, weil die lange vor allen anderen ihre Präsenz ausgebaut hätten.

    Bei TikTok bekommt man Clips aber nach Interesse und Klicks bzw. Verweildauer bei bestimmten Videos angezeigt, ich selbst habe da noch nie ein Wahlwerbungsvideo der AfD angezeigt bekommen, von anderen Parteien schon ein paar. Ich sehe das Problem bei TikTok wirklich darin, dass dadurch einseitige Inhalte gezeigt werden, der Algorithmus "gibt" einem, was man gut findet, von daher bekommen AfD-affine Jugendliche wahrscheinlich ständig Clips gezeigt, die sie in ihrem Wählerverhalten verstärken, nicht die Sache kritisch hinterfragen lassen.

    Seien wir ehrlich, wer es sich leisten kann, das erste Mal darüber nachzudenken, dass der Wohlstand schwinden könnte, hat bislang nicht so viel vermissen müssen.

    Und? Deshalb darf man sich jetzt ja trotzdem Sorgen machen, auch wenn man bisher nicht allzu viel hat vermissen müssen. Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinauswillst.

    Aber ich gehöre auf jeden Fall auch zu denen, die in dem USA-ist-unser-Großer-Bruder-Glauben aufgewachsen sind. Der Schreck, dass es nun anders wird, kann neue Energien und Synergien freisetzen oder halt nicht. Ich fürchte ja eher nicht, sonst würden die Leute ab sofort Die Linke wählen, statt CSU und alles rechts davon.

    Nur mit den Linken würde es gelingen, uns von den USA zu lösen, oder wie meinst du das? Auch hier verstehe ich den Zusammenhang nicht wirklich.

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