Beiträge von Kathie

    Ich las neulich in irgendeinem Kommentar bei irgendeiner Zeitung die Idee, dass Schwangere sofort von der Arbeit freigestellt werden sollten, weil sie ja schon Höchstleistungen bringen würden, indem sie neues Leben produzieren. Während ich dem zweiten Teil der Aussage vielleicht sogar zustimme, finde ich den ersten einfach total übertrieben. (Im gleichen Zug schrieb eine Mutter, sie findet, alle Mütter sollten mit ihren Kleinkindern beim Fliegen sofort umsonst auf Business Class upgegraded werden, weil das Fliegen mit Kindern so anstrengend sei - also manche haben schon recht merkwürdige Anforderungen an die Gesellschaft und die Mitmenschen)

    Wenn man jetzt per se alle Frauen von 45 bis 55 speziell vorsichtig behandelt, weil sie ja in den Wechseljahren sind, dann bleibt von der Arbeitszeit gar nicht mehr so viel übrig: Periodentage, Schwangerschaften, Wechseljahre. ich finde, da müssen wir aufpassen, dass es am Ende dann im Umkehrschluss nicht heißt, Frauen seien weniger belastbar.

    Dass man auf bestimmte Lebenssituationen Rücksicht nimmt, natürlich. Aber das betrifft auch chronisch Kranke, Männer mit irgendwelchen Beschwerden und so weiter.

    Bei uns im Bekannten- und Kollegiumskreis wird über Wechseljahrbeschwerden gesprochen, und die reichen von: ich merkte fast gar nichts bis hin zu: mir ging es jahrelang nicht gut. Da muss man halt auf die einzelne Person schauen.

    ich hätte außerhalb dieses Alltags keine Lust, anonymen Eltern mit subjektiver Schilderung von Fragen oder Problemen mit viel zeitlichem und geistigem Aufwand diese Dinge zu erklären.

    Das unterschreibe ich sofort!

    Hier im Forum bin ich, weil ich den Austausch gewinnbringend finde, es macht mir in der Regel Freude, hier zu schreiben, zu lesen und mir ein bisschen die Zeit zu vertreiben.

    Ich sehe mich aber nicht als ehrenamtliche Elternberaterin, deshalb würde ich in ein Forum, wo Eltern Fragen an Lehrkräfte stellen, wenn überhaupt, dann nur gegen einen Stundenlohn eintreten. So sehr ist mein Beruf dann doch nicht Hobby, dass ich neben meinen Klasseneltern dann in meiner Freizeit auch wildfremde Eltern beraten oder mich mit ihnen in der Anonymität des Internets rumstreiten will.

    Ich bin froh, wenn die Wahl endlich vorbei ist.

    Dieses zur Schau stellen von seiner politischen Meinung, zum Beispiel im WhatsApp Status, nervt mich zunehmend, besonders weil es erstens immer die gleichen drei bis vier Leute sind, die meinen, etwas posten zu müssen und zweitens es immer die gleichen Inhalte sind. Damit überzeugt man doch keinen, ganz im Ernst, eher im Gegenteil.

    Eine ordentliche Debatte scheint auch nicht mehr möglich zu sein für viele. Wer die Meinung nicht teilt, sieht es automatisch falsch. Ich finde das schade.

    Ich bin mittlerweile absolut unsicher, was ich wählen soll. So schwer ist mir die Entscheidung noch nie gefallen. Von einigen Parteien weiß ich, dass ich sie NICHT wählen werde, immerhin schon etwas.

    Ich hätte auch mal was zu motzen: Wir haben für morgen eine Amokdrohung an der Schule. Ist kein Geheimnis, kann man über die Regionalmedien ergoogeln, dass bei uns grad ein Schulhaus nach dem anderen Opfer einer verschissenen Tiktok Challenge wird. Wir rechnen damit, dass etwa 50 % der Schüler*innen nich anwesend sein werden. Kollege Sicherheitsbeauftragter und ich leisten der Schulleitung tapfer Gesellschaft. Wird sicher "lustig". Es ist Polizei mit Maschinengewehr angekündigt. Höhöhö.

    Hilfe, das ist ja schlimm, berichte morgen mal, wie der Tag verlaufen ist!

    Ich frage es in Summe geheim ab. „Jeder schreibt jetzt bitte mal geheim die Empfehlung und die eigene Entscheidung auf einen Zettel (Vordruck von mir, damit alle Zettel gleich aussehen) und wir gucken mal, ob unsere Stichprobe den Prognosen bzw. später dem Wahlergebnis entspricht.

    Oder die machen das bewusst, um zu provozieren.

    Seine Frau arbeitet als Hochzeitsplanerin. Sie benötigt 2 Jahre Vorlauf und, wenn es etwas ganz Spezielles sein soll, gerne auch 3 Jahre. Unser Pfarrer hat uns beim Traugespräch auch eröffnet, dass wir mit 9 Monaten Vorlauf zu den Kurzentschlossenen zählen. Er hätte auch schon Anfragen mit 4 Jahren Vorlauf bekommen.

    Diesen Hype verstehe ich NULL. Ich weiß, ich weiß... Jahrelang die Hochzeit planen und dann 25000€ dafür ausgeben scheint normal geworden zu sein, ich finde es reichlich überzogen.

    Man muß bei uns spätestens um 14 Uhr auf dem Standesamt sein, besser vormittags zwischen 8.30 Uhr und 12.30 Uhr und dann mindestens eine Stunde Zeit mitbringen. Also wie anders soll das gehen als an einem ganzen Tag? Aber ok, ich habe auch noch ordentlich Fahrzeit zwischen Schule und Heimatort.

    Aufgebot bestellen: Lässt man sich halt den ersten Termin geben, tauscht ein bis zwei Unterrichtsstunden und fährt danach an die Schule.

    Wer für die Hochzeit an sich mehr als einen Tag braucht, oder mehr als ein Wochenende, heiratet in den Ferien, davon haben wir doch ausreichend.

    Thesen raussuchen, die die Schüler bewegen, und darüber sprechen, gemeinsam Internetrecherche betreiben, Kurzreferate zu den Positionen der einzelnen Parteien vorbereiten lassen...

    Aber die Frage ist doch sowieso rein hypothetisch, denn der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl ist noch gar nicht online und ich bezweifle stark, dass alle Schüler ihre Ergebnisse offenlegen würden.

    Ganz abgesehen von der Beerdigung und deren Organisation selber. Ich kann mich noch daran erinnern, als meine Eltern gestorben sind. Wäre ich da im Schuldienst gewesen, wäre ich ehrlich gesagt psychisch nicht in der Lage gewesen zu unterrichten. Insoweit hätte ich mich da krank melden müssen. Da ich nicht im Schuldienst zu dem Zeitpunkt war, habe ich mir eine Woche Urlaub genommen.

    Wenn es einem psychisch so schlecht geht, wäre eine Krankschreiben durch einen Arzt wahrscheinlich in jedem Fall besser, als Urlaub zu nehmen, oder nicht?

    Ich finde es auch sehr ungut, dass man zu Beerdigungen teilweise nicht gehen kann, ich habe auch schon eine verpasst, die mir wirklich wichtig gewesen wäre. Wenn es aber Todesfälle der eigenen Eltern sind, und einem die frei-Tage nicht ausreichen, weil man psychisch am Ende und nicht arbeitsfähig ist, dann wird man doch in der Regel krank geschrieben, und das auch zu Recht. Ich kenne aber andersrum auch Leute, die dann arbeiten gehen, weil sie die Ablenkung brauchen und wollen, es ist einfach bei jedem total unterschiedlich.

    Hm, Schulfeste, Fortbildungen und Sprechtage finden doch in der Regel nachmittags statt. Da haben doch die meisten Lehrer unterrichtsfreie Zeit! Warum Teilzeit-Lehrkräfte dann dafür extra einen Ausgleich bekommen sollen, leuchtet mir nicht ganz ein - Vollzeitkräfte kommen ja auch nachmittags zur Schule, obwohl sie da in der Regel keinen Unterricht haben.

    Wenn ich ein halbes Deputat habe, kann man es ausgleichen, indem man bei Sprechtagen nur die Hälfte der Zeit anwesend ist (man hat wahrscheinlich weniger Klassen oder weniger Fächer -> sowieso weniger Gesprächsbedarf bei Eltern), bei Schulfesten etwas früher geht oder so. Das Argument mit dem freien Tag leuchtet mir aber nicht ganz ein, es wird ja auch nicht ständig ein Schulfest gefeiert oder ein Sprechtag abgehalten.

    Sonderurlaub für wichtige schulische Momente der eigenen Kinder, darüber haben wir schon oft geredet, es gibt Lehrer, die bekommen zur Einschulung gar nicht frei, insofern kann man mit frei bekommen und Minusstunden ja schon ganz zufrieden sein.

    Erstkommunion ist am Wochenende - das Schulfest im Eingangsbeitrag war es auch. Dafür gab es Sonderurlaub, was ja gut ist. Ansonsten braucht man sich über Erstkommunionen eigentlich gar nicht aufregen, weil sie sich selten mit schulischen Verpflichtungen überschneiden.

    Teilzeit ist oft ein Minusgeschäft, weil einige Aufgaben gleich bleiben, egal wie viele Stunden man arbeitet. Und ich finde den Lehrerberuf eigentlich schon ganz gut mit Kindern vereinbarbar, gerade auch weil man die Ferien immer gleichzeitig frei hat und andere Arbeitnehmer regelmäßig kostenintensive Betreuungsangebote buchen müssen, damit ihre Kinder in den Ferien betreut sind, während sie ganztags arbeiten.

    Morgens war dann der Termin und dauerte länger. Ich hab versucht anzurufen. Keiner ging ran. Da ich im Funkloch war und durch abgelegene Orte fahren musste, bin ich dann direkt in die Schule gefahren.

    Dort empfing mich meine Kollegin angesäuert. Wir waren an diesem Tag zu zweit eingesetzt.

    Ich hätte das als Kollegin auch nicht toll gefunden, wenn man zu zweit eingesetzt ist, und die Kollegin nicht auftaucht und man von nichts weiß.

    Dass der Termin länger dauert, merkt man doch im Laufe des Termins. Dann kann man sich ja melden. Verspätet direkt zur Schule zu fahren, und die Kollegin im Ungewissen zu lassen, keine gute Lösung. Wie viel warst du denn zu spät? handelt es sich um 5 Minuten oder um zwei Schulstunden? Nicht zu missachtender Unterschied.

    Hat eure Schule keinen Anrufbeantworter ("keiner ging ran")?

    Hat deine Kollegin kein Handy? Bei uns tauscht man sich mit seinem Tandemlehrer schon die Nummern aus und könnte dann im Notfall direkt Bescheid geben.

    Dann Funklöcher, naja, ich bin da nicht so versiert, weil ich in der Großstadt lebe, aber ich bin tatsächlich seltenst mal in einem Funkloch.

    Und wer genau sagt das voraus?

    Wenn das funktioniert, könnten es aber viele andere auch so machen...die gerne weg wollen. Beispielsweise meine Kollegin, die seit 5 Jahren 160 km am Tag fahren muss (insgesamt) und auch gerne näher an ihren Wohnort möchte. Die Fahrerei und der ganze damit verbundene Stress setzen ihr auch sehr zu.

    Das ist ja schon ein riesiger Unterschied, ob man eine posttraumatische Belastungsstörung nach einem Vorfall in der Schule (vermutlich Gewalt) hat, oder ob einem der tägliche Arbeitsweg nicht gefällt.

    https://www.swr.de/swraktuell/rhe…raucht-100.html

    Und nun stellt man sich vor, die Schule hätte den Vater nicht angerufen, die Suche nach dem Mädchen wäre Stunden später erst losgegangen und wer weiß, was alles noch passiert wäre.

    Wenn der Vater / die Mutter nicht erreichbar gewesen wäre, und die Schule hätte dann nur eine Mail geschrieben oder auch gar nichts mehr gemacht ("Die Eltern müssen halt schauen, dass sie erreichbar sind" haben wir ja hier auch schon gehört) und dann Kind einfach als unentschuldigt eingetragen, dann wäre da auch wertvolle Zeit - Stunden!!! - verloren gegangen.

    Ich kenne genug Eltern die ihre Kinder in der Vergangenheit dabei unterstützt oder bestärkt haben anderen schaden zu zu fügen.

    Es muss ja nichtmal böse Absicht sein. Zum Beispiel: Mutter von Kind 1 erzählt nachmittags am Spielplatz, das Kind müsse am nächsten Tag zum Zahnarzt. Kind 2 hört das Gespräch mit und berichtet bei Fehlen von Kind 1 der Lehrkraft, das fehlende Kind sei beim Zahnarzt. Kind 2 hat das aber missverstanden, der Zahnarzttermin ist erst am Nachmittag. Keiner sucht Kind 1, weil es ja "entschuldigt" ist - fälschlicherweise.

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